Paul Kelly: „Deeper Water“

Paul Kelly liefert eine wunderschöne Singer-Songwriter Platte ab, sehr eigen und persönlich, zwischen Akustik und Rock. Äußerst melancholisch erzählt der Mann seine Geschichten, die nachdenklich machen; Liebe und Beziehung sind das Hauptthema; verletzte Gefühle, Enttäuschungen und Wärme und Geborgenheit werden musikalisch umgesetzt im weiten Feld zwischen Lloyd Cole und Michael Hall, sehr eigenständig und beeindruckend.

Vor allem auch sprachlich versteht es Paul Kelly die Dinge beim Namen zu nennen. Ob er in „I’ve been a fool“ singt: „You could sell a poor man a bottle of air“ oder in „I’ll forgive, but don’t forget“ Forgiving may get you favours but forgetting’s just for fools, man weiß sofort wovon der Mann singt und kann ihn zudem noch verstehen. Paul Kelly schwimmt und taucht im ganz tiefen Wasser; die Blasen, die an der Wasseroberfläche auftauchen erzählen seine Geschichten.

Paul Kelly
"Deeper Water"
(Musicroom/BMG)

Klaus Cornfield: „Klaus Comes!“

Ein weiterer Ex-Throw That Beat auf der Suche nach dem Musik-Gral. Vorweg gesagt: Was den herzerfrischend-verqueren Schrammel-Pop mit „Bevor-ich-zu-Omi-geh-gieß-ich-noch-die-Blumen“-Attitde angeht, sind die Nürnberger (Fit&Limo, Throw That Beat, Phony, Shiny Gnomes …) eben diesem Gral immer am nächsten gewesen. Klaus Cornfield unterstreicht das nur nochmal.

Es machten mit: einige Deep Freeze Mices, einige Chrysanthemums, einige Throw That Beat In The Garbage Cans, einige Shiny Gnomes, einge Vulgar Boatmen, Buddy Love, Fit & Limo.

Es wurden eingesetzt: Steel Drums, Schrammel-Gitarren, Block Buster-Riffs, Ukulelen, Geigen, mehrstimmige Chöre, Glocken. Jau!

Experimentell, schräg, poppig-frech, psychedelisch-verrückt!

KLAUS CORNFIELD
"Klaus Comes!"
(Strange Ways/Indigo)