Im Saarland wird nicht nur fleißig krimigeblogt, nein, es wird auch fleißig krimigeschrieben. Und →diese Seite informiert darüber.
Kanonisierung
Geologen träumen von nichts sehnsüchtiger als von einem Vulkanausbruch, den sie aus nächster Nähe beobachten können. Literaturinteressierten bietet sich ein ähnlich beeindruckendes Naturschauspiel, wenn sie die aktuellen Feuilletons verfolgen. Sie werden Zeugen einer Kanonisierung, der Unangreifbarmachung eines Textes, und ihres ach so profanen Hintergrundes: Ignoranz und Überforderung.
WeiterlesenSchule der Rezensenten – Opitzstunde 3
Jenseits von Seite 200. „Die Schmidtin“, dubiose Zeugin, an der sich Opitz’sche Sprachgewalt verschwendet hat, ist in den Nebel der Geschichte zurück getreten, nicht ohne zuvor den heiß ersehnten Magister Tinius ans Messer geliefert zu haben.
WeiterlesenLouis XIV: The Best Little Secrets Are Kept
Diese Platte könnte der Partykracher der kommenden Monate werden. Man stelle sich vor, Beck hätte mit Jon Spencer von der Blues Explosion ein Album aufgenommen und als Gäste Jack White und angesagte Dancepunk-MusikerInnen eingeladen.
WeiterlesenChris Whitley
Der US-amerikanische Singer/Songwriter („Big Sky Country“) stirbt in Houston 45jährig an Lungenkrebs.
Link: → Chris Whitleys Website
Opitziana
Da wir, im Gegensatz zu den „Alligatorenpapieren“, ja nie Urlaub machen und auch Sonntags die weite Welt des Internets beobachten, und wir morgen ja eh unseren Opitztag haben – hier zwei Kostproben von „Büchermörder“-Bewertung. Soviel steht fest: Wenn Opitzens Buch zu sonst nichts weiter nützt, als den fragwürdigen Zustand deutschsprachiger Feuilletons offenzulegen, hat es schon seine Berechtigung. Also: are you ready? Beruhigungstropfen in Griffnähe? Gut drauf? Dann hier:
WeiterlesenThe Bear Quartet: Angry Brigade
Das Bear Quartet gehört zum kleinen Teil der schwedischen Independent-Szene, der es zwar in der Heimat zu größeren Erfolgen brachte, außerhalb skandinavischen Grenzen aber noch nicht wirklich in Erscheinung treten konnte. Dabei ist das zwölfte Album der Bären abermals ein guter Grund, mit Schweden neben Elchen, Seen und dem Billy-Regal auch raffinierte Erzeugnisse in Sachen Rock und Pop zu assoziieren.
WeiterlesenDie erotischsten Krimiautorinnen Deutschlands
Der deutsche Krimi hat ein Imageproblem. Deutsche Krimiautoren haben ein Imageproblem. Deutsche Krimiautorinnen haben ein riesengroßes Imageproblem. Das muss nicht sein. In Zusammenarbeit mit einem führenden Männermagazin haben wir die 14 erotischsten Krimiautorinnen Deutschlands ausgewählt. Sie haben alle eigene Webseiten, wo man sie „in effigie“ betrachten kann und sind, mit einer Ausnahme, Mitgliederinnen der „Sisters in Crime“. Mit dieser Aktion erhoffen wir uns viele neue Leser und Leserinnen für die Krimis deutscher Autorinnen, die nicht nur äußerlich eine gute Figur machen.
WeiterlesenKunterbuntes
Anruf von Alfred „The Alligator“ Miersch von den Seychellen. Essen klasse, Sonne satt, Weiber all inclusive. Und bei mir? Och. N paar Petitessen. Von interessant bis absonderlich. „Ja, dann blogg das ma‘!“, rät der Faulenzer. „Ich guck derweil, ob schon Schampus im Pool ist.“ Mensch, Mensch, Mensch…
WeiterlesenVega: Sole Love
Popmusik aus Schweden. – „Och nööö, schon wieder Schweden!“, denken einige jetzt. Bei der Masse an schwedischen Bands, die im Moment auf den Markt strömt, ist es schwer Gehör zu finden. Aber man sollte dieser Musik eine Chance geben, denn es ist mal wieder schöne Musik aus Schweden.
