Wer mit Ministry Of Sound nur Dance, Techno und House verbindet, der liegt dieses Mal völlig falsch. Die Musik von Bent ist in etwa vergleichbar mit der von Air. Allerdings nicht der aktuellen Ausgabe des französischen Duos, das es nunmehr mit Progrock probiert, sondern den Air zu Zeiten von „Moon Safari“.
WeiterlesenSunday Driver: A Letter To Bryson City
In der Nähe von Bryson City nahmen Sunday Driver den Nachfolger ihrer in unseren Breitengraden eher unbekannten Debüt-EP „Third Place Prize“ auf. Die erschien bei dem Emo/Punkrock-Label Doghouse und enthielt fünf Songs. Von denen ist keiner auf ihrem ersten Album (in Deutschland von dem neugegründeten Label Make My Day lizenziert) gelandet. Wahrscheinlich liegt das daran, dass das Quartett um Frontmann Alex Martinez einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat.
WeiterlesenKaren Matheson: Time To Fall
Karen Matheson ist die Stimme von Capercaillie und obwohl sie auf ihrem zweiten Soloalbum den Folkrahmen nicht verlässt, bewegt sie sich deutlich von den atmosphärischen Klangwelten ihrer Stammband weg. „Time To Fall“ ist über weite Strecken sehr klar und transparent und erinnert auf der einen Seite an Acts wie Mary Black, verschließt sich aber auch nicht vor neuen Einflüssen.
WeiterlesenReno: Thinking About The Good Times
Der Gitarrenlauf, der zu Beginn des Openers „Pretty“ erschallt, ist – ganz banal gesagt – faszinierend. Der Name ist jedenfalls Programm. Dezente Trompetenklänge, der immergleiche Gitarrenlauf, die Stimme, die ständig „I wish everybody would be…“ säuselt…
WeiterlesenInMe: Overgrown Eden
Während sie hierzulande noch unbekannt sind, haben InMe in ihrer Heimat Großbritannien schon einiges dafür getan, bald zu den bekannteren britischen Gitarrenbands gezählt zu werden. Sie tourten bereits im Vorprogramm von Hundred Reasons, JJ72, Feeder und Puddle Of Mud und durften just eine eigene Headlinertour durchs Königreich bestreiten.
WeiterlesenBlind Guardian: Live
„Live“ bringt es mal wieder an den Tag – die Jungs von Blind Guardian sind Rampensäue. Obwohl sie im Studio eine Spur über die andere shiften, kommen ihre hymnischen Epen auch in klassischer Bandbesetzung straight von der Bühne. Eventuell vorhandene Chorparts werden lautstark und schräg vom Publikum übernommen und alles andere macht die gute, alte Spiellaune.
WeiterlesenDave Gahan: Paper Monsters
Kurz nach Martin L. Gore zieht jetzt Depeche Mode Sänger Dave Gahan mit einem Soloalbum nach. Während sich Martin L. Gore als Songwriter auf seinen Soloalben nur an Coverversionen vergreift, präsentiert Dave Gahan auf „Paper Monsters“ ausschließlich (und erstmalig) eigene Kompositionen und Texte.
WeiterlesenEmo: This Is My Home
Obacht, dieses Projekt hat rein gar nichts mir Emorock beziehungsweise Emocore am Hut. Emo ist Emil Jonathan Soeggard, ein dänischer MC und Musiker, der sein musikalisches Dasein ganz dem Dub gewidmet hat. Als Teenager war er Mitglied einer Jazzband. Bis er irgendwann gänzlich dem jamaikanischen Flair verfiel und Sly & Robbie und King Tubby für sich entdeckte.
WeiterlesenBruce Cockburn: You’ve Never Seen Everything

Rund 33 Jahre nach seinem Debüt und 26 Alben später fliegt der Kanadier Bruce Cockburn immer noch schneller als der Dämon Stagnation. Unermüdlich lotet er die Grenzen seines Tätigkeitsbereiches aus und lässt in seinen Polit-Folk immer neue Anregungen einfließen. „You’ve Never Seen Everything“ ist ein verhältnismäßig jazziges Album geworden und vom Songwriting um einiges klassischer als der Vorgänger „Breakfast In New Orleans, Dinner In Timbuktu“.
WeiterlesenCarl Carlton And The Songdogs: Love & Respect
Ein Ostfriese ging nach Holland. Klingt eher wie der Beginn eines Schwanks von Knut Kiesewetter als wie die Erfolgsgeschichte eines Rock’n’Rollers. Carl Carlton tritt jetzt mit „Love & Respect“ zum zweiten Mal aus dem Schatten derer, die er sonst mit seiner eindrucksvollen Gitarrenarbeit unterstützt. Wie der Vorgänger „Revolution Avenue“ fest in der Tradition verwurzelt, streckt sich das neue Werk ein kleines bisschen mehr in Richtung Innovation.
WeiterlesenBridge & Tunnel: The Great Outdoors
Tiefer gestimmte Gitarren im Einklang mit einem schleppenden Schlagzeug, obendrein ein paar Piano-Akkorde und Samples. „Don’t Die Ashamed“ präsentiert eine düstere und spannungsgeladene Mischung. Etwas anders ist „Terrible Things“. Die Stimmung bleibt zwar, aber die E-Gitarre wurde durch eine Akustische eingetauscht. Hier steht nämlich der singende Songschreiber im Vordergrund.
WeiterlesenBrassy: Getting Wise

