Amusement Parks on Fire ist eine One-Man-Show. Der junge Brite Michael Feerick hat die Basisinstrumente im Alleingang eingeprügelt und verneigt sich auf seinem Debüt vor den großen Gitarrenrockern wie Dinosaur jr. Oder auch Sonic Youth.
WeiterlesenMichael Greatrex Coney
Der englische Science Fiction-Autor stirbt 72jährig im kanadischen Saanichton, (British Columbia) an Lungenkrebs.
WeiterlesenDie Krimi-Verschwörung

Mal ehrlich: Ist Ihnen das auch aufgefallen? Sobald ein Großkopf das Maul aufmacht, ist jedes zweite Wort „teamfähig“ und jedes dritte „Synergieeffekt“. Seit Jahren schon. Was das mit Krimis zu tun hat? Erklär ich jetzt.
WeiterlesenEric Fish: Zwilling
Eric Fish hat es gut vor: Erst vor kurzem ist mit „Nord Nord Ost“ das neue Album seiner Stammband Subway To Sally erschienen und jetzt biegt er überraschend mit seinem zweiten Solowerk um die Ecke. Fast unnötig zu erwähnen, dass beide Platten in den nächsten Wochen auch ausgiebig betourt werden.
WeiterlesenDer Fischer und seine Frau
Das war früher ein Elend — da hatte man sich 20 DM vom Mund abgespart, einen Soundtrack (auf Vinyl) gekauft und irgendwann festgestellt, dass man das einzig gute Lied ja schon als Single hatte. Meine Kino-Jugend war voll mit Platten von endlosen Scores oder alten Schinken, deren Musiklizenz jeder freiwillig herausgerückt hat.
WeiterlesenHansen Band: Keine Lieder über Liebe
Die Hansen Band musste man ja schon großartig finden, als vor Monaten die ersten Ankündigungen in Musikmagazinen erschienen. Eine zusammengewürfelte Band um die beiden Grand Hotel van Cleef-Köpfe Thees Uhlmann (Tomte) und Marcus Wiebusch (Kettcar) mit Jürgen Vogel am Mikro, der definitiv ‚cool‘ genug ist, um in einer Rockband singen zu dürfen.
WeiterlesenMichael Weston King: The Tender Place
Warum denn nicht? Im letzten Jahr legte das rührige Label eine Compilation zu den Good Sons vor (→ „Cosmic Fireworks“), nun folgt schon eine Retrospektive der bis dato künstlerisch hochgelobten, kommerziell leider bedingt erfolgreichen Solokarriere des aus Southport stammenden Singer/Songwriters.
WeiterlesenDeftones: B-Sides And Rarities
Bis es ein neues Studioalbum von Deftones geben wird, das kann wohl noch etwas dauern. Derweil kann sich der geneigte Fan der Band um Chino Moreno an dieser Raritäten-Sammlung erfreuen. Wer nicht unbedingt ein Die Hard-Fan ist und jede Single oder jeden Soundtrack- und Sampler-Beitrag des Quintetts zusammengetragen hat, der kann sich mit ‚B-Sides And Rarities‘ viel Geld und Mühe ersparen.
WeiterlesendEUS: Pocket Revolution
Sie sind Belgiens wohl beste Band und haben das kleine Nachbarland Deutschlands durch Songs wie „Suds & Soda“, „Little Arithmetics“ und „Sister Dew“ auf die internationale Poplandkarte gebracht. Nach einigen vielen Jahren Abstinenz kehren dEUS Heuer zurück. Im Gepäck haben sie ‚Pocket Revolution‘.
WeiterlesenEr liebte den Wein nicht
Warum hat das Wort „Schwarzwaldau“ auch nicht annähernd die Silbenzahl des Wortes „Trockenbeerenauslese“? Zufall? Mitnichten! Denn bis zu seinem seligen Ende 1880 weigerte sich Carl von Holtei, einen „Weinkrimi“ zu schreiben, sein Verleger mochte sich vor ihm auf dem Teppich wälzen wie er wollte. Die kleine Passage aus „Schwarzwaldau“, dem „Top-Thriller of the 19th century“ (TIME), ist eine gnadenlose Abrechnung nicht nur mit dem „Wein-„, nein, mit dem „Themenkrimi“ überhaupt. Schon dies rechtfertigt, unserer Meinung nach, das schleunige →Vorbestellen! des grandiosen Romans.

Francisco José Viegas: Schatten der Tiefe
Wer Portugal nicht kennt, beschreibt es in einem Wort. Fado. Etwas, das aus Sehnsucht und Traurigkeit gemacht ist. Was sich dahinter verbirgt, davon hat man vielleicht einen genaueren Begriff nach der Lektüre von Francisco José Viegas’ Krimi „Schatten der Tiefe“. Der Preis, den man dafür zu zahlen hat, mag hoch sein, ist aber angemessen.
WeiterlesenEastpak Antidote Tour Compilation
Muss man eigentlich nicht viel zu sagen: Wie bei allen CDs und DVDs der Reihe gibt es feinen Radau auf die Ohren. Bunt gemischt aus Bands, die noch groß werden wollen und denen, die es schon sind. 24 Tracks von z.B. Emanuel, Millencollin, Flogging Molly oder Hell Is For Heroes für weniger als zehn Euronen.
(6 Fritten)
Various Artists: Eastpak Antidote Tour Compilation
Sideonedummy
VÖ: 28.10.2005
Hatesphere: The Sickness Within
Da hört man doch schon gleich die Schule des guten alten Thrash Metal heraus. Nicht ganz wie in den Früh-Neunzigern in San Franciscos Bay Area (siehe Violence, Forbidden oder Murdercar), aber doch sehr stiltreu wird hier Thrash Metal feilgeboten.
WeiterlesenWerbung
… machen wir grundsätzlich nicht. Es sei denn, eine geschätzte Krimiautorin zeigt mir ihr leeres Portemonnaie, in dem nicht einmal mehr Zigarettengeld zu finden ist. Also: Bitten wir unsere werte Leserschaft um geschätzte Beachtung beim nächsten book shopping für folgende Neuerscheinung, deren Erwerb das Autorenhonorar entscheidend vermehrt:
WeiterlesenDas andere Medium

