Die US-amerikanische Schauspielerin stirbt 80jährig in Lenox, Massachusetts.
WeiterlesenKatja Werker: Leave That Thing Behind
Seit ihrem atemberaubenden Debüt „Contact Myself“ (2000) hat Katja Werker scheinbar ihren zweiten Vornamen verloren und auch im Booklet der neuen CD ist durchgängig nur von ‚Mrs. Werker‘ die Rede. Wenn das in der Geschwindigkeit weitergeht, ist beim vierten Album vom Namen nichts mehr übrig und zurück bliebe ihre fragile Musik, die über jede Art von Namen erhaben ist.
WeiterlesenJason Collett: Idols Of Exile
‚Kauziger Kanadier krakeelt‘ beschreibt das Album von Jason Collett perfekt, man muss aber erwähnen, dass das respektlose ‚krakeelt‘ nur der Alliteration geschuldet ist. Sonst als Gitarrist im Dienst von Broken Social Scene, veröffentlicht er auf Arts & Crafts sein zweites Solowerk, das man nicht vorschnell als countrynahe Selbstverwirklichung abtun sollte.
WeiterlesenMudhoney: Under A Billion Suns
„It Is Us“ schreien sie lauthals in dem gleichnamigen Song. Tatsächlich, sie sind es: die Grunge/Alternative Rock-Ikonen aus dem Großraum Seattle, die nunmehr 18 Jahre auf dem Buckel haben. Für die Aufnahmen zu ‚Under A Billion Suns‘ bedienten sich Mudhoney der Dienste von Craig Flory, der sich für alle Bläser-Arrangements verantwortlich zeigt.
WeiterlesenAlligatorenbaby

Eben will dpr ein knuddeliges Alligatorenbaby von mir. Weiß der Himmel, wozu er das wieder braucht… Aber ich bin ja nur der Zeichner. Geht mich auch nichts an.
raphael
Rezensionsstau
Das gibt’s. Vier gelesene Bücher, die der Rezension harren. Alle in irgendeiner Weise beispielhaft, drei empfehlenswert, eins naja. Ob ich für jedes eine längere Besprechung hinkriege? Kommt ja immer wieder was dazu. Und bunkern für schlechte Zeiten? Mal sehen. Hier die vier Titel mit kurzer Bewertung.
Carmen Korn: Der Fall der Engel

[Warum ich morgens so gerne Zug fahre: Man wird hellwach dabei. Wenn ein Fähnlein Schüler sich des Abteils bemächtigt, ein Ausguck voraus, der nach freien Plätzen sucht und, wenn gefunden, „Los, schnell, hin, frei!“ schreit. Und dann wieseln sie an einem vorbei, und wenn man nicht aufpasst und zum Gang hin sitzt, wischen sie einem mit den Tornistern übers Gesicht. Stimmung. Das ist was los.]
WeiterlesenKlasse
In den Unterklasse-Quartieren greift ein rabiater Sozialdarwinismus nach dem Vorbild des Gangsta-Rap. Wo keine Politik, keine Gewerkschaft und keine (christliche) Kirche mehr Strukturen aufrechterhält, die die Konkurrenz um prekäre Jobs und lukrative Deals abfedert oder reguliert, da gehört das Erniedrigen & Beleidigen deines Nächsten zum guten Ton.
Klaus Walter in der taz über Beleidigungen und Laudatios im Pop (und warum Bohlen auch Polizisten duzen darf)
→ Ey, du Scheißopfer!
Jacques Berndorf: Requiem für einen Henker
Die Eifel. Der Krimi. Berndorf. Und dazwischen immer mal wieder ein Abstecher in die hohe Politik (das unfassbar schwache „Eine Reise nach Genf“ um den Barschel-Fall) und den Dreck der Geheimdienste. Nun bin ich weder ein „Fan“ von Eifel-Berndorf (obwohl er einer der erträglichsten Schreiber von Regionalkrimis ist) noch generell von Polit-Spionage-Thrillern. Der Verriss von „Requiem für einen Henker“ scheint also vorprogrammiert.
WeiterlesenBruno Bozzetto
Anobella → zeigt sich begeistert von einem Flashfilmchen, das uns zeigt, wie die Italiener Auto fahren. Als Zusatzinfo weisen wir gerne darauf hin, dass die Animation von Bruno Bozzetto stammt und dass Bruno Bozzetto natürlich toll ist, denn Bruno Bozzetto war in früheren Tagen mal der Schöpfer von Herrn Rossi. Der Herr Rossi, der immer auf der Suche nach dem Glück war (Hinternet-Rezension → hier) und heute seine Rente als Werbefigur für die Glücksspirale aufbessern muss.
WeiterlesenZum Weltfrauentag 2006

