„Das Weib als Sexualverbrecherin“

…hätten wir liebend gerne in der →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“, Abteilung frühes 20., zur Verfügung gestellt. Leider gehört es zur wissenschaftlichen Produktion des Juristen, Kriminologen und Kriminalpsychologen Erich Wulffen, der aber auch eine Reihe veritabler Kriminalromane hinterlassen hat. Zwei davon, „Die Kraft des Michael Argobast“ und „Der Mann mit den sieben Masken“ (beide 1917) findet man ab sofort als PDFs auf vorgenannter Seite. Mal reinschauen.

Adelbert von Chamisso: Die Gauner

Vorgestern eingetroffen, gestern gelesen, heute rezensiert. Ein Schelm, der Chamissos „Die Gauner. Galerie der pfiffigsten Schliche und Kniffe berüchtigter Menschen“ für ein Ex-und-Hopp-Produkt hält. Rasch gelesen ist das Bändchen mit seinen knapp 150 Seiten und dem großzügigen Satzspiegel durchaus. Zwei Stündchen nette Kurzweil, Eintauchen ins 19. Jahrhundert, als die Behauptung, hier fließe die Sprache, noch nicht mit Dünnpfiff zu assoziieren war.

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Kritische Ausgabe

Heute morgen hat mir der Thomas Przybilka seinen wie immer umfang- und hilfreichen, also hochwillkommenen „Krimi-Tipp 46“ geschickt (demnächst bei den →Alligatoren). Und mich auf →das neueste Heft der „Kritischen Ausgabe“ hingewiesen, dessen Schwerpunkt „Verbrechen“ unsereinen naturgemäß aufmerken lässt. Man findet dort neben einem Interview mit Norbert Horst (kann auf der Website gelesen werden) auch eine Arbeit von Stephan Mawick: „Ein Spiegelbild fällt aus dem Rahmen. Rollenkonflikte in Astrid Paprottas Roman »Mimikry« „. Kann nicht nachgelesen werden, also bestellen wir das Heft für 3,50 € plus 1,80 Versandkosten.

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Projektankündigung

Es gute alte Tradition. Sobald ich mehr als 100 fliegende Blätter in einer Mappe beisammen habe, überlege ich mir, was sich daraus machen ließe. Erste Anhaltspunkte liefert zuverlässig dieses kleine elektronische Tagebuch, in dem Sie gerade lesen. Und bei dessen kursorischer Durchsicht fällt mir auf: Sprache und Krimi, das könnte ein Thema sein. 2006 intensive Beschäftigung mit einigen Sprachfexen des Deutschkrimis, den Damen Biermann und Paprotta, dem Herr Horst, aber auch dem schon verblichenen Herr Temme. Zudem ein paar wacker durch die Zeitläufte transportierte Hirntodthesen, jene etwa, da Krimis keine Literatur seien, brauche man auch ihrer Sprache keine Beachtung zu schenken. Okay, jetzt nicht schon wieder DAS Thema.

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Pieke bildet aus

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Eh klar. Kritische LeserInnen, Menschen, die für gesellschaftliche Phänomene nicht gleich altbewährte Klischees parat haben, die büffeln fleißig und gerne in der VHS Biermann das wirkliche Leben. Und treten liebgewordene Vorurteile in die Tonne, beispielsweise. Nächste Lektion im RBBinfoRADIO 93,1 am 3. März 2007 um 11:45 Uhr (Schulschwänzer holen das Versäumte um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45 nach). Wir lernen Harald Selowski kennen, er „macht aus jungen Leuten politisch wache PolizistInnen“.

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Pieke verteidigt

Das gegenwärtige Vollidiotentum hat viele Gesichter. Manche fratzen hinter den Masken der Gutbürgerlichkeit, der ständigen Sorge ums Gemeinwohl, andere hingegen zeigen sich ungeniert maskenlos. Derzeit vor allem auf deutschen Fußballplätzen. Pieke Biermann wird uns in der JÜDISCHE ALLGEMEINEN No.9/07 (am Kiosk ab 1.März) über einen solchen Fall erzählen und ein Mann porträtieren, der dagegenhält. Einen Verteidiger. Gegen die neuen STÜRMER hierzulande.

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Harald Harst ermittelt weiter

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Sind das nicht niedliche Cover? Sechs Stück gibt es jetzt in der →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ davon schon zu bewundern, weitere werden folgen – aber ALLE kriegen wir wohl beim besten Willen nicht auf die Seite. Hat doch Walther Kabel (aka Max Schraut) über 300 Mal die spannendsten Episoden aus dem Leben seines Privatdetektivs Harald Harst in kleine billige Hefte geschrieben. Aber keine Sorge…die nächsten liegen schon als PDF vor und werden uns die Zeit auf besttriviale Weise vertreiben…

Glaustrophobie und Bestienliste

Den Ehrenglauser 2007 erhält – nein, wieder nicht Ludger Menke, obwohl er →fast fünfzig Wörter für die diesjährige →Vorschlagsliste übrig hat. Irene Rodrian ist’s, der wir herzliche Glückwünsche Richtung Barcelona schicken. Und die fünf Vorausgewählten im Segment „Roman“ sind doch okay, gelt? Nix „literarische Krimis“ wie beim Deutschen Krimipreis, kein Hochgatterer nirgends und „Tannöd“ wurde eh unter „Debüt“ eingeordnet.

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2raumwohnung: 36 Grad

Es muss da so eine Kiste geben, und wenn sie geöffnet wird, steigen lauter schöne Dinge daraus empor. Kleine, bunte Schmetterlinge. Blüten. Sterne. Petits fours. Aber auch mal manch graue Wolke. Wunderschöne allerdings nur, natürlich. So stell ich mir das vor, wenn 2raumwohnung mit ihren Ideen für ein neues Album ins Studio gehen.

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