
Tyrone Davis
Der US-amerikanische „king of romantic Chicago soul“ („Can I Change My Mind“, „Turn Back the Hands of Time“) stirbt 66jährig in Chicago an den Folgen eines Schlaganfalls.
Ambulance Ltd.: LP
„Unsere Schublade ist, dass wir in keine Schublade passen“, sagt Benji Lysaght, Gitarrist der US-Band Ambulance Ltd. (übrigens: „El-ti-di“ ausgesprochen). „Wir wollen uns nicht selbst beschränken“, fügt Sänger/Gitarrist Marcus Congleton hinzu. Nun, das sind – Verzeihung – hohle Phrasen, wie wir sie täglich von Bands hören. Doch bei Ambulance Ltd. steckt ausnahmsweise mehr dahinter.
WeiterlesenRPWL: World Through My Eyes
Nach dem genialen Resteverwerter „Stock“ hatte ich ein bisschen gehofft, dass RPWL einen ähnlich großen Sprung machen wie von ihrem Debüt zu „Trying To Kiss The Sun“. Haben sie nicht, aber schlechter geworden ist das Quartett auch nicht.
WeiterlesenJimmy Smith
Der US-amerikanische Jazzorganist („Walk on the Wild Side“) stirbt 79jährig in Phoenix.
Keith Knudsen
Der langjährige Schlagzeuger der Doobie Brothers („Taking it to the Streets“, „Black Water“) stirbt in einem Krankenhaus in San Francisco 56jährig an den Folgen einer Lungenentzündung.
Akon: Trouble
Erstaunlich. Wie aus dem nichts taucht Akon auf, der jeden Song seines Debüts selbst geschrieben und produziert hat. Das zeugt von großem Selbstbewusstsein. Vielleicht liegt dies darin begründet, dass Aliaune Thiam, wie Akon im bürgerlichen Dasein heißt, Sohn eines begnadeten Jazz-Percussionisten ist.
WeiterlesenKurzbekenntnis eines Detektieflesers
Wie kommt ein normaler und (bis auf altersbedingte Ausfälle gewisser grauer Zellen) geistig auf der Höhe des Seins befindlicher Mensch dazu, pausenlos Krimis zu lesen? Nun denn, it’s a long story short told.
Ganz einfach: Ich kenne nur gute und schlechte Literatur. Ein guter Krimi steht damit theoretisch auf einer Stufe mit einem guten Nicht-Krimi, wie z.B. Vladimir Nabokovs „Lolita“ (das ja irgendwie auch ein Krimi ist) oder Arno Schmidts „Das Steinerne Herz“ (das gar gleich in mehrfacher Hinsicht ein Krimi ist, obwohl es der Autor nicht gerne gehört hätte).
WeiterlesenBellcrash: Suzume Park
Wenn dass keine Schotten oder Iren sind, die sich zu Beginn der CD kurz unterhalten, ich fresse einen Besen. Und tatsächlich: Mark Bell und Paul McMahon alias Bellcrash kommen aus Belfast. Ihr Debüt „Suzume Park“ ist eine mannigfaltige Bossanova-Headz-Funk/Soul-Erfahrung oberster Kategorie. Da hat der Arsch aber Kirmes, meine Damen und Herren. Keine Überraschung, dass sich ausgerechnet ein Indie aus Wien Bellcrash angenommen hat.
(8 Fritten)
Bellcrash: Suzume Park
Sunshine
The Thrills: Let’s Bottle Bohemia
In Großbritannien sind The Thrills bereits recht bekannt und durften zwei Mal bei „Top Of The Pops“ auftreten. Bei uns fristen sie weiterhin ein Insider-Dasein. Frontmann Conor Deasy führt das auf die Tatsache zurück, dass es schwer sei, gleichzeitig weltweit die Werbetrommel für ein Album zu rühren.
WeiterlesenSpock’s Beard: Octane
Oktan – da denkt man an Raubtiere, glänzende, wilde Pferde und mindestens SuperPlus. Aber außer, dass Spock’s Beard ihr achtes Album listenreich benannt haben, ist den Bärten diesmal nicht viel eingefallen. „Octane“ klingt wie Zweitaktermischung.
