Passend zur Rezension der neuen CD → „Pure Breed Mongrel“ gibt’s auf der Kitty-Yo/Jahcoozi-Seite neben den Streams des neuen Albums mit „Fish“ ein MP3 und mit „Changing Time“ ein Video zum Download.
Kritisch nachgefragt

Beckmann, ARD, 31.10.2005.
Sondersendungen zu Hauf, weil auch Münte feststellen mußte, dass seine Partei auch nicht immer nach seiner strengen Pfeife zu tanzen gewillt ist. So weit, so gut. Aber warum muß des nächtens ausgerechnet Schmusetalker R. Beckmann das Thema nochmal aufwärmen? Und dann auch noch ausgerechnet mit Guido Westerwelle, der – o Wunder! – fand, dass die SPD doof, die Lage kritisch und die FDP sowieso die Partei mit den richtigen Rezepten sei. Beckmann spielte brav den Stichwortgeber und sampelte ab und an kleine Pausen in seine Fragen um kritische Distanz zu simulieren.
Da hätte ja ein Interview mit Verona ex-Feldbusch mehr Nährgehalt gehabt. Zumindest am Ende dieses Null-Interviews bewies Beckmann Ironie: „Danke für die Informationen“. Ha!

Jahcoozi: Pure Breed Mongrel
Elektronische Musik boomt nach wie vor – und das vor allem in Berlin. Munter werden in der Stadt Stile gebrochen, Takes neu zusammengesetzt und Musik kunterbunt gemischt. Eine Band, die das bestens beherrscht, heißt Jahcoozi.
WeiterlesenFrank Popp Ensemble: Touch And Go
„Schon wieder Frank Popp?“, mögen manche denken. Doch nur weil uns nach wie vor der Überhit „Hip Teens…“ in den Ohren steckt, heißt das nicht, dass nicht eine kleine Ewigkeit seit dem letzten Frank Popp-Studioalbum vergangen ist. Immerhin ist besagter Hit aus dem Jahre 2001. Auch wenn das manch einer kaum glauben mag. Stilistisch knüpft Frank Popp mit seinem Ensemble genau dort an, wo er aufgehört hatte: beim Big Band-Beat-Hippness-Sound.
WeiterlesenGrandaddy: Excerpts From The Diary Of Todd Zilla
Oh Schreck, oh Schreck, der Bart ist weg. Grandaddy-Kopf Jason Lytle hat sich tatsächlich seines flauschigen Einsiedler-Erkennungszeichen entledigt. Ob da eine Sinnkrise dahintersteckt? Diese Frage wird nur Lytle beantworten können.
WeiterlesenSchule der Rezensenten -11-
Wenn der Krimikritiker plötzlich zum Literaturkritiker wird … der er ja eigentlich auch ist, oder? Ja, ja, aber nur „auch“. Denn der Krimikritiker muss zudem das in Worte fassen, was seinem mit dem Schwerliterarischen beschäftigten Kollegen eher schnurz ist: Spannung!
WeiterlesenAnti-Antipod
Unser soeben dem Outback entronnener Gegenfüßler Marcus Starck →bekrittelt Länge und Theorielastigkeit dieses und des anderen Blogs. Nun ist es ja so: Herr Starck steht auf dem Kopf. Die Blogs wollen die Leser von den Füßen auf den Kopf stellen. Bei Herrn Starck muss das gerade umgekehrt wirken, er landet auf den Füßen, hält die aber für seinen Kopf und – ganz schlimm! – beginnt mit diesen zu denken. Unter anderem über seinen neuen Krimi, den ebenbürtigen Nachfolger von „SexDotCom“.
WeiterlesenStarcks Stück
Autor Marcus Starck („SexDotCom“), soeben von einem Querfeldeintrip durch Australien auf einem alten Zündapp-Moped zurück und gleich wieder gegen Freund Ludger →stänkernd, welcher wiederum seinen gewaltfreien Tee trinkt, Autor Marcus Starck („SexDotCom“) also →sucht im Ausland nach übersetzten deutschen Büchern und fragt nach der Konkurrenzfähigkeit des deutschen Kriminalromans. Das kann ein höllischerer Trip werden als der zum Ayers Rock. Als das alte Knattermoped endgültig seinen Geist aufgab und Autor Marcus Starck („SexDotCom“) per Anhalter weiterfuhr. Demnächst in seinem neuen Krimi: „ZünDappPutt“.
Tiger Lou: The Loyal
Erst tourte er mit seinem letzten Album im Gepäck quer durch Europa. Aber kaum zurückgekehrt in seine skandinavische Heimat ging er mir Produzent Rolf Klinth in dessen Studio und begann mit der Arbeit am ‚Is My Head Still On?‘-Nachfolger ‚The Loyal‘. Nur bei drei Songs spielte er nicht Schlagzeug und nur bei einem Song waren zwei Gast-Gitarristen zugegen. Alles andere hat Tiger Lou alias Rasmus Kellermann selbst eingespielt.
WeiterlesenLloyd Bochner
Der kanadische Schauspieler stirbt 81jährig im kalifornischen Santa Monica an Krebs.
TV-Junkies, denen der Name nichts sagt, werden zumindest sein Gesicht kennen, denn Bochner spielte in zahlreichen Filmen und Fernsehserien. Er war Mitglied des „Syndikats“ mit geringer Lebenserwartung in Boormans Klassiker „Point Blank“, spielte an der Seite von Frank Sinatra in „Der Schnüffler“ und „Der Detektiv“, war der Commandant Leiter in „Kamofstern Galactica“ und Cecil Colby in der Serie „Denver“. Ausserdem hatte er EInzelauftritte in zahlreichen Serien von „The Twilight Zone“ über „Perry Mason“, „Solo für O.N.K.E.L.“, „Bonanza“, „Mission: Impossible“, „Hawaii Fünf-Null“ bis zu „Wer ist hier der Boss?“ und „Dr. Quinn, Ärztin aus Leidenschaft“.
Back in the saddle
… ist Marcus Starck. Nach einer abenteuerlichen Durchquerung Australiens auf dem Motorrad, bereit zu neuen Krimis. Wie schwierig es ist, in australischen Buchhandlungen „german crime fiction“ zu erwerben, schildert er in seinem →Blog. Kein Grund, jetzt unsererseits Garry Disher zu boykottieren.
Krimikultur – noch einmal Kommunikation

