Wer auf der Suche nach moderner, skandinavischer Folklore ist, kann seine Augen vertrauensvoll zum Kölner Label Westpark Music richten und dort mit schöner Regelmäßigkeit die Perlen aufsammeln. Wer mit den Klängen von Väsen oder Kalabra was anfangen kann, wird Ranarim direkt ins Herz schließen.
WeiterlesenMo’Horizons: …And The New Bohemian Freedom
Der Sommer geht. Schade drum. Das heißt jedoch noch nicht, dass wir die Sonne nicht mehr in unserem Herzen (oder unserem Ohr) tragen dürfen. Da gibt es bekanntlich noch Mo’Horizons, die uns mit ihrer dritten Scheibe ihre Aufwartung machen.
WeiterlesenMars Galliculus: Remotivate
Er ist zurück! Marcel H. heißt jetzt Mars Galliculus und beschert der Welt sein zweites Soloalbum. Nachdem die fast fertigen Songs längere Zeit eingemottet waren, kam zum zweiten Mal die Remotivation und brachte dieses knapp einstündige Werk hervor.
WeiterlesenGlasseater: Everything Is Beautiful When You Don’t Look Down
Eine ungewöhnliche Mischung ist das, was uns das südkalifornische Quintett Glasseater auftischt. Sie haben tatsächlich den Mut, melodischen Punkrock mit (im weitesten Sinne) Metal Edge zu verbinden. Sie wurden bereits mit No Use For A Name und Face To Face (allerdings mit „bigger balls“!) verglichen. James Wisner hat „Everything Is Beautiful…“ produziert und all die verschiedenen Färbungen – von melodischem Gesang bis zur Brüllattacke, von atmosphärischen bis hin zu gewaltig-massiven Schnellfeuer-Riff-Attacken – verknüpft.
WeiterlesenDido: Life For Rent

An Dido seit Erscheinen ihres Debütalbums „No Angel“ vorbeizukommen, war fast unmöglich. Trotz ihrer Omnipräsenz in Wort und Bild war ich auf das neue Album wirklich gespannt. Auch wenn „Life For Rent“ im wesentlichen die bekannten Trademarks nochmal aufkocht, ist die neue Platte ein angenehmer Ohrenschmaus.
WeiterlesenStephen Duffy & Lilac Time – Keep Going
Stephen Duffy? Genau: „Tin Tin“, früher Mitglied bei Duran Duran und mit „Kiss Me“ wahrscheinlich der einzige Hit. Die Schatten der Vergangenheit hat er hinter sich gelassen und präsentiert mit seiner Combo The Lilac Time ur-britische Songwriter-Kunst. Wer Roddy Frame oder Divine Comedy mag, kann mal sein Ohr für „Keep Going“ schon mal öffnen. Ganz große Nummern wie „So Far Away“ sind zwar etwas selten, aber Stephen Duffy überrascht mit einem zeitlosen, sympathischen Popalbum, das auf Dauer leider ein bisschen langweilig ausgefallen ist.
Death Cab For Cutie: Transatlanticism

