Kanonisierung

Geologen träumen von nichts sehnsüchtiger als von einem Vulkanausbruch, den sie aus nächster Nähe beobachten können. Literaturinteressierten bietet sich ein ähnlich beeindruckendes Naturschauspiel, wenn sie die aktuellen Feuilletons verfolgen. Sie werden Zeugen einer Kanonisierung, der Unangreifbarmachung eines Textes, und ihres ach so profanen Hintergrundes: Ignoranz und Überforderung.

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Opitziana

Da wir, im Gegensatz zu den „Alligatorenpapieren“, ja nie Urlaub machen und auch Sonntags die weite Welt des Internets beobachten, und wir morgen ja eh unseren Opitztag haben – hier zwei Kostproben von „Büchermörder“-Bewertung. Soviel steht fest: Wenn Opitzens Buch zu sonst nichts weiter nützt, als den fragwürdigen Zustand deutschsprachiger Feuilletons offenzulegen, hat es schon seine Berechtigung. Also: are you ready? Beruhigungstropfen in Griffnähe? Gut drauf? Dann hier:

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The Bear Quartet: Angry Brigade

Das Bear Quartet gehört zum kleinen Teil der schwedischen Independent-Szene, der es zwar in der Heimat zu größeren Erfolgen brachte, außerhalb skandinavischen Grenzen aber noch nicht wirklich in Erscheinung treten konnte. Dabei ist das zwölfte Album der Bären abermals ein guter Grund, mit Schweden neben Elchen, Seen und dem Billy-Regal auch raffinierte Erzeugnisse in Sachen Rock und Pop zu assoziieren.

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Die erotischsten Krimiautorinnen Deutschlands

Der deutsche Krimi hat ein Imageproblem. Deutsche Krimiautoren haben ein Imageproblem. Deutsche Krimiautorinnen haben ein riesengroßes Imageproblem. Das muss nicht sein. In Zusammenarbeit mit einem führenden Männermagazin haben wir die 14 erotischsten Krimiautorinnen Deutschlands ausgewählt. Sie haben alle eigene Webseiten, wo man sie „in effigie“ betrachten kann und sind, mit einer Ausnahme, Mitgliederinnen der „Sisters in Crime“. Mit dieser Aktion erhoffen wir uns viele neue Leser und Leserinnen für die Krimis deutscher Autorinnen, die nicht nur äußerlich eine gute Figur machen.

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Kunterbuntes

Anruf von Alfred „The Alligator“ Miersch von den Seychellen. Essen klasse, Sonne satt, Weiber all inclusive. Und bei mir? Och. N paar Petitessen. Von interessant bis absonderlich. „Ja, dann blogg das ma‘!“, rät der Faulenzer. „Ich guck derweil, ob schon Schampus im Pool ist.“ Mensch, Mensch, Mensch…

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Wahre Rezensionskunst

… zeigt sich, wenn man ein Buch treffend beurteilt, das man noch gar nicht gelesen haben kann. So wie es der Kritiker dieses Blogs mit Christiane Lehmanns neuestem Krimi „Höhlenangst“ anlässlich →der Besprechung des Vorgängerromanes getan hat (siehe Ende des Artikels). Herr Menke vom anderen Blog braucht hingegen das Buch, um zum gleichen Urteil zu gelangen: „(…)der verheulten und miesepetrigen deutschen Kriminalliteratur tut ein solcher Farbklecks gut„. Ein neuer Beweis für die Ökonomie dieses Blogs! Zum Wohle der Leserschaft!

Vormerken!

Neues zur „Illustrierten Bibliographie der Kriminalliteratur im deutschen Sprachraum 1792 bis 1945“ der Achilla Presse gibt es, nebst einigen Novitäten, →hier (unter „Neuheiten“). Wir bitten unsere Leser um wohlwollende Beachtung dieses wahrhaft verdienstvollen, großen und wagemutigen Projektes!

Die Schriftleitung

Titeltitel

Ich gebs ja zu: Als man mich vor Jahren zur Mitarbeit beim „Titel-Magazin“ einlud, habe ich nur zugesagt, weil ich statt „Titel“… nun ja, ein phonetisch verwandtes Wort verstanden habe. War dann auch enttäuscht, denn Bilder (und schon gar keine solchen) brachten und bringen die garnicht. Aber hin und wieder eine Krimikritik. Oder gar mehrere, wie diesmal.

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Tage- und Abendblatt

Okay Alfred, hab ich gesagt, während du dir auf den Seychellen Sonne auf die Panzerhaut knallen lässt, mach ich hier ein bißchen die Urlaubsvertretung. Aber glaub bloß nicht, ich mach das so neutral wie du! Dafür bin ich Blog und du nicht. Wenn gepfeffert werden muss, hab ich den Streuer zu Hand, wenn mal wieder die journalistischen Patschehändchen im Wertfreien wühlen, gibts was mit dem verbalen Rohrstock.

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