Pieke überwacht

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Endlich mal ein Thema, bei dem auch Chef Walter mitreden kann! Über „Drogen am Lenker“ informiert die neue Kriminalreportage von Pieke „höchstens mal’n Eierlikörchen“ Biermann am Sonnabend, 17.März 2007 in DER TAGESSPIEGEL und auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr (um diese Tageszeit Zugedröhnte hören die Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 05:45 Uhr; Podcaster klicken →hier.). „Ich brauch keinen Führerschein, ich hab auch so genug Alkohol im Blut!“ schwadroniert der Chef und lässt lässig seinen Autoschlüssel kreisen, während er Piekes Inhaltsangabe studiert.

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Unkritische Ausgabe

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Krimi und Germanistik, das ist schon eine traurige Beziehung. Zu sagen haben sich die beiden Partner wenig. Spricht der Krimi, versteht ihn die Germanistik nicht, kommt die Germanistik ins Plaudern, hält sich der Krimi entsetzt die Ohren zu. Ganz schlimm wird es, wenn die Germanistik ihre ehelichen Pflichten zu erfüllen trachtet. Denn auch Krimis sind Literatur, sorry, und ab und an sollte man sie schon in der Missionarsstellung beglücken. Mit Fruchtbarkeit ist eh kaum zu rechnen, wie das Winterheft 2006/07 der „Kritischen Ausgabe“ mit dem Schwerpunkt „Verbrechen“ abschreckend zeigt.

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Monta: The Brilliant Masses

The Times They Are A-Changin‘ – “ …don’t turn around…“ – singt Tobias Kuhn (alias Monta) aus München im Eröffnungssong seines mittlerweile zweiten Albums „The Brilliant Masses“. Der ehemalige Sänger und Gitarrist der 2004 aufgelösten Band Miles aus Würzburg – die mit Catchy-Gute-Laune-Power-Pop-Songs einen kalten Wintertag emotional zum lauen Sommerabend am See werden lassen konnte, knüpft den auf dem weithin beachteten Debütalbum „Where Circles Begin“ (2004) begonnenen, introvertierten und zart akustisch gewebten musikalisch-instrumentalen Singer-/Songwriter-Teppich jetzt so eng, dass er glatt als Fliegengitter durchgehen könnte. Er hat den Blick klar und deutlich weiter nach vorne gerichtet und beweist, dass er uns mit seinem Albumdebüt 2004 keineswegs eine Eintagsfliege auf dem Plattenteller serviert hat. Von Wehmut an alte Zeiten keine Spur!

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Freitag ist CD-Tag

Der CD-Redakteur beim Bewältigen des wöchentlichen Abhörpensums
Da wirft die deutsche Phonoindustrie ihre Produkte gebündelt auf den Markt. Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen, Klassik, Jazz, Hörbücher und das, was sie so unter Pop und Rock einordnet. Fast 600 Tonträger sind es in dieser Woche von A.C.T. bis Pinchas Zukerman.
Von heute an wollen wir Euch jede Woche einen kleinen Überblick über die interessantesten und vielversprechendsten Neuerscheinungen geben. Ohne Garantie auf Vollständigkeit oder irgendetwas anderes.

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Das Brett

Lieber ein Brett im Blog als eins vorm Kopf. Hier, liebe Leserschaft, kannst du dich so richtig austoben. Kritik üben. Die Arbeit der Blogger preisen. Vorschläge machen, Hinweise geben, inspirieren, konspirieren. Du darfst fordern und dir was wünschen, wir schauen uns das genau an und reagieren prompt. Wie auch immer. Also los!

Michael Gruber: Das Totenfeld

Großartiges Buch. Wohl hat man es während der Lektüre mehrmals gegen die Wand geworfen. Ist aber immer wieder reumütig aufgestanden, hat es aufgehoben, abgestaubt und weitergelesen.
Tatort Miami. Der sudanesische Erdölhändler Jassir al-Muwalid stürzt aus dem Fenster eines Hotels in die Eisenspitzen eines Zauns. Im Zimmer des Toten findet Ermittler Jimmy Paz die junge Emmylou Dideroff vor, vieles deutet auf sie als Täterin hin, doch sie selbst scheint geistig verwirrt und hat Heiligenerscheinungen. Auch die Psychologin Lorna Wise, die Emmylous Geisteszustand untersuchen soll, wird mehr in den Fall verwickelt, als ihr lieb ist. Während Paz allmählich an der Schuld Dideroffs zweifelt, geheimdienstlichen Aktivitäten auf die Spur kommt und selbst ins Visier höherer Mächte gerät, schreibt die komische Heilige Emmylou ihren ebenso ausführlichen wie bizarren Lebenslauf.