WeiterlesenTocotronic: Pure Vernunft darf niemals siegen
Früher war nicht alles besser. Da gehörten Tocotronic noch zur beliebten wie verhassten „Hamburger Schule“. Ergo zu den intellektuelleren deutschen Indierockern – wenn auch seinerzeit mit bescheidenem musikalischem Talent gesegnet und „einfachen, dahingerotzten“ Songs (O-Ton: Dirk Von Lowtzow). Mit den Jahren, zehn an der Zahl, haben sie dazugelernt.Auf ihrem neuen Werk, „Pure Vernunft Darf Niemals Siegen“, präsentieren sie edlen Pop, der mehr an Blumfeld erinnert, denn an naiv-nerviges Gitarrengeschrammel früherer Tage. Zum Edelpop servieren sie poetisch anmutende, politische Texte und eine stilvolle Verpackung: Zu den Höhepunkten gehören „Aber Hier Leben, Nein Danke“ und das Titelstück.
WeiterlesenMerle Kilgore
Der US-amerikanische Countrymusiker, Songschreiber (Co-Autor von „Ring of Fire“) und Manager von Hank Williams jr. stirbt 70jährig in einem Krankenhaus in Mexiko.
Her mit der Wurst
Einrichtungsideen für die Vegetarier unter den Hinternet-Mitarbeitern: Wurstteppich. [via Mehrzweckbeutel]
Mögliches Missverständnis
Die RIAA arbeitet weiter hart an ihrem guten Ruf: US-Musikindustrie hat Verstorbene des Dateitauschs bezichtigt
Fremde Worte
Mein Lieblingszitat aus einer Sendung des Deutschlandradios über Giuseppe Tomasi di Lampedusas neu übersetzten Roman „Der Gattopardo“ (formerly known as „Der Leopard“):
Die Vorliebe für Fremdwörter wirkt mitunter etwas technizistisch…
Bellcrash: Suzume Park
Wenn dass keine Schotten oder Iren sind, die sich zu Beginn der CD kurz unterhalten, ich fresse einen Besen. Und tatsächlich: Mark Bell und Paul McMahon alias Bellcrash kommen aus Belfast.
WeiterlesenJungfräuliche Katastrophe
Kurt Beck, ebenfalls Ministerpräsident, kreischt „Aufklärung! Aufklärung! Aufklärung!“ Man muss kein Bildungsbürger sein, um bei Aufklärung eher an Voltaire zu denken als an einen Sozialdemokraten aus der Pfalz, der auch mal in die Schlagzeilen möchte.
Wiglaf Droste in der taz: ↑Der lustige Schiedsrichterskandal und die Verbissenheit der Unterhaltungsbranche
Night of the Living Dead
George Romero wird heute 65. HipHipHurra!
Zur Feier des Tages sei noch einmal daran erinnert, dass die Copyrightrechte für seinen Zombie-Klassiker vor Kurzem abgelaufen sind und man den Film jetzt als public domain beim Internet-Archiv archive.org herunterladen kann.
Link: Night of the Living Dead-Downloadseite.
Zur Auswahl stehen die Formate MPEG1 (622MB), MPEG2 (4.1GB!) und MPEG4 (249MB).
Parental Advisory
Die Hip-Hop-Szene in den USA sieht sich durch die angekündigte neue Jugendpolitik des US-amerikanischen Präsidenten bedroht: Präsident Bush vs. Hip Hop [Netzeitung]. Zitat:
Vizepräsident Dick Cheneys Frau Lynne zeichnet mit dafür verantwortlich, dass Musik-Alben, in deren Texten Schimpfwörter vorkommen, mit einem Warn-Aufkleber für Eltern versehen werden müssen, das berühmte «parental advisory».
Bei allem reflexartigen Draufschlagen auf Bush & co. sollte nicht vergessen werden, dass für diesen Aufkleber (ohne den sich ja kaum noch eine Hip-Hop-Platte verkaufen läßt) Tipper Gore mit verantwortlich war, die Gattin des ach so liberalen und aufregenden Al Gore.