Ein paar ergänzende Anmerkungen zur Kommunikation, wie sie in einer funktionierenden Krimikultur stattfinden könnte. Mein letzter Freitagsessay hat, wenigstens einen Tag lang, wenigstens im kleinen, überschaubaren Kreis, eine hitzige, vielleicht auch richtungslose, ganz bestimmt aber notwendige Diskussion ausgelöst. Man kann auch sagen: Wir kommunizierten über Kommunikation und kommunizierten prächtig aneinander vorbei.
WeiterlesenThe Watson Twins: Southern Manners
Die Verschmelzung von Indie-Poprock auf der einen und traditionellem Folk und Country auf der anderen Seite bringt der Welt seit einigen Jahren eine ganze Reihe wundervoller Songs voller Intensität und Gefühlsdichte. Acht davon finden sich wieder auf der EP „Southern Manners“ der Zwillinge Chandra und Leigh Watson, die sich „The Watson Twins“ nennen.
WeiterlesenSo recht?
Also nochmal ans Cover von „Schwarzwaldau“ gesetzt. Den Hauskünstler Raphael kontaktiert. Jjjjjjaaaaa, sagt der und nimmt ein paar entscheidende Veränderungen am Dilettantenwerk vor. Und was sagt Chef Walter? Der ist grad nicht da, aber seinen Ausruf „Das gibt Augenkrebs!“ kennen wir hier alle zur Genüge.
WeiterlesenKrimikultur – noch einmal Kommunikation

Ein paar ergänzende Anmerkungen zur Kommunikation, wie sie in einer funktionierenden Krimikultur stattfinden könnte. Mein letzter Freitagsessay hat, wenigstens einen Tag lang, wenigstens im kleinen, überschaubaren Kreis, eine hitzige, vielleicht auch richtungslose, ganz bestimmt aber notwendige Diskussion ausgelöst. Man kann auch sagen: Wir kommunizierten über Kommunikation und kommunizierten prächtig aneinander vorbei.
WeiterlesenLive: Kimya Dawson u.a.
Bielefeld, Forum, 12.10.2005.
Die Forum Crew hatte den Raum für die kleine Bühne halbiert und so für ein gemütlich-überschaubares Setting gesorgt. Im Prinzip war ich nur wegen Kimya Dawson da und hatte leichte Bedenken, wie das denn live so werden würde, war aber guter Stimmung. So betraten denn auch meine etwas angeschlagene Begleitung und weitere antelefonierte Interessierte mit mir die Halle des Rock, in der ein höchst angenehmer Konzertreigen auf uns wartete.
WeiterlesenThe Tossers: The Valley Of The Shadow Of Death
Früher dachte man bei solcher Musik an The Pogues und The Dubliners, heute kommen einem Dropkick Murphys und Flogging Molly in den Sinn. Zieht man von den beiden letztgenannten den Punk-Spirit ab, landet man doch wieder bei The Pogues und letztendlich auch bei „The Valley Of The Shadow Of Death“.
WeiterlesenIll Nino: One Nation Underground
Respekt! Der Spagat zwischen Nu Metal, Metaledge und Thrash Metal ist Ill Nino gelungen. Das ständige Wechseln zwischen aggressivem Brüllen und melodischem Gesang ist ein großes Plus.
WeiterlesenNur zu warm für die Jahreszeit
Carl von Holteis Krimi „Schwarzwaldau“ ist immer wieder für eine Überraschung gut. Jetzt eben erst entdeckt: Das Ding ist besser als jeder Wetterbericht! Während draußen, Ende Oktober, die Sonne sommerlich scheint, lesen wir, dass Holtei auch diese Sensation souverän vorausgesehen hat. Ein Phänomen, der Mann!
WeiterlesenReginald Hill: Das Dorf der verschwundenen Kinder
Für alle, die bisher von Reginald Hills Krimikunst nur raunen hörten, bietet sich jetzt die preisgünstige Gelegenheit praktischen Nachvollziehens: 636 Seiten „Das Dorf der verschwundenen Kinder“ für 6 €.
636 Seiten? Das mag für manchen schon ein Haken bei der Sache sein. So ausführlich? Gar langweilig?