What a sick bastard, but that’s why we all love him.
Today is The Day kommen einfach nicht zur Ruhe und legen ein Raritäten/Livealbum vor, das sich gewaschen hat. Von obskuren Coverversionen von Bad Company, Chris Isaac und The Beatles über eine Akustikversion von „Ripped Off“ bis hin zu live im Radio dargebotene Tracks.
Kategorie: Musik
Virus 7: Sick In The Head
Testosteron-Eiweiß-Rock – anders kann ich „Sick In The Head“ nicht beschreiben. Musik für Gewichtheber und Anabolika-Sympathisanten. Gescheckte Workout-Hose und oranges Muscle-Shirt – jetzt auch auf CD.
WeiterlesenLa Musica Della Mafia: Il Canto Di Malavita
„Während die abgesägte Schrotflinte singt / Schreit und stirbt der Verräter“, „Verräter, erst schlitze ich Dir das Gesicht auf, dann bringe ich Dich um“ oder „Du bist ein Spitzel und ein Verräter / Wer Fehler macht, bezahlt mit dem Leben“. Auf der anderen Seite dann: „Ich bin lieber im Gefängnis als ein Verräter“ oder „Dieser Mund spricht nicht / Ich werde diese drei Jahre schultern“. Dazu die Musik der ´Ndrangheta, die Klänge der kalabrischen Mafia, die die Beteuerungen der Inhaftierten, entgegen der verhängten Gerichtsurteile unschuldig zu sein, untermalen. Zusammengestellt wurde diese bis dato einzigartige Ansammlung an Mafialiedern von dem Fotografen Francesco Spano, dem Journalisten Maximilian Dax und dem Labelchef Peter Cadera.
WeiterlesenVA: We Love You… So Love Us
Compilations sind oft genug der größte Stuss und glänzen durch unsinnige Songauswahl, Konzeptlosigkeit und qualitativer Diaspora. Warum also den Sampler aus dem Hause We Love You, neben Nu Camp und Bad Magic das dritte Sublabel von Wall Of Sound (u.a. The Wiseguys, Propellerheads, Les Rhythmes Digitales), kaufen, anhören und akzeptieren? Ganz einfach: Weil er klasse ist und mindestens ebenso gut ist wie „Super Discount“, einer der besten Sampler überhaupt.
WeiterlesenManfred Krug: Das war nur ein Moment/Ein Hauch von Frühling

Vor seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik im Jahre 1977 war Manfred Krug nicht nur einer der gefragtesten Schauspieler der DDR, sondern auch ein beliebter Sänger und Musical- bzw. Operetten-Darsteller. Als Schauspieler konnte er im Westen fast nahtlos an diese Erfolge anknüpfen, als Sänger startete er zwar den Versuch (an den ich mich noch dunkel erinnern kann), allerdings fand dieser wenig Beachtung, und so ist die musikalische Seite des Manfred Krug heute kaum noch gegenwärtig.
Das ist ein Jammer, denn diese beiden auf CD wiederveröffentlichten Schallplatten aus den Siebziger Jahren sind Kostbarkeiten, deren Originalität und musikalischer Reichtum nicht hoch genug einzuschätzen sind. Was Krug als Sänger, Günther Fischer als Komponist und Arrangeur und Clemens Kerber als Texter da produzierten, ist nichts weniger als – Achtung festhalten! – großer DDR-Soul, real existierender Bar-Jazz oder auch intelligente, spannende, gehobene deutschsprachige Unterhaltungsmusik.
WeiterlesenInterview: Stella
Hinter-Net!: In welcher Besetzung spielt Ihr momentan?
Elena Lange: Wir waren zuerst ein Trio und haben so auch das erste Album gemacht. Mense Reents produziert und programmiert die elektronischen Stücken und spielt Schlagzeug bei den Rock-Stücken. Thies Mynther macht auch Programmierung und spielt live Keyboard, und dann ist direkt nach der letzten Platte einen neuer Bassist dazugekommen, das ist Hendrik, und ich singe, spiel Gitarre und schreibe Texte.
