Als während des Vietnamkriegs GIs in Thailand stationiert waren, brachten sie Musik mit, was nicht ohne Spuren blieb. In den 60ern und 70ern blühte eine thailändische Popkultur, deren Soundtrack auf dieser Samplerreihe wiederveröffentlicht wird.
WeiterlesenKategorie: Musik
Hard-Fi: Stars Of CCTV
Was tun, wenn man in Staines, im Westen Londons gelegen, groß wird, wo außer Ali G. kein Prominenter herkommt? Wo selbst die Infrastruktur keine vernünftigen Alternativen zu bieten hat:„Hier gibt’s keinen Plattenladen, keinen Klamottenladen, keinen Club, keinen Nachtbus, keine Spätzug – gar nix. Wenn du abends in Central London warst, musst du mit einem Taxi zurück. Das kostet 80 Pfund“, jammern die Jungs von Hard-Fi. Da braucht man sie auch gar nicht zu fragen, warum sie sich mit beschissen bezahlten Jobs durchschlagen mussten und teilweise auf Stützte angewiesen waren. Immerhin hatten sie die glorreiche Idee, eine Band zu gründen und mit der ihren Idolen The Clash, Dexy’s Mignight Runners, Curtis Mayfield, Lee „Scratch“ Perry, den Rolling Stones und den Happy Mondays nachzueifern.
WeiterlesenSchandmaul: Kunststück
Es gibt wenige Bands, die so gern mit Häme überzogen werden wie Schandmaul, aber selbst ohne große Unterstützung durch TV und Radio haben sich die sechs Süddeutschen an die Spitze der modernen Spielleute gefiedelt und gedudelsackt. „Kunststück“ wurde mitgeschnitten im April 2005 im Circus Krone und überzeugt mit Gefühl und Liebe zum Detail.
WeiterlesenMXPX: Panic
Die frommen Melodic-Punker gehören inzwischen zum Inventar und zeigen mit „Panic“ erneut, dass sie in Sachen Songwriting vorne mitspielen.
WeiterlesenBob Mould: Body Of Song
Anscheinend hat Bob Mould den Computer wieder aus dem Musikzimmer verbannt. Manchmal drückt er noch drauf rum, aber diesmal stehen die elektronischen Einsprengsel gleichberechtigter neben den Stromgitarren. Unerklärlich bleibt seine Vorliebe für Vokoder-Experimente, die an Chers „Believe“ erinnern.
WeiterlesenEgotronic: Luxus/Nein Nein
„Bonjour! Das ist die neue Platte von Egotronic und auf dieser Platte werden einige Leute gefickt.“ So wird prollend die erste Vinyl-Veröffentlichung der C64-Turbopunker aus Berlin eingeleitet.
WeiterlesenJon Dee Graham: First Bear On The Moon
Als er im Mai 2005 mit den Resentments auf Europa-Tournee war, schien er ein wenig verschlossen und muffig. Spielte aber auf Gitarren, Dobro und lap-steel gewohnt meisterhaft und mit großem Enthusiasmus, sang seine Lieder mit Inbrunst und Leidenschaft. In den Zwischenansagen erwähnte Graham den Zwist mit seiner (amerikanischen) Plattenfirma, die sein angestrebtes neues Plattenprojekt verworfen hatte. Der Singer/Songwriter mit der kräftigen, dabei brüchig wirkenden Stimme (Tom Waits lässt grüßen!) reagierte prompt und veröffentlichte – offenbar auf eigene Kosten – einen Radiomitschnitt, ergänzt durch drei Stücke, die er noch im April, kurz vor Beginn besagter Tour, in einem kleinen Studio im heimischen Austin (Texas) aufgenommen hatte.
WeiterlesenHobotalk: Notes On Sunset
„Notes On Sunset“ ist das perfekte Album für alle, die auf der Suche nach ’schöner Musik‘ sind. Basis sind – wie so oft – leicht verspulte Typen, die sich in der Musikgeschichte bedienen und schüchtern Hymnen aus dem Hut ziehen.
WeiterlesenIggy Pop: A Million In Prizes & Live At Avenue B
Iggy Pop hat sich in seiner fast 40jährigen Karriere nie geschont. Seine Bühnenshow und seine exzessive Art sind legendär und sein Name steht wie kein anderer für die schlechten, aber verlockenden Seiten des Rock’n’Roll. Wenn man den knapp 60jährigen heute ankuckt, weiß man nicht, ob ‚durchtrainiert‘ oder ‚mumifiziert‘ der richtige Ausdruck ist, aber er scheint von seiner Energie nichts verloren zu haben.
Hört man die Songs der jetzt vorliegenden Anthology, stellt man schnell fest, wie sehr ein wildes Drumherum auch die Vorstellung der Songs prägt. Gerade in den Anfangstagen waren The Stooges aus heutiger Sicht gesehen musikalisch relativ zahm, aber 1969 hatte „I Wanna Be Your Dog“ alles am Start um die Leute zu erschrecken.
World Leader Pretend: Punches
Seit längerem ist ein sehr interessantes Phänomen zu beobachten: Bands beziehungsweise Künstler können aufgrund ihres Musikstils nicht mehr geografisch eingeordnet werden. Britisch eingefärbter Indierock kann heutzutage auch in den USA fabriziert werden. Etwa in New Orleans, wo World Leader Pretend herkommen.
WeiterlesenJohn Hiatt: Master Of Disaster
Ich wäre gerne den Beweis angetreten, dass bei John Hiatt ein seltsames Cover immer auf ein großartiges Album schließen lässt, aber leider funktioniert das nicht.
