Mogwai: My Father My King

This is what happens when you read too much NME: Oh my god! This is breathtaking. After weeks of speculation, the new e.p. of Glasgow’s finest rock missionaries arrived. Just one song, but running for over 20 minutes. That’s a challenge, ladies and gentlemen. But not if you are – as I am – totally addicted to the one and only Mogwai sound. I’ve never heard anything like this before.

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Cybele: Interactive Playground

Norwegisches Quartett mit einer unterhaltsamen Mischung aus Wave, Rock, Gothic und Folk. Leider ist die Band kompositorisch noch etwas schwach auf der Brust, ansonsten klappt’s recht gut. Hilde Wahl hat eine einprägsame und wandelbare Stimme und die Arrangements überraschen mit einer Mischung aus elektronischen und akustischen Einflüssen. Mainstream meets Underground.

(5 Fritten)

Cybele: Interactive Playground
Voices Of Wonder/Indigo

Untitled

Der Genuss von einigen natürlich gewachsenen Pflanzen soll ja eine gewisse Gleichgültigkeit verursachen. Gepaart mit dem dazu passenden Genre Stoner-Rock ist das eigentlich auch der Zustand, mit dem man „Driven“ hört. Nicht gut genug, um die Götter vom Thron zu stoßen, aber zu gut, um unter den Tisch zu fallen. Geht gut rein und hat mit „World Without End“ einen echten Killer am Start.

(6 Fritten)

Solarized: Driven
People Like You

Earl Scruggs And Friends: s/t

Was mit Santana geklappt hat, muss doch auch mit einem nicht mehr ganz taufrischen Banjo-Spieler funktionieren. Das scheinen sich die Labelstrategen gedacht zu haben, als sie jetzt den fast schon legendären Fingerpicker Earl Scruggs nach 17 Jahren wieder ausgegraben haben. Gemeinsam mit Big Names wie Elton John, Sting, John Fogerty oder Don Henley pluckert sich das Banjo durch zwölf Songs.

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Ian McNabb: Waifs & Strays

Ian McNabb (ex-Icicle Works) ist ein superber Komponist und hat eine absolut einprägsame Stimme. Trotz allem schafft er es immer wieder, seine Alben ungefähr zur Hälfte an die Wand zu fahren. Oft etwas unentschlossen, zu überproduziert und glatt, nudelt er ursprünglich gute Songs zu Tode. Dass er zu Ecken und Kanten fähig ist, beweist „Waifs & Strays“: Eine Sammlung von 14 Demos, Session-Outtakes und allerlei anderer Kuriositäten, die den Musiker von seiner rohen Seite zeigen.

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Refluxus (5)

Oh, das hab‘ ich nicht gewusst

Ein Richter aus Essen verklagt den Coca Cola-Konzern, weil er bei den Brauseherstellern die Mitschuldigen für seine Diabetes sieht. Sicherheitshalber hat er Master-Foods, die Hersteller von Snickers und Mars, gleich mit verklagt. Ja, man muss schon Mitleid haben mit diesem armen Mann. Es grenzt auch fast an eine Unverschämtheit, dass Coca Cola den Warnhinweis auf den Flaschen vergessen hat. Es hat mich total überrascht, dass in Coca Cola tatsächlich Zucker drin ist. Zur Hölle mit der Selbstverantwortung – lasst uns klagen gegen Gott und die Welt! Gegen den Schöpfer, weil er vergessen hat, auf die doch sehr schwierige Spezies „Frau“ einen Warnhinweis zu kleben und gegen die Welt, weil bei Schnellrestaurants der Kaffee einfach zu heiß ist. Dass ein Junkie neulich seinen Dealer verklagen wollte, weil der vergessen hatte, ihm zu sagen, dass Heroin nicht nur Spaß macht, ist noch ein Gerücht – noch…

Timeless (Tribute To Hank Williams)

