KT Tunstall: Eye To The Telescope

KT Tunstall ist eine schottische Songwriterin, die mit einem kantigen und ausgefuchsten Debüt überrascht. Würde Meredith Brooks heute noch richtig gute Songs schreiben und wäre Sheryl Crow nicht so unerträglich mainstreamig geworden, könnten beide als entfernte Verwandte herhalten.KT Tunstall zieht ihren eigenen Stil durch und überzeugt besonders bei den schnelleren Stücken. Ohne brachial zu rocken verleiht sie den Up-Tempo Nummern einen rauen Groove, der gut mit ihrer rauchigen Stimme harmoniert. Aber auch die Leisetreter liegen weit über dem Durchschnitt, allen voran die düstere Abschlussballade „Through The Dark“.

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Patrice: Nile

Der Mann mit der nasalen Reggae-Stimme ist zurück: Patrice, 25 Jahre jung und auf dem aufsteigenden Ast. Nach zwei Soloalben (‚Ancient Spirit‘, ‚How Do You Call It?‘) und einer EP mit dem Silly Walks Movement (‚Silly Walks Meets Patrice‘) hat er mit seiner Begleitband Shashamani ein reifes und formvollendetes Album eingespielt, in dem viel seines Herzbluts drinsteckt. Und Arbeit.

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Will Smith: Lost And Found

Ständig vor der Kamera und dann noch Zeit, hinter dem Mikrofon sein Unwesen zu treiben… Will Smith scheint unersättlich. Er schauspielert und rappt im Akkord. Wobei er für Letzteres in der jüngeren Vergangenheit nicht allzu viel Zeit hatte. Aber eines der beiden Betätigungsfelder aufgeben, das will er auf gar keinen Fall. Warum auch? Solange er in beiden Metiers dermaßen erfolgreich ist, läuft es doch.

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Lyrics Born: Same !@#$ Different Day

Dem drögen Alltag begegnet Lyrics Born, bekannt aus dem Umfeld des kalifornischen Underground-HipHop-Kollektivs Quannum Project, mit gut gelauntem und in dieser Art in letzter Zeit viel zu selten gehörtem HipHop.Die gute Laune springt einem schon in „Hello (Remix)“ ins Gesicht, saugt sich am Backen fest und hinterlässt die Spuren eines feuchten Schmatzers. „Put your hands in the air!“. Uuh yeah.

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David Olney – Migration

Ich gestehe, in den letzten Jahren ist mir der bis dato praktisch unbekannte Singer/Songwriter richtig ans Herz gewachsen. Denn man kann sich auf ihn, sein Songwriting-Talent und sein Händchen für stimmige, dabei stets abwechslungsreiche Produktionen verlassen.Auch bei seinem jüngsten Werk, das – ganz grob – wohl dem dem kontinuierlichen Wandel im menschlichen Leben gewidmet ist, überzeugt Olney mit feinen, oft schwermütigen, aber auch leidenschaftlichen Songs. Er präsentiert sie gewohnt cool und lässig, kann dann aber auch, wie in dem „Ace Of Spade Blues“, richtig „explodieren“.

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Ezio: Live In Cambridge

Da die Studioalben von Ezio nicht durchgängig überzeugen konnten, werden Fans nicht müde zu erwähnen, wie genial Ezio Lunedei und Mark ‚Booga‘ Fowell auf der Bühne sind.“Live In Cambridge“ gibt sich die ersten drei Songs nicht wirklich Mühe, diese Tatsache zu beweisen, aber nach dem bösen Liedchen „The Girl Of My Dreams“ lassen sie mit einem Schlag die Spielfreude von der Leine. Mit einer perfekt eingespielten Band groovt es bis zum Umfallen und Ezios kauziger Charme tut sein Übriges, das Ergebnis abzurunden.

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Aimee Mann: The Forgotten Arm

Das Statement vorneweg: „The Forgotten Arms“ ist ein fantastisches Album, getragen von der lakonisch zurückhaltenden Stimme Aimee Manns.Aber bevor die Lobeshymnen weitergehen, muss ich auch eine kleine Kritik einschieben: Obwohl ihre sechste Platte deutlich anders klingt als der Vorgänger „Lost In Space“, lässt sich nicht verleugnen, dass Aimee Mann bestimmte Harmonien und Gesangslinien bevorzugt und diese auch gerne mehrmals verwendet.

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