Muffin Spencer ist die Schwester von Jon. Dem mit der Blues Explosion. Das Debütalbum ihrer Band erinnerte an Bosshog-meets-Beck. Die Berliner „taz“ schrieb nach der Veröffentlichung: „Wo Sonic Youth in der Elektronik nach Verunsicherung suchen, dienen die Techniken aus dem HipHop bei Brassy allein dazu, ihren Poprock an die Neuzeit anzudocken“. Das ist drei Jahre her. Seitdem war es still um die Band. Man musste befürchten, Brassy hätten das Zeitliche gesegnet. Doch siehe da: Es gibt sie noch.
WeiterlesenFu Manchu: Go For It…Live!

Scott Hill und seine Mannen haben zwar die Haare ab, der verstrahlte Eindruck hat sich dadurch nicht verflüchtigt. Die vier kalifornischen Rocker legen jetzt ein Doppel-Live-Album vor, das locker beweist, dass man alles richtig machen kann, selbst wenn man einen blöden Bandnamen hat und nur über Autos, Surfen und Raumschiffe singt.
WeiterlesenFirebird: No. 3
Früher sagte man „Kiffermusik“ – und jeder wusste Bescheid: Verrauchte Gitarrensounds mit Deep Purple-Orgel und dem hippiesken Schütteln der Hüften. Heute kann „Kiffermusik“ alles sein, für Firebird muss aber die alte Definition herhalten. Lediglich die klare, fast schon hohe Stimme von Bandleader Bill Steer? rückt Firebird aus der Liga der üblichen Verdächtigen raus. Fast schon selbstverständlich, dass „No 3“ in Schweden aufgenommen wurde und erstklassig nach Retro klingt.
WeiterlesenMusikbücher IX
Erfreulich. Zur Zeit werde ich mit deutschen Produkten aus der großen Familie Rockliteratur beinahe zugeworfen. Und weil ich manchmal bei all dem Beschuss mal zurück schießen muss, gibt’s hier eine Auswahl besonders lesenswerter Neuerscheinungen.
WeiterlesenLive: t.A.T.U.
Saarbrücken, Saarlandhalle. 27.5.2003
Es gab Journalisten, die tatsächlich überrascht waren, dass tATu die angekündigte Pressekonferenz platzen ließen. (Den Weg zum Raum nicht gefunden, weil kein Ortskundiger vorweg lief, so die offizielle Begründung.) Es gab auch welche, die sich über das dünne Programm echauffierten. Und es gab welche, die hinterher verbreiteten, es sei alles Playback gewesen.
WeiterlesenTower Of Power: Oakland Zone
Wenn’s warm ist, muss man schonmal das Gebläse aufdrehen. Schade, wenn dann nur ein laues Lüftchen rauskommt. Tower Of Power sind mit Sicherheit der Inbegriff eines „Gebläses“, aber die alten Recken garen mit ihrem neuem Album nur ihren Legendenstatus. Wirklich cool ist hier nix, zu sehr parkt die Band auf dem Parkplatz der Routine und der technischen Finesse. Also – alles ein bisschen langweilig.
(5 Fritten)
Tower Of Power: Oakland Zone
(SPV)
Steve Skaith Band: Mexile
Als Latin Quarter Fan hat man in den letzten Jahren nicht gerade Freude gehabt. Nach einer Auflösung, einer Reunion, zwei überragenden Alben stand die nächste Auflösung ins Haus. Jetzt hat sich Sänger Steve Skaith aus dem Exil in Mexiko zurückgemeldet und veröffentlicht mit „Mexile“ ein Album mit drei alten Latin Quarter Songs und acht neuen Tracks.
WeiterlesenMike Tramp: More To Life Than This
Mike Tramp parkt auf dem Stilparkplatz direkt neben Bon Jovi. Während sich diese aus der Stretchlimo heben, um auf Hitsuche zu gehen, rappelt sich Mike Tramp aus einem verbeulten Van und stöpselt direkt die Gitarre ein. Unglaublich, wie jemand, der so nah an Bon Jovi steht, so frisch klingen kann.
WeiterlesenLogh: The Raging Sun
Es gibt ja diesen schlechten Witz, dass Alzheimer-Patienten immer neue Leute kennenlernen. Dann wäre „The Raging Sun“ ein Alzheimer-Album – man lernt nämlich immer neue Songs kennen. Obwohl melodisch und nachvollziehbar, sind die Songs schneller aus dem Gehörgang raus als man die Stopp-Taste drücken kann.
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