Raging Speedhorn: Before The Sea Was Built

Raging Speedhorn melden sich anno 2007 in etwas veränderter Besetzung zurück. Ein neuer Sänger und ein neuer Bassist sind nunmehr dabei. Diese Besetzungswechsel haben dem Sextett mit den zwei Sängern allerdings verdammt gut getan. ‚Before The Sea Was Built‘ ist düster, aggressiv und brutal zugleich. Da werden Erinnerungen an die manischen Phasen von Neurosis, das Spielerische von Tool und das Wuchtige der Deftones wach.

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Pieke stellt Verbindungen her

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Lernen wir aus der Geschichte? Mag sein; aber nur, wenn wir sie kennen. Pieke Biermann kennt den Vormärz und sie kennt die Gegenwart. Beides verbindet sie in ihrer neuen Kriminalreportage „Lichtenrader Vormärz“, die uns erzählt, warum Berliner Partykids gar nicht so weit von Georg Büchner entfernt sind. Am Sonnabend, 29. September 2007 in DER TAGESSPIEGEL und im RBB-Inforadio 93,1 um 11:45 Uhr. Und wenn sich auch Geschichte nur manchmal wiederholt, Pieke Kriminalreportage wiederholt sich garantiert. Und zwar um 19:45 Uhr und in der folgenden Nacht um 0:45 und 05:45 Uhr. Podcast gibts auch. Fragt die Frau im Radio.

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Crime School, Hausarbeit

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Lassen wir doch heute einmal die lieben Leserinnen und Leser ein wenig vorarbeiten. Es geht noch immer um das Phänomen der „dünnen“ (und somit auch der „dicken“) Krimis. Und um Bilder.
Lesen erzeugt Bilder. Eine Handlung ist eine Folge von Bildern. Wie ich diese Bilder verarbeite, hängt von ihrer Qualität ab. Für diese Qualität ist der Autor verantwortlich. Dafür, wie ich sie als Leser verarbeite, bin ich verantwortlich.

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Duane Louis: Blondes Gift

(Vorbemerkung der Redaktion: Ja, Jochen kann auch loben! Hier! Lesen, staunen Sie! — Was unser Azubi Jochen nicht wissen kann – das Thema Pseudonyme haben sie in der Berufsschule nämlich noch nicht gehabt : Duane Louis ist niemand anderes als Duane Swierczynski, der als Duane Swierczynski in Deutschland wegen akuter Zungenbruchgefahr beim Aussprechen seines Namens kaum Bücher verkauft hätte. Erst im Februar hat Bernd ein Swieurargh- oder wie-der-heißt-Buch besprochen. →Hier.

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Dan Fesperman: The Prisoner of Guantanamo

Eigentlich verwunderlich, dass es um das Genre des Spionagekrimis in den letzten Jahren relativ ruhig geworden ist. Es ist ja nicht so, dass unsere Zeit nicht genügend Anregungen für interessante Geschichten böte. Dan Fesperman ist ein Autor, der sich von der Realität inspirieren lässt. Sein aktuelles Buch „The Prisoner of Guantanamo“ spielt, wie der Titel schon sagt, in der hermetisch abgeriegelten „amerikanischen“ Enklave auf der kubanischen Insel. Das Camp ist fest in der Hand seiner militärischen Leitung: Wer hier verhört wird, hat keine Rechte.

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Für den Regionalkrimi!

Sehr ordentlich gestern, der Münchner Tatort. Das Drehbuch? Von Friedrich Ani.
Okay, dass die Wies´n-Wirtstochter dem Batic einen Rilke schenkt, war überzogen, und vielleicht sogar, dass wir es auf einmal mit sprachkritischen Kommissaren zu tun hatten (mit hochgezogenen Augenbrauen gefragt: „voll umfänglich?“; „im Epizentrum der Macht?“), aber schön waren die vielen Auslassungen – Szenen, in denen nur Auto gefahren und nicht gesprochen wurde – und die wirklich schlauen und lustigen Dialoge. Fazit: Es bringt viel, wenn ein lokal ansässiger Autor vor Ort die Tatort-Drehbücher schreibt.