WeiterlesenDavid Wilcox: What You Whispered
Gute Geschichten müssen gut erzählt werden. Auf das Tempo kommt es an, die Pausen und die Phrasierungen. „What You Whispered“ ist ein Storyteller-Album. Leise, mit tiefer, fast monotoner Stimme singt David Wilcox von seinem Leben. Mit leichtem Country-Einschlag pendelt er zwischen Bruce Cockburn und James Taylor. Zu deren Reife und Präzision fehlt zwar noch ein bisschen, aber man kann die musikalische Verwandtschaft deutlich hören.
WeiterlesenMice Parade: Collaborations
Wie würde sie wohl aussehen, die Parade der Mäuse? Niedlich, schätze ich. Die Tierchen würden stolz und ohne den Zuschauern besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden in Reih und Glied entlang der Menge patrouillieren und vielleicht das ein oder andere Piepen von sich geben. Eine Metapher, die auf das Projekt Mice Parade übertragen werden könnte.
WeiterlesenSystemhysterie: Mit deinem Gefühl für mich
Warum klingen so viele deutsche Bands wie hörbare Poesiealben? Warum kaschieren so viele deutschsprachige Sänger (?) ihre Unfähigkeit zu singen damit, dass sie es noch nicht mal versuchen? Tim Hespen von Systemhysterie nölt 12 Songs vor sich hin wie Einer, der auf der Abi-Party aus Versehen am Karaoke-Mikro gelandet ist. Seine Texte sind wirklich gut, aber nur, wenn man sie im Booklet nachliest.
Weiterlesen3 Doors Down: The Better Life
Die Radiostationen und deren Zuhörer in den USA sind musikalisch leicht zu beglücken. Mit einer Mischung aus Matchbox Twenty, Creed und Tonic kann man nicht viel falsch machen. Wenn’s besonders gut läuft, dann ist man die erste Combo, die gleichzeitig bei vier Charts-Formaten No. 1 ist. So geschehen bei dem Quartett 3 Doors Down. Die Single „Kryptonite“ schlug in den USA ein wie ein Becker-As.
Weiterlesen40 Grit: Heads

Ein Hoch auf die „Schubladisierung“, aber wer den CD-Schrank mit Machine Head, Skinlab oder Testament gefüllt hat, sollte zwingend ein Ohr auf diese Scheiblette werfen. Das Riffing und der Gesang strotzen nur so vor Kraft und Aggression. Was beim ersten Hören auffällt, ist die Geradlinigkeit der Band.
WeiterlesenLive: Ween
Stuttgart, Longhorn. 5.9.2000
Sie lachen sich auf der Bühne an und witzeln über ihre eigenen Gags und auch über das Publikum. Ween, das sind Dean und Gene Ween, im richtigen Leben natürlich keine Brüder, sowie drei gut bezahlte und ausgezeichnete Musiker, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die ganze Geschichte der Rockmusik kreuz und quer zu zitieren und auf Bands wie Pink Floyd, AC/DC, Elvis Presley, Van Halen oder The Doors querzuverweisen. Einmal in einer Coverversion, einmal mittels geschickt eingebauter Zitate in die eigenen Songs.
WeiterlesenSublime: What I Got
Die Ska-Dub-Rocker und Dauer-Haschischkonsumenten Sublime beehren uns posthum mit einer Single-CD, die seit längerem einen Werbejingle eines Handynetzbetreibers untermalt. Nun will sich jene Firma zwar mit der Unterstützung der nach dem Tod ihres Sängers aufgelösten Band brüsten, dabei hat „What I Got“ schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Trotzdem werden sich Sublime (jetzt: Long Beach Dub Allstars) freuen, weiterhin kräftig Tantiemen abgreifen zu können.