Hank Williams war ein ganz Großer der Country Musik und eine wichtige Quelle der Inspiration für Bob Dylan und Jerry Lee Lewis sowie seinen Sohn Hank Williams Jr. und seinen Enkel Hank Williams III, die beide die Country-Tradition ihres Vorbildes fortführten. Hank Williams wurde am 17. September 1923 in Garland, Alabama, geboren und am Neujahrstag 1953 tot auf dem Rücksitz seines Wagens gefunden. Die Besten sterben jung und spektakulär. Es war eine Mischung aus Spirituosen und Morphium, die den Country-Zögling ins Jenseits beförderte. Somit hatte seine letzte Single „I’ll Never Get Out Of This World Alive“, erschienen im Dezember 1952, rasch an Wahrheitsgehalt zugenommen.

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V.A.: Kill Karneval Kill

Ein Album gegen den Teil der Spaßkultur, der wie jedes Jahr am 11. November um 11.11 Uhr Saisoneröffnung feiert. Es heißt in „Kill Karneval Kill Kill“ von Reverend Jürgen Und Igor: „Wenn ich die Karnevalsfaschisten in Reih und Glied stehen sehe, dann muss ich zur Toilette gehen…“. Soll das heißen, Karnevalisten haben mit ihrem gruppenzwanghaften Getue faschistoide Züge, nur weil sie auf Befehl klatschen, lachen und toben? Diesen Gedankengang kann ich nicht nachvollziehen.

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Michael Schenker Group: Be Aware Of Scorpions

Auch wenn der Albumtitel saublöd ist, ein gutes Album ist doch dabei herausgekommen. Chef-Egozentriker, Tour-Verlasser und Sänger-Rausschmeißer Michael Schenker demonstriert hier 13 mal die Kraft von einprägsamen Melodien und gut abgehangenen Gitarrenriffs. Hard-Rock hat man da früher dazu gesagt, und mit Sänger Chris Logan strapaziert hier auch einer seine Stimmbänder, der in dieses Genre wunderbar passt.

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Pulp: We Love Life

Einfach wunderschön. Pulp machen mit ihrem lebensbejahenden Neuling „We Love Life“ den Bombast-Briten Spiritualized mächtig Konkurrenz bei der Beantwortung der Frage, wer denn nun das komplexeste, ausuferndste Album der letzten Monate geschrieben hat. Ich bin baff, bin begeistert, bin wie elektrisiert und horche nun schon zum achten Mal hintereinander ganz gespannt dem, was der Un-Popstar Jarvis Cocker mit seinen Mannen vollbracht hat. Mogwai werden sich freuen, wenn sie diesem Album eine Chance geben. Freunde der Tindersticks könnten auch Gefallen daran finden („The Trees“). Nicht zu vergessen die von Arab Strap. Großbritannien verpackt in ein grandioses Werk.

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Powergod: Bleed For The Gods – That’s Metal-Lesson I

Sagen blödsinnig Pseudonyme etwas über die Qualität einer Platte aus? Das Trio Powergod, im Einzelnen President Evil, Riff Randall und Hama Hart, haben sich bei einem Tribute der besonderen Sorte 16 Songs aus der Hochzeit des Haarspray-Metal vorgenommen. Und da ja fast jeder mal irgendwann eine Metal-Phase hatte, ist „Bleed For The Gods“ eine ganz spaßige Angelegenheit geworden.

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Kylie Minogue: Fever

Was hätten wir ihr nicht für ein tolles Album gewünscht. Hätten! „Fever“ ist wieder nur Durchschnitt, lebt von seinen zwei, drei, vier starken Momenten und plätschert fernab derer im knöcheltiefen Kinderbecken. Ihren Höhepunkt erreicht die Scheibe mit „Can’t Get You Out Of My Head“. Wir reden hier von Genusshöhepunkt in Bezug auf die Musik, nicht auf die Optik bezogen, die uns täglich im Video zu Füssen gelegt wird.

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