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Common: Finding Forever

Lonnie Rashid Lynn, besser bekannt als Common, hat gerade sein viertes Album ‚Finding Forever‘ veröffentlicht. Das könnte ihn in noch höhere Sphären katapultieren als er sich sowieso schon befindet. Entstanden sind die Songs unter der Regie des Produzenten, der Common schon das mit vier Grammys prämierte Vorgängeralbum ‚Be‘ bescherte: Kanye West (siehe auch die Kritik zu dessen neuem Album → Graduation).

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Kanye West: Graduation

Kanye West ist auf dem besten Wege, sich unsterblich zu machen. Auf seiner Habenseite stehen zum einen die vielen Produktionen, mit denen er bewiesen hat, dass er ein gutes Gespür bzw. Gehör für moderne und aufregende „black music“ hat. Ob er nun Common half, HipHop mit Soul zu versüßen oder mit Nas auf dessen Album „HipHop Is Dead“ kooperierte. Aber er ist nicht nur ein versierter Produzent: Er ist auch HipHop-Musiker. Und ein ganz großer obendrein. Da muss man sich nur seine aktuelle Single „Stronger“ anhören, die just auf Platz drei der britischen Charts auftauchte.

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Happyend

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Dass auch im harten Krimigeschäft etwas ein gutes Ende nehmen kann, ist heute zu berichten. Der →an dieser Stelle freudig begrüßte Roman „Tod in Arkadien“ von Jens Luckwaldt, letztes Jahr als „book on demand“ erschienen, kann ab sofort als Buch in einem „richtigen Verlag“ erworben werden. Schön so. Da verzeiht man dem Verlag auch die etwas euphorische Werbung, Luckwaldt sei „der neue Stern am Himmel des historischen Kriminalromans“.

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Julia Spencer-Fleming: All Mortal Flesh

Es gibt Serien, bei denen die Titelhelden kein relevantes Eigenleben haben, die einzelnen Bücher stehen für sich alleine und die Reihenfolge, in der Bücher gelesen werden, ist nicht entscheidend. Dann gibt es Serien, in denen die Helden sich zwar ein wenig ändern, ´mal einen neuen Partner finden und ´mal die eine oder andere Narbe zugefügt bekommen, aber diese Ereignisse beanspruchen auf längerer Sicht keine größere Aufmerksamkeit für sich und beeinflussen den Lauf der Serie nur unmerklich.

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Kapitel XVIII

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Was bisher geschah: Wickius und Claudine Schrunz sind zurück in Deutschland, nachdem sie auf der künstlichen Insel IDIOT in der Südsee aufgeräumt und sämtliche Krimischaffenden dort quasi vernichten haben. Sie retten dpr aus Seenot und verhören ihn streng. Hier nun die von ihm selbst schriftlich fixierte Aussage…

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Teppichfliese

Bosbach und Beckstein wollen eine Konvertitendatei. Meinen die das ernst?
Nein, Bosbach hats auch gar nicht gesagt, aber der Vorgang ist eine Verheißung, köstlicher als „unbekannte Folgen von Dick und Doof gefunden“: „Becki & Bosi in: Uns ist kein Vorschlag bescheuert genug“. Was bisher geschah: In der „Münchner Runde“ des BR saß am Dienstag der lustige Bosi, den alle wegen der Teppichfliese, die er als Frisur benutzt, sehr lieb haben. Anschließend wird aber falsch gemeldet, er habe eine Konvertitendatei gefordert. Sein kleiner Kumpel, Becki, zweifelt keine Sekunde, dass dieser verfassungswidrige Quatsch von Bosi stammt, und unterstützt ihn tags drauf in der Süddeutschen. Erst danach fliegt auf, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Wird Bosi des Waldes verwiesen? Würde Becki auch einem irrtümlich lancierten Toupetverbot eifrig beispringen? Seien Sie wieder mit dabei, wenn es heißt „Becki & Bosi – der Kinderkanal ist nicht genug!“

Die taz fragt, Friedrich Küppersbusch antwortet: → Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?

M.I.A.: Kala

Maya Arulpragasam alias M.I.A. gibt sich auf ihrem zweiten Album weltoffener denn ja. Sie vermischt HipHop mit UK Garage, auch Grime genannt, und World Music. Was u.a. wohl daran liegt, dass die Songs überall auf der Welt entstanden sind: in Indien, Trinidad, Jamaika, Australien, Japan und den USA.

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