Deon Meyer: Tod im Morgengrauen

Wenn man heutzutage Südafrika betrachtet, vergisst man manchmal, wie weit das Land sich in den letzten 20 Jahren bewegt hat. „Tod bei Morgengrauen“ von Deon Meyer ist nicht nur ein spannender Krimi, sondern holt darüber hinaus ein Stück dieser Vergangenheit ins Gedächtnis zurück.

Anfangs handelt es sich „nur“ um einen brutalen Raubmord, bei dem ein zurückgezogen lebender Mann umkommt. Das Problem für die zurückgebliebene Freundin ist, dass auch sein Testament verschwunden ist und sie jeden Anspruch auf ihr gemeinsam erarbeitetes Vermögen verlieren wird, wenn das Testament nicht innerhalb von 7 Tagen dem Gericht vorgelegt werden kann. Privatdetektiv Zed van Heerden wird deshalb beauftragt es zu finden.

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Schule der Rezensenten -6-

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Lesen ist Arbeit. Schreiben ist Arbeit. Arbeit kann Spaß machen, muss aber nicht. Wer ein missratenes Buch liest und bespricht, hat keinen Spaß. Dann wird Arbeit ungeliebte Arbeit, aber sie muss nun einmal erledigt werden.

Der Verriss ist die Königsdisziplin des Rezensierens. Einige Autoren (merkwürdigerweise nur solche, die schon mindestens einen Verriss über sich ergehen lassen mussten), vermuten dahinter auch die einzige Freude des Rezensenten und nutzen den Verriss als Einfallstor in die finsteren Abgründe einer von Psychopathien aller Art beherrschten Kritikerseele.

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Oh!

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„Oh.“ Mehr hat sie nicht gesagt, die adrette Frau Andernach-Bietschüssel, bei der wir VHS-mäßig „Mit Blogs in 80 Tagen zum Millionär“ werden wollten, aber, weil das partout nicht zu klappen scheint, resolut unser Geld zurückgefordert haben. Kundenbindung! Tz! Reinfall! Schuss in den Ofen! Und die Dame sagt nur: „Oh“.
Aber schließlich sammelt sie sich, und wir können sie dazu überreden, sich unseren wunderbaren Blog anzuschauen. Und schon sagt sie wieder „oh“. Diesmal sind wir beunruhigt.

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Duck Soup: Duck Soup

Das ist einfach der pure Stoff – ein musikalisches „Bauernfrühstück“ ohne Geschmacksverstärker oder sonstige Zusatzstoffe. Dargeboten von drei Cracks der englischen Folkszene: dem Melodeon-Meister Dan Quinn, dem Multiinstrumentalisten Ian Kearey (Piano, Dobro, Bass etc.; Ex-OYSTERBAND) und Perkussionist Adam Bushell (ein Ass auf der Marimba). Der Bandname „Duck Soup“ bedeutet im übertragenen Sinne übrigens auch „Kinderspiel“.

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Wahlplots -6-

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Na, sowas! Unsere kleine Serie von Wahlplots schien abgeschlossen, zumal das Ereignis selbst mit einer derart bunten Plakate- und Parolenflut ante portas steht, dass selbst der flinkeste Schreiberling nicht mehr im Stande wäre, zwischen das Wählmichheute und das Wahlmorgen noch einen Krimi zu schieben. Denkste! Die Wirklichkeit war wieder einmal stranger then fiction. Lesen Sie jetzt also: UND EWIG GRÜSST DER BUNDESWAHLLEITER.

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Paula L. Woods: Inner City Blues

Der Blickwinkel in den Büchern von Paula L. Woods ist der Gegenentwurf zur Polizistenwelt des LA-Quartetts von James Ellroy: Schwarz und weiblich. Die Stadt der Engel (Los Angeles) steckt voller Rassenkonflikte und die berühmte Polizei der Stadt repräsentiert teilweise noch die Herrschaftsverhältnisse von gestern mit billiger Anmache und rassistischen Sprüchen – Beschwerde kaum möglich, denn kein Kollege würde anschließend mehr mit der Frau zusammenarbeiten.

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Schule der Rezensenten -5-

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Der Chirurg öffnet die Bauchdecke des Patienten, um den Zustand der inneren Organe zu untersuchen. Danach befinden sich im Körper des Patienten: ein Skalpell, das Glasauge des Chirurgen, ein dem Anästhesisten verlorengegangenes Hustenbonbon, ein Stückchen Mull und zwei Papiertaschentücher unbekannter Herkunft. Da der Patient über Schmerzen klagt, öffnet der Chirurg kurz darauf die Wunde noch einmal – und schreibt einen hochkompetenten Bericht über all die merkwürdigen Dinge, die er da gefunden hat und die er der ungesunden Lebensweise des Patienten anlastet.

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Schluss mit lustig

Aber sehen wir doch mal das Positive: Wenn die Deutschen sonst keine Sorgen haben als das Stammtischgezeter eines unter anal-retentiven Kontrollzwängen leidenden Laienpredigers, ist eigentlich alles in Ordnung mit diesem Land.

Denis Scheck über Platz 1 (Peter Hahne) der Top-10 der Spiegel-Sachbuchbestsellerliste: → Nüchtern durch mehr Saufen

Schule der Rezensenten -5-

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Der Chirurg öffnet die Bauchdecke des Patienten, um den Zustand der inneren Organe zu untersuchen. Danach befinden sich im Körper des Patienten: ein Skalpell, das Glasauge des Chirurgen, ein dem Anästhesisten verlorengegangenes Hustenbonbon, ein Stückchen Mull und zwei Papiertaschentücher unbekannter Herkunft. Da der Patient über Schmerzen klagt, öffnet der Chirurg kurz darauf die Wunde noch einmal – und schreibt einen hochkompetenten Bericht über all die merkwürdigen Dinge, die er da gefunden hat und die er der ungesunden Lebensweise des Patienten anlastet.

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