Mit solidarischen Grüßen von der versammelten Weltmännerschaft.
Die Kriminalerzählung -1-
Ja, da braut sich wieder etwas zusammen. Da kann wieder einer nicht das Erreichte genießen, sondern muss gleich blindlings auf das nächste Ziel losgehen. Blindlings? Nein, nicht doch. Er macht sich so seine Gedanken. Sie ranken sich um die Kriminalerzählung und werden hier in nächster Zeit dem verehrten Publikum zur gefälligen Kenntnis gebracht. Teilweise noch ungeordnet. Und was steht am Ende? Natürlich ein neues Projekt. Man kennt es von diesem Menschen ja gar nicht anders.
WeiterlesenMichael Marshall: Der zweite Schöpfer
Gern genommen: Ein einschneidendes Ereignis hebt von heute auf morgen die ganze Welt aus den Angeln. Genauso geht es Ward Hopkins, der seine verunglückten Eltern zu Grabe tragen muss und nach der Beerdigung durch eine versteckte Botschaft erfährt: „Ward, wir sind nicht tot“.
WeiterlesenAli Farka Touré (1939-2006)
Gewissermaßen aus heiterem Himmel tauchte in Europa im Herbst 1988 ein Musiker auf, der nicht dem Ethno-Folk-Image jener Zeit entsprach, keine wallenden Klamotten eines westafrikanischen Griots trug und auch nicht das für den Sahel typische Instrument, die Kora (eine sog. Bogenharfe), spielte. Gleichwohl verstand sich auch Ali Farka Touré als Geschichtenerzähler und Geschichtenbewahrer. Sein bevorzugtes Instrument war die Gitarre.
Weiterlesen
Superlative

Jetzt habe ich’s zum zwanzigsten Mal gehört: das Fernsehereignis des Jahres war: „Dresden“ (ZDF). Sagen alle. Alle beim ZDF zumindest. Muß also stimmen.
Ich selbst hätte ja auf die Fußballweltmeisterschaft als Jahres-TV-Ereignis getippt. Hab‘ aber „Dresden“ (ZDF) auch gar nicht erst gesehen. Genau wie Oma Zapp (Jahrgang ’29). Ihre Begründung: „Ich hatte schon genug Krieg“.

Blogtipp
Ich habe ihn jetzt lange genug beobachtet, den Herrn Linder. Und seine → Blogaktivitäten aufmerksam und schweigend verfolgt. Aber jetzt reichts! Jetzt muss es mal gesagt werden: Da kann man wirklich hingehen und was lernen und seinen Spaß haben. Herr Linder macht das viel wissenschaftlicher als wir Profanblogger. Er beobachtet den Buchmarkt, schaut auf die Justiz und zurück in die Vergangenheit, befasst sich mit Geständnissen und anderen krimiaffinen Dingen, sogar die Dienstwagenfrage bei Norbert Horst weiß er zu behandeln. Tja, tut mir leid: muss ich wohl empfehlen.
Rezensentenbelehrung
Webseiten von Autoren sind Werbeseiten. In Ordnung. Man hat ein Buch geschrieben und preist es an, man verweist stolz auf die Lobeshymnen der Rezensenten – und verschweigt im Allgemeinen ihre Verrisse. Auch in Ordnung. Das nennt man Kosmetik, das nennt man Werbung, das nimmt kein Mensch ernst, der seine fünf Groschen noch beisammen hat.
WeiterlesenDominic Stansberry: The Confession
„The Confession“ von Dominic Stansberry erhielt 2005 den Edgar in der Kategorie „Beste Taschenbuchneuerscheinung“. Eine Kategorie mit Tradition. In der Vergangenheit wurden hier Autoren wie Harlan Coben, Laura Lippman oder → Sylvia Maultash Warsh ausgezeichnet.
WeiterlesenGordon Parks
Der US-amerikanische Fotograf und Regisseur („Shaft“, „Liebesgrüße aus Pistolen“) stirbt in New York 93jährig an Krebs.
Umpf!
RTL hat die deutsche Popband Oomph! von der Echo- Verleihung ausgeladen – angeblich wegen des Liedes „Gott ist ein Popstar“, eigentlich aber zu PR-Zwecken