KT Tunstall ist eine schottische Songwriterin, die mit einem kantigen und ausgefuchsten Debüt überrascht. Würde Meredith Brooks heute noch richtig gute Songs schreiben und wäre Sheryl Crow nicht so unerträglich mainstreamig geworden, könnten beide als entfernte Verwandte herhalten.KT Tunstall zieht ihren eigenen Stil durch und überzeugt besonders bei den schnelleren Stücken. Ohne brachial zu rocken verleiht sie den Up-Tempo Nummern einen rauen Groove, der gut mit ihrer rauchigen Stimme harmoniert. Aber auch die Leisetreter liegen weit über dem Durchschnitt, allen voran die düstere Abschlussballade „Through The Dark“.
WeiterlesenKategorie: Musik
Maria Taylor: 11:11
Die Frau mit den einprägsamten Augen der Saddle Creek-Kommune präsentiert ihr erstes Soloalbum. Dabei ist „11:11“ vielseitiger geworden als die beiden Platten ihrer Hauptband Azure Ray.
WeiterlesenShortie: Without Promise
Die drei großen Buchstaben EMO haben schon zu viele mit dickem Strahl in den Schnee geschrieben, als dass noch weiße Flecken übrig wären. Vor vier oder fünf Jahren hätte „Without Promise“ eine riesige Welle ausgelöst, heute besteht die Gefahr, dass nur noch anerkennendes Kopfnicken übrig ist.
WeiterlesenStudio Braun: Ein Kessel Braunes
So langsam geht die Luft raus. Das kreative Niveau des Telefonscherzes wird immer noch von Studio Braun definiert, Fans werden auch das neue Album mögen. Aber die großen Brüller und kleinen Genialitäten, die bisher auf allen Alben auftauchten, lassen hier auf sich warten. Dafür haben sich einige kleine Fiesheiten eingeschlichen.
WeiterlesenBohren & Der Club Of Gore: Geisterfaust
Eine Faust hat fünf Finger. Auch die eines Geistes. Ergo müssen fünf Lieder her. Da darf es nicht stören, dass sich diese über knapp 60 Minuten hinziehen. Die Songs heißen symptomatischer Weise „Zeigefinger“, „Daumen“, „Ringfinger“, „Mittelfinger“ und „Kleiner Finger“.
WeiterlesenPatrice: Nile
Der Mann mit der nasalen Reggae-Stimme ist zurück: Patrice, 25 Jahre jung und auf dem aufsteigenden Ast. Nach zwei Soloalben (‚Ancient Spirit‘, ‚How Do You Call It?‘) und einer EP mit dem Silly Walks Movement (‚Silly Walks Meets Patrice‘) hat er mit seiner Begleitband Shashamani ein reifes und formvollendetes Album eingespielt, in dem viel seines Herzbluts drinsteckt. Und Arbeit.
WeiterlesenTweet: It’s Me Again
Von ihrem letzten Album zeigten sich viele sehr angetan. Uns ist auch der Gassenhauer „Oops (Oh My)“ in bester Erinnerung. Nach zwei Jahren Funkstille kehrt die von Missy Elliott protegierte Künstlerin Tweet zurück. Statt peppigen HipHop hat sie sich verstärkt Herzerwärmendem zugewandt.
WeiterlesenThe Flaming Lips: The Fearless Freaks
Er sollte eigentlich Professor am College oder Anwalt werden. Das zumindest wünschte sich seine Mutter seinerzeit. Doch Wayne Coyne wurde Musiker. Gott sei Dank! Seine nimmermüde Band The Flaming Lips ist eine Bereicherung für die Pop- beziehungsweise Rockmusiklandschaft.
WeiterlesenBaby Bash: Super Saucy
Nach dem 2003er Album ‚Tha Smokin‘ Nephew‘ war es verdammt ruhig um Baby Bash. Was nicht heißen soll, der Newcomer aus der Bay Area (San Fancisco) hätte die Zeit tot geschlagen. Statt zu faulenzen hat er Songs geschrieben und hat, wie er sagt, „härter gearbeitet als ein Stripper“.
WeiterlesenJunias: Signal
Mathias Reetz (Gesang und Gitarre), Daehyun Huh (Bass und Gesang) und Tim Ebert (Schlagzeug) sind Junias. Vor drei Jahren erschien on ihnen bereits eine EP namens ‚How Do You Do‘. Es folgte eine Tour im Vorprogramm von Gluecifer sowie vereinzelte Konzerte mit Blackmail, Face Tomorrow, Melissa Auf Der Maur, Blumfeld, Soulwax und den Sportfreunden Stiller.
WeiterlesenTiger Tunes: Absolutely Worthless Compared To Important Books
„Absolutely Worthless Compared To Important Books“ ist wie Kindergeburtstag für die Eltern: Es macht Spaß, aber man ist froh, wenn die Rasselbande mit Tütchen bewaffnet wieder nach Hause pilgert.
