Always Outnumbered: When Potential Outweighs Ability

Kennste eine – kennste alle. Diese Weisheit scheint sich gerade bei Emo-Bands immer mehr zu manifestieren. Außer einer Handvoll großer Namen gibt es eine unzählige Menge von kleinen Bands, die mit nahezu identischen Sounds und Songs versuchen, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Das blutjunge Quintett Always Outnumbered sticht mit seiner sieben-Track-EP positiv aus dem Einerlei heraus.

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3582: The Living Soul

Ein wirklich seltsamer Bandname. Allerdings sollte man sich von dem nicht abschrecken lassen. Insbesondere Underground-HipHop-Headz nicht. Die Nummer 35 trägt nämlich Fat Jon, dessen Spitzname The Ample Soul Physican ist und der bei 5 Deez rappt, und die 82 gehört einzig und allein J. Rawls (Spitzname: The Living Vibe) von den Lone Catalysts, deren 2001er Debüt-Album „Hip Hop“ von vielen Kritikern in ihre Herzen geschlossen wurde.

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Tierra Santa: Sangre De Reyes

Zu Beginn ein paar Bands, von denen Tierra Santa ganz sicher nicht beeinflusst sind: Limp Bizkit, Korn, Machine Head. Hier ein paar Namen, von denen Tierra Santa ganz sicher beeinflusst sind: Iron Maiden, Iron Maiden, Iron Maiden. OK, vielleicht ist noch ein bisschen Judas Priest dabei, aber man hört überdeutlich, dass die Vorbilder der fünf Spanier in der New Wave Of British Heavy Metal zu finden sind.

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Peter Stuart: Propeller

Passiert ja nicht allzu oft, dass man MTV und Konsorten einschaltet und mit einer Band konfrontiert wird, die man nicht kennt, aber sofort gut findet. Seinerzeit passiert bei Dog’s Eye View mit ihrem US-Hit „Everything Falls Apart“. Peter Stuart, Kopf und Sänger der Band, meldet sich jetzt mit charismatischer Stimme wieder zurück. Dass seine musikalische Laufbahn eng mit Adam Duritz von den Counting Crows verwebt ist, überrascht nicht wirklich. Sowohl die Stimmen als auch die musikalischen Klangfarben, in denen beide malen, sind ähnlich.

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Live: Brian Wilson

Congress Centrum Hamburg 22.1.2002

Ein Konzert, das schon Wochen im Voraus meine Gedanken beherrschte. Brian Wilson, der legendäre Beach Boys-Komponist, auf Solo-Tournee: Das gibt es überhaupt erst seit drei Jahren, und bisher niemals in Europa. Sollte ich meine Fantasie freien Lauf lassen und von einem magischen Konzert-Ereignis träumen, oder die Erwartungen niedrig halten und das einfach als Gelegenheit für schöne Nostalgie sehen? Ein Freund in Los Angeles, der Brians Pet-Sounds-mit-Orchestra-Konzert September 2000 im Hollywood Bowl sah, meinte, ich sollte mich ruhig auf etwas Besonderes gefasst machen. Solche Aussagen sind für mich aber gefährlich, und schon zwei Wochen vor dem Konzert konnte ich an nichts anderes denken, sosehr habe ich mich gefreut – meine Arbeit war futsch und mein Sozialleben (ah, das nur) hintan gestellt.

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Absolut Schlegel

Die Frau war müde und ungesellig. Der Bummel über die Kunstmesse hatte sie angestrengt. Das Päuschen in der Sitzecke würde gut tun. Von einer Lesung stand nichts im Programm. Die startete der junge Mann auf eigene Faust. Das unwirsche „Nein danke“ erwiderte er mit einem fröhlichen „Los geht´s“ und fing an zu lesen. Aus einem Comic-Band.

Als TV-Provokateur im Außendienst hatte Tobi Schlegl seine besten Momente. Das Format war bei Hape Kerkeling geklaut und vereinfacht worden. Und das Viva-Milchgesicht Schlegl – beliebte Zielscheibe von „Kalkofes Mattscheibe“ – zeigte ungeahnte Fähigkeiten: als Improvisationstalent im Anarcho-Nahkampf.

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Meldrum: Loaded Mental Cannon

Die Gitarristin und Namensgeberin der Combo Michelle Meldrum war früher bei dem Heavy-Damenvierer Phantom Blue, ist außerdem die Ehefrau von ex-Europe Gitarrist John Norum und stellt jetzt mit „Loaded Mental Cannon“ das Debütalbum ihrer neuen Band vor. Zum reinen Mädels-Quartett hat’s diesmal nicht gereicht, hinter den Drums sitzt ein Kerl. Obwohl sich die Combo unheimlich Mühe gibt, so bitchy wie möglich rüberzukommen, lenken weder Aussehen noch Oberweite komplett von der Musik ab. Am auffälligsten ist die Wandlungsfähigkeit von Sängerin Moa Holmsten, die in dem aggressiven Opener „The Story Of Junk“ losröhrt bis zum Geht-nicht-mehr um später bei „Feeding The Hope“ ihre weiche, melodische Seite zu zeigen.

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Michael Hedges: Beyond Boundaries

Der 1997 verstorbene Gitarrist pendelt, wie die meisten Instrumentalisten, zwischen phantasievollen Kompositionen und willenlosem Gezupfe. Obwohl Michael Hedges immer in die New Age Ecke gedrängt wird, sind seine CDs nicht so entrückt, wie die Plakette vermuten lässt. „Beyond Boundaries“ versammelt 19 Stücke von seinem ersten Album „Breakfast in The Field“ (1981) bis zu seinem letzten Werk „Torched“ (das erst 1998 nach seinem Tod erschien).

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