Ashby: Power Ballads

Auch wenn der Albumtitel nach purer Kraftmeierei klingt – die „Power Ballads“ sind in Wirklichkeit locker-luftige Pop-Liedchen. Allerdings mit Ausnahme-Arrangements.

Ashby (Evelyn Pope und William Cowie, ein Duo aus Amerika) packen ihre Melodien in verspielte Lounge-Outfits bis hin zum lässigen Easy-Listening-Flair. Zarte Gitarren, Vibraphon, Glöckchen, blubbernde Elektronik, Flöten, Streicher und der gute, alte Moog. Alles leichtfüßig und transparent miteinander verwoben. Das Resultat klingt romantisch, edel und angenehm altmodisch.

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Puhdys – Rock’n’Roll Music

Cover: Puhdys – Rock'n' Roll Music (1976)

Fangen wir von Anfang an. Ich glaube an Gott. Es ist ja unvorstellbar, dass alles auf der Erde so schön ist, ohne dass es einen Schöpfer gibt, der es so schön geplant hat. Der Nichtgläubige würde hier sagen, dass es uns alles nur so schön vorkommt, weil wir keinen Vergleich haben, und wenn sich alles anderes entwickelt hätte, würden wir das auch schön finden. Quatsch. Glauben Sie es mir: wenn die Musik und die Frauen und die Blumen nicht so schön wären, würde ich zumindest das merken. Also: einen Gott gibt es. Aber eine richtige Religion? Lass mich überlegen….. ja, ich glaube Lemmy hat meine Religion am besten beschrieben: „Don’t you listen to a single word against rock’n’roll/the new religion/the electric church/the only way to go.“ Und ich weiß, dass es Millionen von Gläubigen gibt, für die der Rock’n’Roll die gleiche Rolle spielt, die ältere Religionen für Milliarden anderer Menschen spielen: Wir verlassen uns darauf, wenn die Fragen des Lebens zu groß und kompliziert werden.

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Zum Tod von George Harrison

Thanks For the Pepperoni

Vor ungefähr dreieinhalb Jahren ist Carl Wilson (–>Nachruf) gestorben, der eine ähnliche Rolle bei den Beach Boys gespielt hat, wie George Harrison bei den Beatles: Lead-Gitarrist und dritter Mann. Und auch nach dem Tod von Harrison ging mein erster Gedanke an ein bestimmtes musikalisches Werk. Nicht aber an ein spezielles Lied, wie „God Only Knows“ der Beach Boys mit dem himmlischen Gesang von Carl Wilson, sondern ein ganzes Album: „All Things Must Pass“. Mit dieser Triple-LP bzw. Doppel-CD hat uns Harrson 1970 nicht nur ein Meisterwerk geschenkt, das das Niveau seiner ehemaligen Band locker hält, er hat uns auch schon in bester Weise auf seinen Tod vorbereitet.

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Ronnie Wood: Not For Beginners

Was erwartet man von dem Alt-Stein Ronnie Wood? Richtig, Alte-Männer-Blues. Und wer dachte, dass der Albumtitel „Not For Beginners“ eine sarkastische Anspielung entgegen der Erwartungshaltung ist, liegt völlig daneben. Damit das mit dem Alte-Männer-Blues nicht ganz so auffällt, hat er ein paar junge Leute um sich geschart: Kelly Jones von Stereophonics, seine Tochter Leah und „junge Hüpfer“ wie Ian McLagan (The Faces) und Bob Dylan.

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Seafood: When Do We Start Fighting

Um ihr zweites Album aufzunehmen, zogen Seafood von London nach New York. Vier Wochen lebten sie dort. „Wir haben sogar alle im gleichen Raum auf verfilzten Matratzen und in Begleitung der hausansässigen Kakerlaken geschlafen „, sagt David Line, Sänger und Gitarrist. Bevor es nach New York ging, werkelte das Quartett vier Monate in London an den Songs des „Surviving The Quiet“-Nachfolgers.

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Ozzy Osbourne: Down To Earth

Ja, er rockt noch, der gute alte Fledermaus-Enthäupter. Aber essentiell ist das nicht, was der Black Sabbath-Frontmann 2001 seiner nicht kleiner werdenden Fangemeinde zum Fraß vorwirft. Ozzy hantiert mit den gleichen Mitteln wie in den Neunzigern. Ein paar gute Kracher und ein paar gut abgehangene Balladen runden ein Album ab, das man nicht schlecht, aber auch nicht klasse finden kann. Standard halt.

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Kid Loco: Kill Your Darlings

Was natürlich als erstes ins Auge fällt, ist das erotische Artwork dieser Platte. Typisch für Kid Loco, der für sein Remixalbum „Jesus Life For Children Under 12 Inches“ schon eine Gruppe nackter Models ablichten ließ. Dieses Mal ist es eine kopflose Frau, deren Hand im Minirock verschwindet. Er muss ein Faible für Erotik haben. Kein Wunder, bei der Musik. Schon der Auftakt „Cocaine Diana“ lädt zum (Ver)Träumen ein. Kid Loco mimt den Singer/Songwriter, der nicht mit der Akustikgitarre arbeitet, sondern mit Beats und Loops.

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Calvin Russell – Rebel Radio

Das Unplugged-Live-Album „Crossroads“ war für Roots-Freunde aus allen Richtungen zugänglich, für das neueste Studiowerk von Calvin Russell muss man eine gewisse Liebe zum Country mitbringen. Wenn er alleine mit einer Gitarre auf einem Barhocker sitzt und singt, gefällt er mir besser, aber trotzdem sind auf „Rebel Radio“ ein paar nette Songs dabei. Immer dann, wenn er von den Country-Insignien abrückt und in den Blues-Rock überschwenkt wie bei „It Is What It Is“ und „I’ll Be Here In The Morning“, ist es recht kernig, was das Knautschgesicht hier abliefert.

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4 Hero – Creating Patterns

Na bestens. Das neue Album der allseits beliebten 4 Hero ist da. 4 Hero, das sind Marc Mac und Dego. Beide sind für die Kompositionen zu gleichen Teilen verantwortlich. Der eine zieht Tasteninstrumente vor, der andere das Programmieren und den Bass. Und insbesondere der Bass brummt dank „Creating Patterns“ durch mein Arbeitszimmer. Beneidenswert, was das Duo da gezaubert hat. Funkiger, vom Jazz durchtriebener Drum & Bass mit TripHop- und weltmusikalischem Flair. Anspruchsvoll und trotzdem weit davon entfernt, kühle Kopfmusik zu sein.

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As Friends Rust: Won

Auch wenn die Jungs in den ersten Songs klingen, als hätten sie geschlossen das hyperkinetische Syndrom – was die Band auf ihrem ersten „echten“ Longplayer abreißt, ist ziemlich cool. Zehn Songs in 32 Minuten, das heißt gerade in der Anfangsphase nackenbrecherische Geschwindigkeit in Old School Hardcore Tradition, aufgelockert mit melodischen Sing-A-Longs wie „Won’t Be The First Time“ oder „Laughing Out Loud“.

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