Arctic Monkeys: Humbug

Unsinnig oder töricht klingt das dritte Album der Arctic Monkeys nicht. Dennoch trägt es den Titel „Humbug“. Anfang 2008 nahm das Quartett aus Sheffield die Arbeiten an diesem Album auf. Statt wie zuvor ein Studio in England aufzusuchen, jetteten sie über den großen Teich und quartierten sich in der kalifornischen Wüste ein. Genauer gesagt in dem Studio Rancho De La Luna in Joshua Tree. Das ist seit Jahren Spielwiese und zweite Heimat von Josh Homme, der früher bei den Stonerrock-Urgesteinen Kyuss Gitarre spielte und heute mit Queens Of The Stone Age und den Eagles Of Death Metal rockt.

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The Stone Roses (Legacy Edition)

Die Wiederveröffentlichung dieser exquisiten Box kommt rechtzeitig zum 20-jährigen Jubiläum dieses britischen Madchester-Meilensteins auf den Markt. Neben dem neu abgemischten Debütalbum (plus dem Bonustrack „Fools Gold“) liegen auf einer zweiten CD zahlreiche Demoaufnahmen („The Lost Demos“) bei. Auf einer DVD befinden sich diverse Videoclips sowie ein Konzertmitschnitt von damals.

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OP!

So ein verstopfter Talkkanal ist ja harmlos. Wenn du allerdings morgens aufwachst und das Ding auf deiner linken Brust ist plötzlich sieben Zentimeter im Durchmesser, prall, entzündet und fest, dann weiß auch ein Ärzteverächter wie ich, wo er hin muss: schleunigst unters Messer. Genau das hab ich heute morgen gemacht. Und die nächsten Tage, sagt der Doktor, soll ich mich ausruhen. Und zum Verbandswechsel kommen usw. Also: Für den Rest der Woche nehme ich mir Genesungsurlaub. Am Montag gehts dann in alter Frische und talklos / taktlos weiter.

dpr
*hört gerade Talking Heads

Geschäfte ankurbeln

… weil die Rezensionsexemplare der „Armen Leute“ nun doch etwas verzögert auf die Welt danieder kommen (aber keine Angst, Welt, sie kommen!), hier kurz der Hinweis, dass heute noch eine verspätete Rezension der „Menschenfreunde“ bei der →Krimi-Couch eingelaufen ist. Doch! Man kann auch dieses Werk noch käuflich erwerben, und wenn ich dem Rezensenten glauben darf (ich glaube ihm), lohnt es sich sogar! Also. Und dann habe ich noch eine peinliche Mitteilung zu machen (Cliffhanger, bitte weiterlesen)…

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Der Kriminalroman muss neu geschrieben werden

Der vorgestrige Wahlsonntag war eine Sternstunde für die deutsche Kriminalliteratur. Hat das allvierjährliche Stimmenevent doch dem Genre, das ja von sich behauptet, es produziere „Gesellschaftsromane“, ein auf den neuesten Stand gebrachtes Regelwerk beschert, ein perfektes How-to-do-it, ein selbst für die Minderbegabteren locker in Hochspannungsliteratur umzusetzendes Vademekum dessen, was unsere Gesellschaft definiert.

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Die Glorreichen im Herbst

Drei Viertel des Jahres sind jetzt auch schon wieder vorbei. Langsam muss man sich Gedanken über die Krimihöhepunkte machen, aber ich hab ja meine Glorreichen Sieben. Tja… aber da gibt es ein Problem.
Neu auf die Liste haben es Rex Miller mit →„Im Blutrausch“ sowie Vamba Sherif mit →„Geheimauftrag in Wologizi“ geschafft. Einen Ehrenplatz dort hätten natürlich auch Geoffrey Household („Einzelgänger, männlich“) und Gerald Kersh („Ouvertüre um Mitternacht“) verdient – nur: Dann müsste ich ja gleich VIER altbewährte Kräfte von der Liste kicken!

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Liebe gewinnen

Morgen ist es endlich so weit: „Heavy“, das Solo-Debüt von Jochen Diestelmeyer erscheint. Zur Feier des Tages gibt es ein „Machen von“, das ein bisschen über die ersten beiden Videos („Wohin mit dem Hass“ und „Lass uns Liebe sein“) erzählt:

Und als ob das nicht schon grandios genug wäre gibt es bei uns auch zum ersten Mal seit Monaten wieder etwas zu gewinnen. Und zwar:

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Presseschau 23. September 2009

Galore-Interview mit Chris Isaak: ↑Jeder, der seinen Hund nicht küsst, muss dumm sein. (NB: Und natürlich hat Dick Cheney keinen 78jährigen erschossen, sondern nur angeschossen. Kleine Feinheiten der englischen Sprache)

Die taz über das einzige Deutschlankonzert der Dirty Projectors: ↑Konzentration gegensätzlicher Kräfte

Die Frankfurter Rundschau über die Kultur-Flatrate:Der Anti-Kapitalismus der Bürgerlichen

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Gerhard Loibelsberger: Die Naschmarkt-Morde

Wie läppisch hätten wir sie denn gern, die Kriminalliteratur? Man hat sich ja mit vielem schon abgefunden: mit unbeholfen in die hohle Hand formulierter Regiofremdenwerblerei, dummbeuteliger special-interest-Spannung für Freunde des Kulinarischen, der Spirituosen oder einer bestimmten Tierart, mit zusammengegoogelten und besinnungsaufsatzmäßig verfassten „historischen Krimis“… sogar, wenn alles zusammenfällt, das Bieder-Regionale, das schlichtweg Präpotente, das Nichtschreibenkönnen als Attitüde – selbst dann also haut uns das nicht mehr wirklich um. Bei Gerhard Loibelsbergers „Die Naschmarkt-Morde“ allerdings kommen wir ein wenig ins Wanken.

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