WeiterlesenDie Weitschweifigen

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Die Krimis werden länger und länger, die Bibel hat, rein seitenzahlenmäßig, dagegen short story – Niveau. Und an allem schuld: die deutsche Bahn. Warum? Erklär ich jetzt.
WeiterlesenLink Wray
Der Rock’n’Roll-Veteran stirbt 78jährig in Kopenhagen.
Wahre Rezensionskunst
… zeigt sich, wenn man ein Buch treffend beurteilt, das man noch gar nicht gelesen haben kann. So wie es der Kritiker dieses Blogs mit Christiane Lehmanns neuestem Krimi „Höhlenangst“ anlässlich →der Besprechung des Vorgängerromanes getan hat (siehe Ende des Artikels). Herr Menke vom anderen Blog braucht hingegen das Buch, um zum gleichen Urteil zu gelangen: „(…)der verheulten und miesepetrigen deutschen Kriminalliteratur tut ein solcher Farbklecks gut„. Ein neuer Beweis für die Ökonomie dieses Blogs! Zum Wohle der Leserschaft!
Vormerken!
Neues zur „Illustrierten Bibliographie der Kriminalliteratur im deutschen Sprachraum 1792 bis 1945“ der Achilla Presse gibt es, nebst einigen Novitäten, →hier (unter „Neuheiten“). Wir bitten unsere Leser um wohlwollende Beachtung dieses wahrhaft verdienstvollen, großen und wagemutigen Projektes!
Die Schriftleitung
Die ultimative Krimiautorinnen-Liste
Nach Bedrohung durch eine entrüstete Leserin („Scheiß Macho-Blog!“) hier meine ultimative Liste der besten Krimiautorinnen aller Zeiten. Jedenfalls für den Moment. Soll mir keiner nachsagen, ich hätte was gegen Frauen! Solange sie keine regionalen Frauenkrimis schreiben…
WeiterlesenTiteltitel
Ich gebs ja zu: Als man mich vor Jahren zur Mitarbeit beim „Titel-Magazin“ einlud, habe ich nur zugesagt, weil ich statt „Titel“… nun ja, ein phonetisch verwandtes Wort verstanden habe. War dann auch enttäuscht, denn Bilder (und schon gar keine solchen) brachten und bringen die garnicht. Aber hin und wieder eine Krimikritik. Oder gar mehrere, wie diesmal.
WeiterlesenDurch die Literatür.
„Tz, tz“, züngelt Chef Walter und knallt mir die Links rechts ins Körbchen. „Wieso heißen die literature.de? Sind wir hier in Frankreich oder was?“ „Das ist ein Wortspiel, Chef!“, weiß die wie stets vorlaute Edelpraktikantin, Fräulein Schaumichan, „das heißt eigentlich Literatür, weil die ein Literaturportal sind!“
WeiterlesenTage- und Abendblatt
Okay Alfred, hab ich gesagt, während du dir auf den Seychellen Sonne auf die Panzerhaut knallen lässt, mach ich hier ein bißchen die Urlaubsvertretung. Aber glaub bloß nicht, ich mach das so neutral wie du! Dafür bin ich Blog und du nicht. Wenn gepfeffert werden muss, hab ich den Streuer zu Hand, wenn mal wieder die journalistischen Patschehändchen im Wertfreien wühlen, gibts was mit dem verbalen Rohrstock.
WeiterlesenArimasa Osawa: Der Hai von Shinjuku.
Der „Hai von Shinjuku“ ist wie sein tierischer Namensgeber ein gefürchteter Jäger. Vom System gemieden, ja, ausgestoßen, ein Idealist in der zynisch-menschenliebenden Tradition der hardboiled-Klassiker – schon aus Hygienegründen unentbehrlich im Reich der konform-einheitlichen Fischschwärme.
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