WeiterlesenWill Smith: Lost And Found
Ständig vor der Kamera und dann noch Zeit, hinter dem Mikrofon sein Unwesen zu treiben… Will Smith scheint unersättlich. Er schauspielert und rappt im Akkord. Wobei er für Letzteres in der jüngeren Vergangenheit nicht allzu viel Zeit hatte. Aber eines der beiden Betätigungsfelder aufgeben, das will er auf gar keinen Fall. Warum auch? Solange er in beiden Metiers dermaßen erfolgreich ist, läuft es doch.
WeiterlesenDorfdisko: Unterwegs
Es ist nur eine EP, mit dem das von Motor Music-Urgestein und Systemkritiker Tim Renner reformierte deutsche Label seine Rückkehr im Pop-Betrieb feiert. Diese EP lässt allerdings hoffen. Künstler sollen bekanntlich langsam aufgebaut werden und sich Fehler erlauben dürfen. Fehler findet man bei Dorfdisko keine. Höchstens beim Namen. Ist halt Geschmackssache.
WeiterlesenTurbonegro: Party Animals
Viele waren wohl davon ausgegangen, Turbonegro hätten sich nur für den großen Reibach zusammengefunden, wollten ein Studioalbum veröffentlichen („Scandinavian Leather“) und dann mit vollen Geldbeuteln in der Versenkung verschwinden. Weit gefehlt.
WeiterlesenLyrics Born: Same !@#$ Different Day
Dem drögen Alltag begegnet Lyrics Born, bekannt aus dem Umfeld des kalifornischen Underground-HipHop-Kollektivs Quannum Project, mit gut gelauntem und in dieser Art in letzter Zeit viel zu selten gehörtem HipHop.Die gute Laune springt einem schon in „Hello (Remix)“ ins Gesicht, saugt sich am Backen fest und hinterlässt die Spuren eines feuchten Schmatzers. „Put your hands in the air!“. Uuh yeah.
WeiterlesenCorrosion Of Conformity: In The Arms Of God
Seit jeher haben sich Corrosion Of Conformity (C.O.C.) Zeit für ihre Alben gelassen. Zum Leidwesen manch eines Fans. Letztendlich hat sich aber jedes Mal das Warten ausgezahlt. Denn Qualität wird im Hause C.O.C. stets groß geschrieben.
WeiterlesenDavid Olney – Migration
Ich gestehe, in den letzten Jahren ist mir der bis dato praktisch unbekannte Singer/Songwriter richtig ans Herz gewachsen. Denn man kann sich auf ihn, sein Songwriting-Talent und sein Händchen für stimmige, dabei stets abwechslungsreiche Produktionen verlassen.Auch bei seinem jüngsten Werk, das – ganz grob – wohl dem dem kontinuierlichen Wandel im menschlichen Leben gewidmet ist, überzeugt Olney mit feinen, oft schwermütigen, aber auch leidenschaftlichen Songs. Er präsentiert sie gewohnt cool und lässig, kann dann aber auch, wie in dem „Ace Of Spade Blues“, richtig „explodieren“.
WeiterlesenEzio: Live In Cambridge
Da die Studioalben von Ezio nicht durchgängig überzeugen konnten, werden Fans nicht müde zu erwähnen, wie genial Ezio Lunedei und Mark ‚Booga‘ Fowell auf der Bühne sind.“Live In Cambridge“ gibt sich die ersten drei Songs nicht wirklich Mühe, diese Tatsache zu beweisen, aber nach dem bösen Liedchen „The Girl Of My Dreams“ lassen sie mit einem Schlag die Spielfreude von der Leine. Mit einer perfekt eingespielten Band groovt es bis zum Umfallen und Ezios kauziger Charme tut sein Übriges, das Ergebnis abzurunden.
WeiterlesenSteve Hackett: Metamorpheus
Steve Hackett ist mit Orpheus in die Unterwelt hinabgestiegen und präsentiert ein durchdachtes und durchkomponiertes Instrumentalwerk. Wer auf Rockanleihen oder -ausflüge hofft, wird komplett enttäuscht. „Metamorpheus“ ist ein Klassik-Album und lässt keine Rückschlüsse auf die Vergangenheit von Steve Hackett zu.
WeiterlesenAimee Mann: The Forgotten Arm
Das Statement vorneweg: „The Forgotten Arms“ ist ein fantastisches Album, getragen von der lakonisch zurückhaltenden Stimme Aimee Manns.Aber bevor die Lobeshymnen weitergehen, muss ich auch eine kleine Kritik einschieben: Obwohl ihre sechste Platte deutlich anders klingt als der Vorgänger „Lost In Space“, lässt sich nicht verleugnen, dass Aimee Mann bestimmte Harmonien und Gesangslinien bevorzugt und diese auch gerne mehrmals verwendet.
Weiterlesen