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Willi Voss: Gegner

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Der deutsche Ex-Offizier und Geschäftsmann Kanter kehrt zurück in die geteilte Stadt Beirut, in der sich Christen und Moslems auch in Zeiten des Stillstands erbitterte Gefechte liefern. Er ist auf der Suche nach Erlösung, die er zu finden glaubt, wenn er den Verantwortlichen tötet, der ihn verhört und gefoltert hat, der ihn in zermürbenden, von körperlichen und geistigen Qualen durchsetzten Wochen auf ein menschliches Nichts reduziert hat, ohne Hoffnung, ohne Würde.

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Pionier Menke

13.3.2007, 10 Uhr 04: In einem Kommentar bei Marktführer „watching the detectives“ weist Nischenblogger Ludger die Installierung eines „schwarzen Bretts“ kategorisch von sich: „Blogs sind ja eigentlich die Schwarzen Bretter ihrer Autoren, auf denen die Besucher lesen und kommentieren können“.

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Schwarzes Brett

Als kunden- und serviceorientiertes Unternehmen der krimiverarbeitenden Industrie haben wir stets ein Ohr an unseren Lesern, insbesondere natürlich Leserinnen, vor allem, wenn sie dreißigjährige Badeanzüge tragen. So ist der Hilfeschrei unserer Power-Userin Anobella aus dem nicht-SPD-regierten Wiesbaden nicht ungehört verhallt. „ist das doch echt noch ein manko von weblogs, dass sie nicht ein plätzchen für die leser haben – ein kleines schwarzes brett – an das sie ihre fragen, anregungen etc. heften können“.

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T. Jefferson Parker: The Fallen

„The Fallen“ von T. Jefferson Parker ist ein Buch der Gefallenen: Garrett Asplundh wird erschossen aufgefunden; er ist aus der Rolle des fürsorgenden Ehemann gefallen, nachdem seine kleine Tochter in den Swimmingpool gefallen war. Robbie Brownlaw, Polizeibeamter der den Mord an Asplundh aufklären soll, ist vor drei Jahren aus dem 6. Stock eines Hauses gefallen und wichtige Männer San Diegos fallen vom hohen Ross.

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Helga Riedel: Einer muß tot

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Man kann den deutschen sogenannten Soziokrimi als eine notwendige Sondierung der Genremöglichkeiten historisch einordnen, initiiert von den schwedischen Vorbildern Sjöwall / Wahlöö, Reflex auch des allgemeinen Zeitgeistes (links, gesellschaftskritisch, an Soziologie interessiert), spannungsmäßig im Nanobereich, sprachlich von einer bisweilen kaum noch zu ertragenden Hölzern-, ja Albernheit. Auf den ersten Blick passt Helga Riedels Debütkrimi von 1983 perfekt in dieses Muster. Auf den zweiten offenbart er sich als die Zerstörung dieses Musters mit seinen eigenen Mitteln.

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Pablo De Santis: Die sechste Laterne

Wer an dieser Stelle eine Rezension von Pablo De Santis’ „Die sechste Laterne“ erwartet, wird enttäuscht. Eine Rezension ist ein Bauwerk, mit, so steht zu hoffen, tragfähigem Fundament, mehreren logisch hochgezogenen Etagen und einem Dachboden mit schiefen Wänden, auf dem gerade Platz ist für die Crux des Ganzen, einen euphorischen oder wohlwollenden oder vernichtenden Satz. Der aber verbietet sich hier; denn eines lehrt uns De Santis’ gewiss: Setze die Häuser, die du im Kopf errichtest, bloß nicht in die Welt.

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