„Little Head“ war seltsam gestaltet und nur OK, „Crossing Muddy Waters“ war schön gemacht und ein Jahrhundertwerk. Aber was soll sich der US-Songwriter auch um die Optik kümmern, wenn er die Ohren so superb verwöhnt, wie mit „Master Of Disaster“?! Nach zwei guten Alben schwingt er sich jetzt wieder in die Höhen seiner besten Werke auf.
Midnight Choir: All Tomorrow’s Tears
Am Besten jetzt schon an Weihnachten denken. Ein geschmackvolles Doppelpaket zum Preis einer CD kann zwar den Schmerz der Trennung nicht wegwischen, zeigt aber 28 Songs lang, wie großartig Midnight Choir waren. Und da es zu viele Menschen gibt, die dieser Band nie die nötige Aufmerksamkeit geschenkt haben, sollte man mit „All Tomorrow’s Tears“ genau das tun – verschenken.
WeiterlesenBelle & Sebastian – Push Barman To Open Old Wounds
Eigentlich hätten uns Belle Sebastian nicht beweisen müssen, wie gut und vor allen Dingen beständig gut sie sind. Doch Glasgows Pop-Experten Nummer eins konnten nicht anders. Ihr ehemaliges Label Jeepster hatte sich nämlich die Freiheit gegönnt, all ihre Singles und EPs der Jahre 1997 bis 2001 auf eine Doppel-CD zu packen, um das umfangreiche Schaffen des schottischen Konglomerats zu dokumentieren. Und das waren einige Singles und EPs.
Denn mit den A- und B-Seiten kam Jeppster auf stattliche 25 Songs. Insofern dürften sich nun all diejenigen freuen, die nicht so bekloppt sind wie einige Belle & Sebastian-Fanatiker, die im Internet horrende Preise für das rare Vinyl bezahlen. Von nun kann man die Komplettierungssucht auch mit geringerem finanziellen Aufwand stillen.
Dass sich die Anschaffung von „Push Barman To Open Old Wounds“ lohnt, das muss wohl nicht noch einmal betont werden. Nur so viel noch: Keiner ihrer Songs hatte es bis dato verdient, auf eine B-Seite verdammt zu werden. Man höre sich nur das hypnotische „You Made Me Forget My Dreams“ von der „Lazy Line Painter Jane“-EP an.
Belle & Sebastian
Push Barman To Open Old Wounds
Jeepster/Soulfood
VÖ: 27.5.2005
Nile: Annihilation Of The Wicked
Derzeit befinden sich Nile auf ausgedehnter US-Tournee – zusammen mit Behemoth, The Black Dahlia Murder und Kind Diamond. Ein wirklich nettes Package, das da geschnürt wurde. Nile dürften die restlichen Bands mit ihrer Urgewalt sicherlich an die Wand spielen.
WeiterlesenSioen: Ease Your Mind
Dass Belgiens Musikszene nicht erst seit dEUS und deren vielen Splitter-Projekten (Zita Swoon etwa) kein Pop-Interessierter aus dem Auge verlieren sollte, das dürfte sich rumgesprochen haben. Auch Frederik Sioen ist kein Unbekannter mehr. Verzückte er uns doch bereits mit seinem Album ‚See You Naked‘, das im letzten Jahr auf den Markt kam.
WeiterlesenM83: Before The Dawn Heals Us
Um den Sound von M83 zu beschreiben, wurden schon große Namen der Popgeschichte ausgekramt: Es war in der Vergangenheit von My Bloody Valentine, Can und Tangerine Dream die Rede. Beachtlich!
WeiterlesenThe Coral: The Invisible Invasion

Liverpools Musikszene hat derzeit einige hochkarätige Newcomer-Bands im Angebot. Ich sage nur The Zutons und natürlich The Coral. Letztgenannte scheinen unter einer großen Arbeitswut zu leiden. Regelmäßig veröffentlichen sie ein Album – im Schnitt ist das ein Mal pro Jahr der Fall.
WeiterlesenTeenage Fanclub: Man-Made
Glasgow ist seit einigen Jahren Quell diverser großartiger und nicht nur für Hobby-Glaswegians nicht mehr wegzudenkender Indie-Bands. Eine der ältesten noch aktiven Formationen ist Teenage Fanclub. „Man-Made“ heißt deren neues Album und ist der indirekte Nachfolger auf ihr letztes reguläres Studioalbum aus dem Jahre 2000 („Howdy!“).
WeiterlesenThe Robocop Kraus: They Think They Are The Robocop Kraus
Oh je, jetzt haben die sympathischen Robocop Kraus all ihre Eigenständigkeit über Bord geworfen und sind ins kalte Wasser gesprungen. Das eiskalte Fahrwasser nämlich. Vor ihnen schwimmen Bloc Party, Franz Ferdinand, die Killers, Hot Hot Heat und der Rest der Dancepunk-Truppe. Allerdings mit gutem Vorsprung.
WeiterlesenTeam Sleep: Team Sleep
Fans der Deftones – und das sind ja nicht unbedingt wenige – warten schon seit unzähligen Monaten auf ein Lebenszeichen von Team Sleep. Das Projekt, das Deftones-Shouter Chino Moreno schon vor Jahren aus der Taufe gehoben hatte, wurde bereits als Hirngespinst abgetan. So richtig glaubte wohl niemand mehr an ein Debütalbum. Doch siehe da, jetzt ist es erschienen.
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