Kriminetz

Gemäß Redaktionsbeschluss vom 2.4.07 bin ich ja jetzt auch Mitglied eines →„sozialen Netzwerks“ in Sachen Krimi. Wir durften einfach nicht zulassen, dass →DER=DA alleine die Visitenkarte für deutsche Krimiblogs abgibt. Außerdem: In Deutschland haben wir alles erreicht, was ein Krimiblog nur erreichen kann. Nun erobern wir die Welt. Gut, man muss so manche Kröte schlucken. Die etwa, den Krimiblogger M. aus H. jetzt offiziell zum „Freund“ zu haben. Aber der Kollege ist bereits auf dem Rückzug und hat sein eigenes sektiererisches →„Kriminetz“ gegründet. Wehret den Anfängen! Tretet massenhaft bei! Nur der Aufstand der Guten kann dieses Netzwerk des Bösen auf den Pfad der Tugend lenken!

Iain Archer: Magnetic North

Ich muss mal ein bisschen angeben: Ich besitze die beiden ersten Alben von Iain Archer. Iain Wer?? OK – der Mann ist nordirischer Songwriter und spielte auf „Playing Dead“ (1995) und „Crazy Bird“ (1996) melodisch depressiven Folk mit poetischen Texten und frommem Sendungsbewusstsein. Wurde ihm irgendwann zu viel und er heuerte bei Snow Patrol als Gitarrenverstärkung an. Zudem ist er Co-Autor des Hits „Run“ und hat damit nachweislich eine Menge erreicht.

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Krimistreik

Vor Wochenfrist noch präsentierte die „Deutsche Krimilesergewerkschaft“ stolz ihr einmillionstes Mitglied – jetzt macht sie ernst. Wie die Nachrichtenagenturen soeben vermelden, hat die DKLG – Wahlspruch: „Mehr Qualität im Krimi! Dafür kämpfen wir!“ – zu einem unbefristeten Streik ihrer Mitglieder aufgerufen.

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Sehen, hören, riechen

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Erinnern wir uns: Die Geschichte des uns heute geläufigen Krimigenres beginnt mit einem Hoch auf die Logik. Geniale Detektive erkennen die Verbrechen und ihre Urheber, indem sie Zeichen lesen, miteinander verknüpfen und Schlüsse ziehen. Später wurde das anders. Dazu drei Zitate, eins aus einem alten Krimi, zwei aus aktueller Produktion.

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Neue CDs

Der CD-Redakteur beim Bewältigen des wöchentlichen Abhörpensums
Heute erscheint u.a. die neue CD von Modest Mouse, die in den USA – Überraschung, Überraschung! – die Billboard-Charts anführt. Ausserdem im Angebot Broken Social Scene-Gitarrist Andrew Whiteman mit seinem Zweitprojekt Apostle of Hustle, Montgolfier Brother Roger Quigley mit – Flann O´Brien lässt grüssen – At Swim Two Birds, die Gebrüder Reid (Jesus & Mary Chain) mit Schwester Linda als Sister Vanilla und das erste Soloalbum von Gudrun Gut (Mania D, Malaria).

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The Stooges: The Weirdness

Die erste The Stooges-Platte nach gefühlten hundert Jahren und man fragt sich, ob man lieber die Attitüde oder die Songs beurteilen soll. Egal wie abweisend man Alten-Hasen-Reunions gegenübersteht — zumindest auf dem Papier haben The Stooges alles richtig gemacht: Langsam wieder zusammengefunden, live gespielt, ein paar Songs aufgenommen und jetzt schließlich ein ganzes Album.

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Vierzehn

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Als ich vor jetzt 22 Jahren meine erste Zeitschrift gegründet habe, hatte ich null Leser. Nach der ersten Ausgabe waren es 21 Abonnenten. Nach der fünften 60. Und ganz am Schluss: 75. Und das war nun wirklich was für Hardcore-Leute! Und ist heute, kein Witz, eine gesuchte Rarität!

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Reginald Hill: Mord auf Widerruf

Geübte LeserInnen dieses Blogs ahnen es bereits: Aha, ein Hill. Den wird der Rezensent über den grünen Klee loben. Jawohl. Wir loben Reginald Hills „Mord auf Widerruf“ über den grünen Klee. Nicht, weil der Titel 2003 schon einmal unter dem Titel „Die dunkle Lady meint es ernst“ erschienen ist. Nicht, weil diese „dunkle Lady“ laut Personenregister „frei nach Shakespeare“ agiert. Auch nicht, weil der Rezensent vor lauter Lesevergnügen irgendwann den Kriminalfall aus den Augen verloren hat. Sondern weil Hill, indem er launig erzählt, selbst diesen Fall niemals aus den Augen verliert.

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