Das Album „Transatlanticism“ ist ein „Grower“. Es wächst mit jedem Hören, es wächst über sich hinaus und es wächst dir ans Herz.
Auch, wenn es in jeder Kritik steht, es lässt sich vieles damit erklären: Marcus Wiebusch (Kettcar) und Thees Uhlmann (Tomte) sind die Köpfe des Hamburger Labels Grand Hotel van Cleef und wenn man weiß, dass Marcus mit seinem inzwischen stillgelegten Label B.A. Records die Weakerthans nach Deutschland holte, weiß man auch, warum Death Cab For Cutie auf GHVC willkommen waren.
Materialien gegen die Sauberkeit des Rezensenten -1-
(In loser Folge, aus aktuellem Anlass: Einblicke in den Alltag, fernab von theoretischer Moraldiskussion. So isses halt und nicht anders.)
Ich gründe demnächst ein Kleinverlag in Saarbrücken. Nur Krimis. Natürlich bin ich finanziell klamm und starte mit einem einzigen Titel, aus taktischen Gründen wird es ein Saarland-Krimi sein. Kohle für PR hab ich nicht. Ich schicke eine Palette Rezensionsexemplare hinaus in die große weite Welt von Spiegel, Zeit, taz und Stern, aber eigentlich weiß ich: verschwendete Mühe, verschwendetes Geld.
WeiterlesenBoysnightout: Make Yourself Sick
Irgendwann haben sich alle Genres die Hörner abgestoßen, man hat seine Favoriten eingesammelt und wenn niemand die Schubladenkruste aufbricht, haben es Nachkömmlinge extrem schwer. Boysnightout aus Kanada surfen an den bekannten Emo-Größen vorbei und schaffen es relativ zielsicher, ihren Vorbildern ein bisschen Gischt in die Augen zu spritzen. Gute Songs sind schon da, wenn jetzt noch die Eigenständigkeit mit aufs Brett kommt, könnte für Boysnightout nach oben noch eine Menge drin sein.
(7 Fritten)
Boysnightout: Make Yourself Sick
(Ferret)
Harmful: Sanguine
Manchmal durchzuckt mich dieses musik-patriotische Gefühl, dass es seit einigen Jahren wieder zunehmend gute Musik aus Deutschland gibt. Speziell im Rocksektor haben die Musiker hierzulande extrem aufgeholt und müssen nicht mehr fürchten, international belächelt zu werden. Ganz aktuell haben Harmful mit ihrem fünften Longplayer „Sanguine“ diesen Quantensprung geschafft und reihen sich locker in die großen Namen des Alternative-Rock ein.
WeiterlesenCrowfish: Requiem For A Broken Heart
Der Pop-Punk der bulgarischen Band Crowfish hört sich mehr nach Progrock an als nach irgendetwas anderem. Die Jungs aus Varna haben beim Komponieren etwas zu sehr auf ihren Kopf denn ihren Bauch gehört. Zu kalt und künstlich sind die Songs. So als wollten Dream Theater eine beliebige Emo-Pop-Band covern. Es fällt daher schwer, mit „Requiem For A Broken Heart“ warm zu werden.
(4 Fritten)
Crowfish: Requiem For A Broken Heart
(Freecore/Alive AG)
The Fire Theft: s/t
Mit Jeremy Enigk, William Goldsmith plus Nate Mendel ist mit The Fire Theft der Kern von Sunny Day Real Estate zurückgekehrt. „The Fire Theft“ macht den Hörer fassungslos – die einen vor Entsetzen, die anderen vor Erstaunen. Die Argumente für oder gegen das Album sind die gleichen: große Emotionen, weit reichende Spannungsbögen, versponnene Instrumentalspielereien und ein unüberhörbarer Hang zum 70er Jahre Art-Rock.
WeiterlesenRotes Haus: 73,29 minutes to save the world
Eine bunte Anzeigenkampagne weckte diesen Herbst Interesse am potenziellen „next big thing“: modern, international, hip und engagiert. „Rotes Haus“ enttäuschen diese Erwartungen. Der Hamburger Elektropoprock erinnert immer wieder stark an Chumbawamba und eine gewollte aber nicht gekonnte dünne Asian Dub Foundation-Kopie. Dazu kommt nicht besonders ausdrucksstarker Gesang, lethargischer Sprechgesang und ein paar eckig-holprige Raps.
WeiterlesenOjo Rojo: Tunes From The Way Out
Der erste Eindruck täuscht. Es ist druckvoller Stoner Rock, wie er aus deutschen Landen selten an unsere Ohren dringt. Doch gegen Ende des Albums stellt sich langsam aber sicher Eintönigkeit ein. Vielleicht nur ein erster Versuch mit Aussicht auf Besserung. Vielleicht auch weniger. Abwarten.
(5 Fritten)
Ojo Rojo: Tunes From The Way Out
(Swellcreek/Soulfood)
Dieter Bohlen – Hinter den Kulissen
Na, das wollen doch alle: hinter die Kulissen schauen. Und – soviel ist klar: hier wird hinter die Kulissen geschaut. Lauter Geschichten aus dem Showbiz, von Schönen und Reichen. Von Sternchen und Ludern, von Schlagerstars und Hollywood-Diven, von Musikproduzenten und Wirtschaftsbossen… Ach, es ist eine Fundgrube für Klatsch-Fans. So, wie man´s erwarten durfte.
Das Wichtigste wissen wir eh schon: Thomas Anders ist böse, Hartmut Engler nervig, die Superstars intrigant. Und wenn nicht, hätten wir´s uns eh gedacht. Oder glauben´s auch jetzt nicht.
WeiterlesenRage: Soundchaser
Ein Deutscher, ein Russe und ein Amerikaner – so fing in den 1980er Jahren wahrscheinlich jeder zweite Witz an. Das Trio Rage ist alles andere als das und zeigt mit dem neuen Album, dass Peavy Wagner, Victor Smolski und Mike Terrana immer mehr zu einer Einheit verschmelzen.
WeiterlesenStoppok: Bla-Bla Nonstop

Ich geb’s zu – ich musste Stefan Stoppok erst live sehen, um mich mit seinem Werk nochmal intensiver zu beschäftigen. Ich hab‘ ihn irgendwann mal in die Schublade „Ruhrpott-Knödler“ gelegt und ihn dort fälschlicherweise nicht mehr raus gelassen. Asche auf mein Haupt, zuerst hat mich sein akustischer Auftritt bei den Acoustic Stories II überzeugt, danach sein vor kurzem erschienenes Album „Bla-Bla Nonstop“.
WeiterlesenNice One: The Comprehensive Guide to the Worldwide Vinyl Recordings of the Small Faces
Ohne ein Mindestmaß an Besessenheit kämen solche Liebhaberstücke sicher nicht zu Stande. Ich hatte keine Ahnung, dass von einer zwar legendären Truppe wie den SMALL FACES, die jedoch nur mal gut vier Jahre existierte (1965-1969), derart viele Platten in unterschiedlichen Versionen und Aufmachungen in aller Welt erschienen.
WeiterlesenDie Top Ten vom 29.9.2003
10 Scooter “Maria (I like it loud)”
Bei Scooter hat man immer was zu lachen. Und das funktioniert mit und ohne Video. Mal ehrlich, das ist doch ´ne Peinlichkeitsshow mit Rhythmusmaschine. Und blonden Haaren. Aber die Leut´ scheinen es zu mögen. Der Rhythmus ist nicht zu subtil. Und, naja, wahrscheinlich isses doch ein bisschen selbstironisch, das Ganze. Eigentlich symphathisch.
WeiterlesenPennywise: From The Ashes
Wenn es eine Band gibt, von der man keine Innovation erwarten darf, dann ist das sicherlich Pennywise. Die alten Recken prügeln auch auf „From The Ashes“ in munterer Punkmanier ihre Hymnen unters Volk. Dass man ihnen die Stagnation nicht übel nimmt, liegt zum einen daran, dass sie immer noch riesige Nummern schreiben („Falling Down“, „Judgement Day“), zum anderen aber auch an der Ambition, mit der das Quartett nachdrücklich am Hirn des Hörer rüttelt.
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