Da hat man ausnahmsweise das Fernsehen mal gelobt – siehe „Sherlock“ – da zeigt der Bayrische Rundfunk das andere Gesicht des Mediums: kleingeistige Dummheit, eine Bevormundung seiner Zuschauer, „Jugendschutz“, vor dem man vor allem die Jugend schützen müsste.
WeiterlesenDas liest man gerne
Was Neues von der Rezensionsfront zu „Pixity – Stadt der Unsichtbaren“? Ja, klar. Keine Printmedien, keine Edelfedern, also nix von Leuten, die vom Internet normalerweise nur wissen, dass es früher Internat hieß und die Lehrer leider keine Fakes waren, sondern aus Fleisch und blutleer. Dafür ein bunter Strauß BloggerInnen, die sich alles in allem erfreulich positiv zu meinem letzten Werklein artikulieren. Lesen wir doch mal kurz rein…
Der Mann, den →das Leben ohne Radiergummi gezeichnet hat, unterstellt dem Autor fieserweise, er habe sein Buch mit einer Art Suchtmittel präpariert, denn: „Man kann nicht anders, als es zu lesen.“ Zieht aber sogleich die einzig logische Schlussfolgerung: „Den ersten Roman des Autors habe ich mir jetzt auch gleich bestellt.“ (Hinweis und weitere zarte Kaufempfehlung: Es ist bereits der zweite Roman) Hat ihm doch gefallen, dass „dieses Buch mich mehr und mehr in den Bann gezogen hat, dass es immer verwobener und verrückter und interessanter und irritierender wurde, dass es einem Angst macht.“ Schön finde ich es, endlich einmal NICHT für meine langen Sätze gescholten zu werden: „Zwar gibt es oft wundervoll lange Sätze, jedoch geht der Inhalt nie verloren, was viele andere Autoren leider nicht von sich behaupten können.“
Dies tut aber →„Merle im Halbschlaf“: „Auch der Schreibstil ist manchmal etwas kompliziert. Sätze werden abgebrochen, Gedankengänge nicht fortgeführt. Viele Sätze sind zu verschachtelt und haben mich leider manchmal etwas durcheinander gebracht.“ Der nächste Satz hat mich irritiert: „Obwohl das Buch in Ich-Form geschrieben ist, was mir persönlich am liebsten ist, hatte ich mir mehr davon versprochen.“ Ich-Form? Da musste der Autor doch glatt noch einmal nachschauen… Dankbar indes registriert er das Fazit der Rezensentin: „Über das Ende jedoch war ich ziemlich überrascht. Ein gutes Buch, daß uns zeigt, daß die Internetwelt keine Gesichter hat und ein Haufen Lügen ist!“ Naja, vielleicht ein wenig zu hart geurteilt, nicht jede Seite im Internet lügt so gedruckt wie wtd…
Gut gefallen hat es auch dem Blogger von →aus.gelesen: „Pixity ist ein recht spannendes Szenario im Stil der düsteren Krimis früherer Jahre, der die Gefahren eines „Lebens“ in der virtuellen Realität – besonders für Kinder – thematisiert.“ Er hat indes einen Einwand: „Was mich gestört hat ist die komische Sprache, in der Rudolph seine Pixies (Besucher von Pixity) sprechen läßt.“ Information des Autors: Etwa 70% dieser komischen Sprache besteht aus Originalzitaten, der Rest wurde für die Handlung behutsam angepasst.
Erschüttert zeigt sich die „Traumweberin“: „Tanten, Onkel, Geschwister und sonst noch etwas. Diese Buchgeschichte schreibe ich zur Warnung. So befangen bin ich nachdem ich dieses Buch auch beendet hab.“ Nein, ihr wtd- und dpr-Hasser, sie warnt nicht vor dem Buch! Das hat ihr nämlich gefallen. „Ich habe es ausgelesen. Und als ich es schloss, liefen mir Tränen übers Gesicht. Ich weiss. Irgendwie blöd.“ Ach was, nicht blöd! Mehr an Emotion ist kaum möglich – und auch der Autor zeigt sich ergriffen und dankt allen RezensentInnen für Ihre Bemühungen und das kritische Wohlwollen.
Dr. Watson bloggt
Das musste man sich ja angucken. Mit der BBC-Miniserie „Sherlock“ sei praktisch das Fernsehen als Krimiaufbereitungsmaschine neu erfunden worden, so legten es die euphorischen Vorbesprechungen nahe, aber wieso, fragte man sich unwillkürlich, strahlt sie die ARD dann überhaupt aus, neckischerweise auch noch nach dem Sonntags-Tatort, für den man ja das Fernsehen nicht neu erfinden muss, sondern schleunigst bald abschaffen, wie es ebenfalls als Herzenswunsch gerade medial im Umlauf ist. Nun denn. Also die erste Folge schauen.
WeiterlesenBetter think of your future
Lynval Golding, Gitarrist und Sänger bei den Specials und Fun Boy Three wird heute 60.
(Mehr Daten zum 24. Juli im →Historischen Kalender)
Sommer der Plots
Die Wirklichkeit war schon immer der holprige Versuch eines Laienspieltheaters, die großen Romane nachzuerzählen. Murdochs Machenschaften, diese Pervertierung von Journalismus mitsamt innigster Verbandelung von Politik und Polizei und Presse und Profit, was ist das anderes als ein politischer Krimi von Dominique Manotti? Und welcher Leser der Wu/Durant-Romane von Ross Thomas wartet nicht beim Schelmenstück „Eurokrise“ auf das Erscheinen des cleveren Pärchens? Aber es kommt nicht.