WeiterlesenSeksu Roba: Seksu Roba
Das Raumschiff, mit dem Seksu Roba durch´s All düsen, hat sicher ein sehr futuristisches Design. Vermutlich in Pink und Apfelgrün mit silbernen Beschlägen. Oder hellblau und weiß. Bonbonfarben jedenfalls. Und es ist mit einem Autopiloten ausgestattet, denn so sexy, wie der Sound klingt, hat an Bord sicher niemand eine Hand für´s Lenkrad frei…
WeiterlesenAvail: One Wrench
Ich geb‘ zu, auf den ersten Blick haben Avail und Frankie Goes To Hollywood nicht viel gemeinsam. Außer, dass sich beide Bands den Luxus erlauben, einen „Tänzer“ in ihren Reihen zu haben. Bei FGTH war das Paul Rutherford, der hauptsächlich darauf achten musste, dass sein Ledermützchen nicht verrutscht. Bei Avail ist das Beau Beau; wahrscheinlich der einzige Go-Go-Tänzer und Background-Sänger einer Punk-Band.
WeiterlesenSoulmate: Soulmate
Es hat zwei oder drei Durchläufe gebraucht, bis sich Soulmate in meinen Ohren festgesetzt haben. Vorher haben mich nur die genialen Scribbles auf dem Cover beeindruckt, aber plötzlich wollten auch die Songs nicht mehr aus meinem Kopf.
WeiterlesenSlobberbone: Everything You Thought Was Right Was Wrong Today
Die texanische Band Slobberbone sind Könige des Arrangements. Der Opener „Meltdown“ ist schon als ’nackiger‘ Song ein Brett, aber was die vier Jungs daraus machen, ist sensationell. Neben dem üblichen Instrumentarium schiebt sich noch Geige und Akkordeon unter die Gitarre, kämpfen eine Mandoline und ein Banjo mit der rauchigen Stimme von Brent Best. Der zweite Song „Placement Blues“ rockt dann straight los und überrascht mit fetten Bläsern. So marschiert das Quartett durch zehn weitere Songs, die durch die Kompositionen glänzen und den Begriff ‚Langeweile‘ durch die stimmigen Arrangements noch nicht mal erahnen lassen.
WeiterlesenStormwind: Resurrection
Manchmal muss es eben Metal sein. Kein New-Metal, kein Emo oder Grunge. Einfach nur Metal, ein bisschen symphonisch, ebenso schnell wie melodisch und leicht angekitscht. „Resurrection“ ist straight auf den Punkt gespielt und macht einfach Spaß.
WeiterlesenStella: Finger on the trigger for the years to come
So richtig passen Stella in keine Schublade. Eher schon umgekehrt: in viele gleichzeitig. Sie schreiben Popsongs, intonieren sie wie Rocksongs, und das mindestens zur Hälfte mit elektronischen Instrumenten. Einfacher ist es da schon, die Stimmungen der Songs herauszufiltern. Da ist zum einen die Stella-typische Coolness und ihre geschmeidige Eleganz, die neuerdings ins „Fette“ driftet, dann diese rumorende Unruhe, teilweise gar Militanz, und manchmal auch ein demonstrativer Ennui. Neu ist auch Bassist Hendrik Weber, und als Gastmusiker sind Dirk von Lotzow (Tocotronic), Phillip Sollmann, Thomas Wenzel und Carsten Meyer (Erobique) dabei.
WeiterlesenMissouri: It’s a glow-in-the-dark good time
Neues von iXiXeS, dem Label, das der Welt das erste Fink-Album bescherte! Ein Händchen für musikalische Kleinodien haben sie in Hamburg – auch über den Tellerrand hinaus: „Missouri“ (Red: Voc, Git, Harmonium; Frank Mollena: Git, Org, Rhodes, Christian Ebert: Org, Synth) kommen aus Nürnberg und sind ähnlich wie Fink innovativen Americana-Spielarten verpflichtet. Bei „Missouri“ ist es der Zeitlupen-Sound von Souled American, gospelhafter Klage-Gesang und Ambient-Sounds wie bei Western Electric. Allerdings ohne deren esoterisch-kuscheliges Flair, sondern karg und spröde.
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