(Auf dem Denkstapel landet alles, was ich so aufschnappe und kurz andenke, was weiterzudenken sich vielleicht lohnt, vielleicht auch nicht. Heute: ein paar Gedanken zu Krimis und ihren Verfilmungen und warum das eine nicht das andere ist, aber für die Unsterblichkeit doch eins wie das andere.)
Auf die Frage, wen er für überschätzt halte, →antwortete der belgische Krimiautor Piet Teigeler:
„Raymond Chandler. Most of his immortality comes from Bogart & Bacall who gave his stories another dimension on screen.”
In dieser Aussage steckt zweierlei. Zum einen, dass Teigeler den Buchautor Chandler nicht sonderlich mag. Zum anderen, dass er zu unterscheiden weiß zwischen einem Text und seiner filmischen Adaption. Aber diese „andere Dimension“ des Mediums Film lässt sich nicht nur an Namen und Gesichtern und Gesten festmachen. Buch und Film sind zwei grundverschiedene Medien, und die grundsätzlichste dieser Verschiedenheiten besteht wohl darin, dass uns TV und Film die Bilder diensteifrig in die Augen flimmern, das Buch jedoch das Gehirn braucht, den Kessel für Gedanken und Phantasie, um zu bebildern, was wir da lesen. Lesen ist also Sehen mit Selbstbeteiligung. Wir tragen einen beträchtlichen Teil des Aufwands, der entsteht, wenn wir Wörter in Bilder verwandeln, streichen aber auch eine Löwenanteil des Ertrages ein, denn dieser Film, der da in uns abläuft, ist UNSER Film. Es gibt keine Mitzuschauer. Director’s Cut.
Doch vieles von dem, was wir da so lesen, verweigert sich seiner Visualisierung. Ja, wahrscheinlich das Entscheidende, das Charakteristische. Nehmen wir Chandler. So kongenial Bogart auch immer jenen Philip Marlowe gespielt haben mag, seine Seele, wie sie Chandler in Worte gefasst hat, konnte er uns nicht öffnen. Bogart spielte den zarten Zyniker, den Mann mit dem weichen Keks unter der harten Schale. Chandler meinte mit seinem Marlowe etwas anderes, er war ein Person gewordener Reflex auf die Gesellschaft, sein Zynismus war enttäuschte Liebe, resignatives Mitleiden, Zärtlichkeit, die zu Brutalität geronnen war. Kein Stoff für Bilder, kein Stoff für Filme, nicht einmal für die in uns selbst. Immaterielles.
Dass Chandler tatsächlich einen Teil seiner Unsterblichkeit der Schauspiel- und Regiekunst derjenigen verdankt, die seine Stoffe adaptierten, bleibt unbestritten. Dass er auch ohne die Flimmerversionen seiner Bücher wenigstens unsterblicher wäre als die meisten seiner Kollegen, aber auch.
Ich kenne nur einen einzigen Krimi, der wirklich so verfilmt wurde, wie er geschrieben ist, ohne von seinen Qualitäten zu verlieren: Hammetts „Thin Man“. Wenn ich das Buch lese, sehe ich den Film, wenn ich den Film lese, sehe ich das Buch. Das macht Spaß. Ist aber der Ausnahmefall.
WeiterlesenRiverside: Second Life Syndrome
Normalerweise, wenn auf Promozetteln nur die glänzendsten Klangreferenzen genannt werden, kann man davon ausgehen, dass die Band maximal die Alben der Vorbilder kennt. Auch für Riverside wurde an großen Vergleichen nicht gespart: Porcupine Tree, Anathema und Opeth müssten eigentlich jede Band auf den Boden drücken.
WeiterlesenRPWL: Start The Fire
Nach ihrem ersten Album „God Has Failed“ waren sie die talentierteste Pink Floyd Cover-Band mit eigenen Songs. Inzwischen haben sich RPWL ein eigenes Profil erarbeitet und präsentieren nach 3 Studio-CDs und einer Raritätensammlung ihre erste Live-Platte.
WeiterlesenAutorentreff
Heut ist zwar Feiertag und damit eigentlich Blogruhe, aber das ist nun doch zu putzig: Kollege Jan Zweyer lädt den Kollegen Marcus Starck nach Koblenz →zum Bier ein. Dabei unterhalten sie sich über die „dunklen Niederungen“, sprich die bösen Blogs, die so viel Theoretisches ablassen und nicht in Jubelstürme ausbrechen, wenn auch nur ein deutscher Krimiautor eine deutsche Krimiseite schreibt. Und schließen damit, den vergangenen Zeiten nachzutrauern, als man noch Postkutsche fuhr und die Rezensionen einmal im Jahr eintrafen und allesamt positiv waren und natürlich völlig kritiklos und die Perücken noch gepudert wurden und überhaupt. Prost! Ein Beitrag zum großen Thema „Kitzel den Autor, bevor er einschläft“.