WeiterlesenI hope and pray he don´t blow it
Andy Mackay, Saxofonist bei Roxy Music, wird 65.
http://www.youtube.com/watch?v=jDULlMa8Hxc
(Mehr Daten zum 23. Juli im →Historischen Kalender)
Why must i chase the cat?
70. Geburtstag von Funkgroßmeister George Clinton (Parliament, Funkadelic):
(Mehr Daten zum 22. Juli im →Historischen Kalender)
Robert B. Parker: Trügerisches Bild
Machen wir es kurz: Parker – Spenser – letztes Abenteuer – durchwinken und zur Lektüre freigeben. Wie immer schön lakonische Dialoge, ein durchaus ernstes Thema, die bekannte und bewährte Dramaturgie aus Action und Reflexion. Etwas Wehmut: Neues wird von Parker nicht mehr kommen. Etwas Vorfreude: Pendragon wird hoffentlich die noch nicht ins Deutsche übertragenen oder seit Jahren nicht mehr lieferbaren Spenserromane nach und nach präsentieren, sich vielleicht sogar den anderen Serien Parkers widmen. Ein wenig Bauchschmerzen: die Story.
Death is hanging over me
Adrian Nicholas Godfrey, besser bekannt als Nikki Sudden wäre heute 55 Jahre alt geworden. Diese Solo/Akustik-Aufnahme von „Death is hanging over me“ entstand nicht einmal zwei Tage vor seinem überraschenden Tod in New York.
(mehr Daten zum 19. Juli im → Historischen Kalender)
All we need is music, sweet music
70. Geburtstag von Martha Reeves – einstens Frontfrau von Martha & The Vandellas.
http://www.youtube.com/watch?v=RGpgkCE41x8
(mehr Daten zum 18. Juli im → Historischen Kalender)
Hard to handle
Ginger Rogers wäre heute 100 jahre alt geworden.
(mehr Daten zum 16. Juli im → Historischen Kalender)
I am leaving out of Babylon
Reggaesänger Gregory Isaacs wäre heute 60 geworden (der Cool Ruler starb letzten Oktober an Lungenkrebs)
Es ist Ernst, also nur Spaß
Die →neue Kolumne auf der Krimicouch. Spaß und Ernst und Krieg und Frieden. Neues Altes aus Krimiland.
Emmanuel Bove: Der Mord an Suzy Pommier
Das Verbrechen lauert überall, zwischen den Buchdeckeln zumal, aber nicht immer ist es Krimi oder heißt so. Handelt es sich um „anspruchsvolle Literatur“, dienen die Blaupausen des Genres vor allem dazu, die Unterlegenheit des letzteren zu beweisen. Oder aber, andersrum, das Scheitern des Hochliteratentums an den trivialen Versatzstücken zu belegen.
fmsbw
125. Geburtstag von Raoul Hausmann, in Wien geborener Künstler, Dadasoph, Herausgeber der Zeitschrift „Der Dada“, Organisator der Ersten Internationalen Dada-Messe, Maler, Photograph, Schriftsteller.
(mehr Daten zum 12. Juli im → Historischen Kalender)
Aua
Mit einer gewissen Art von Humor setzt man sich hierzulande immer in die Nesseln. Kein Wunder in einer Gesellschaft, die sich allen Ernstes – und natürlich todernst – über den Unterschied zwischen Witz, Komik und Humor streitet. So musste meine kleine fiese Geschichte über Frauenfußball und Frauenkrimi die Gemüter naturgemäß erregen, nicht hier, leider, aber bei Facebook, sei es öffentlich oder eher diskret in „privaten Mitteilungen“. In Ordnung, ist ja ein heikles Thema, Frauen und Krimi, die angebliche Benachteiligung der Frauen etc., wissen wir, wird immer wieder hochgekocht, →aktuell von der geschätzten Zoe Beck aka Henrike Heiland.
WeiterlesenFrauen, die auf Papierschnipsel starren
…haben vermutlich kleine Wimpelketten geklebt. So wie ich. Der Kindergeburtstag kann kommen.
Hate to see you fade away
Heute vor 10 Jahren nahm sich Hermann Brood – der größte/einzige niederländische Rock’n’Roll-Star – das Leben, indem er vom Dach des Amsterdamer Hilton sprang. Er wurde 54 Jahre alt.
(mehr Daten zum 11. Juli im → Historischen Kalender)
Frauen und Fußball und Frauen und Krimis
Frauen! Frauen und Fußball! War doch klar, ne? Den Männern alles nachmachen wollen, Blutgrätschen wie die Kerle, sich gegenseitig die Ellenbogen ins Gesicht kloppen, aber am Ende rumheulen, wenn man gegen zwergenwüchsige Asiatinnen auf der Strecke geblieben ist! Und daheim wartet die Freundin mit dem Essen und kriegt die volle Jammerdröhnung ab. Viertelfinale, tz! Die Männer kommen wenigstens immer ins Halbfinale und können sich beim Duschen gefahrlos nach der Seife bücken!
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