The Singles – Better Than Before

Ja glaube ich es. Die Beatles sind zu 50% auferstanden, zu 50% wieder jung und frisch. Oder? „Es wird schwierig sein, The Singles zu hassen“, schrieb das britische Magazin „Kerrang“. Verwunderlich für eine Metal-Postille. The Singles sind waschechte Britpop-Freaks, die aus Detroit Rock City stammen und sich musikalisch ins England der Sechziger verirrt haben. George Harrison wäre stolz ob dieser schmeichelhaften Huldigungen, könnte er sie denn noch hören.
[7 Fritten]

The Singles - Better Than Before
(Rainbow Quartz/Alive)

V.A.: Neue Heimat 4

Solange es einflussreiche, interessante und originelle elektronische Musik „made in Germany“ gibt, solange wird es die formidable Reihe „Neue Heimat“ geben. Die jüngsten Mitbewohner der „Neuen Heimat“ sind Kid Alex. Ihr BMR-Remix des Ohrwurms „Topless“ ist genau der richtige Track für die Eröffnung dieser Compilation.So viel Aufsehen wie zuletzt Kid Alex hervorgerufen haben, wird in Kürze die Mediengruppe Telekommander auf sich ziehen. Ihr Appetithäppchen und Lustverstärker heißt „Kommanda“, eine Mischung aus 80er NDW-Disco und Electroclash.

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V.A.: Buddha-Bar VI

Die Budhha Bar bürgt für Qualität und nur zu gerne würde man sie mal physisch betreten. Doch unsereins kommt nur zu selten nach Paris, um dieser ausladenden Lokalität einen Besuch abzustatten. Ravin, bereits Kompilist der dritten Buddha Bar-Ausgabe, hat sich zwei Themengebieten angenähert: der Wiedergeburt (auf CD 1 – „Rebirth“) und dem Frohlocken beziehungsweise Glücklichsein (auf CD 2 – „Rejoice“).

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Sophia: De Nachten

Ihre Schallplatten und CDs werden im Internet hoch gehandelt. Ein Zeichen dafür, dass Angebot und Nachfrage ein Ungleichgewicht ergeben. Wer Sophia und deren Vorgängerband The God Machine kennt, der wird beide abgöttisch lieben und die Tonträger wahrscheinlich nie wieder freiwillig hergeben.“De Nachten“ ist das neueste Lebenszeichen von Robin Proper-Sheppard, dem Mann, der mit seiner unverwechselbaren Stimme einen großen Anteil an der Einzigartigkeit beider Bands hat.

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Ostinato: Left Too Far Behind

Seit der Veröffentlichung des genialen Doom-Krachers von Hidden Hand war es leider viel zu still um das kleine Berliner Label Exile On Mainstream. Da ist es schön zu hören, dass man in diesem Frühjahr wieder aktiver wird und gleich ein ausgezeichnetes Album in der Hinterhand hat, das insbesondere Anhängern von Mogwai, The God Machine und Godspeed You Black Emperor! gefallen sollte.

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Cellophane Suckers: Can’t Say No

„Drink until you can’t say no“, so sollte eigentlich der komplette Titel des neuen Cellophane Suckers-Album lauten. Nunmehr sind es zehn Jahre Rock’n’Roll, die hinter der Band liegen. Das ist jedoch noch lange kein Grund, müde zu werden.Zwar sind ihre neuen Stücke nicht mehr ganz so schwindelerregend schnell und fetzig, an Charme haben sie keinesfalls eine Nuance eingebüßt. Vor allen nicht, weil mit Hammond-Orgel und Fender Rhodes zwei interessante Instrumente in den Vordergrund gerückt sind. Sie bringen etwas Southern Rock-Feeling mit.

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Naked Lunch: Songs For The Exhausted

Naked Lunch sind nicht vom Glück verwöhnt. Sie sind im positiven Sinne immer im oberen Mittelfeld mitgeschwommen. „Aber in manchen Belangen sind wir unseres eigenes Glückes Schmied. Da spielt auch Eigenverschulden mit“, gesteht Oliver Welter.In 13 Jahren haben sie fünf Alben zustande bekommen. Ihr aktuelles, das bei einem Major erscheint, ist das reifste und beste. Die zuletzt gewonnene Abgeklärtheit hat sie zu neuen und zu anderen Taten motiviert. „Songs For The Exhausted“ ist unter schwierigen Bedingungen entstanden. Welter stand zwischenzeitlich gar ohne Wohnung und Freundin da. Um Geld zu sparen, produzierte die mit Olaf Opal im heimischen Studio in Klagenfurt. Ohne Plattenvertrag wohlgemerkt.

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Kate Rogers: St. Eustacia

Bis dato ist Kate Rogers nie solo in Erscheinung getreten. Ihre wundervolle Stimme ist lediglich auf Alben von Aim („Aim“ und „The Girl That Fell Through The Ice“) und Rae & Christian („Not Just Anybody“), beides Acts aus dem Hause Grand Central, zu hören gewesen. Dass die kanadische Sängerin zu weit mehr imstande ist als zu etwas Backgroundgesang, zeigt sie eindrucksvoll auf ihrem Debütalbum „St. Eustacia“.

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Beatsteaks: Smack Smash

Kaum stehen die Beatsteaks vor der Aufgabe, ihr Majordebüt aufzunehmen, entscheiden sie sich für die älteste aller Aufnahmemethoden: die Songs live einzuspielen. Sie engagierten Moses Schneider und besuchten vier Berliner Studios. Dort mussten sie im Schweiße ihres Angesichts fehlerfreie Versionen ihre neuen Songs auf Band kriegen. Ein hartes Stück Arbeit. Doch die zahlte sich aus.“Smack Smash“ ist kein Kompromissalbum, kein verwässertes Major-Ding. Es ist irgendwo zwischen Punkrock und Rock’n’Roll. Es kracht, es rockt, es föhnt.

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