Seite 180. Fertig. Letzte Wörter: „…und öffnet die Tür —„.
Jon Auer: Songs From The Year Of Our Demise
Schon merkwürdig: Genau vor einem Jahr, im Januar 2006, hatte ich Jon Auer in einem Clubkonzert in Saarbrücken mit seiner reformierten Band, den POSIES aus Seattle, erleben können (→ Konzertkritik). Dieser Gig war sehr energiegeladen, vor allem sehr laut, jedenfalls zu laut, um differenziertes und phantasievolles Songwriting heraushören zu können.
WeiterlesenKrimijahrbuch 2007 – das Inhaltsverzeichnis
Geschafft. 336 Seiten, 26 schreibende MitarbeiterInnen: das Krimijahrbuch 2007. Preisstabil: 20 €. Für Schnäppchenjäger: noch für kurze Zeit zum Vorbestellpreis von 16 € (hier vormerken lassen). Und das bekommt man dafür:
WeiterlesenMerle Kröger: Kyai!
Ganz merkwürdige Leseerfahrung. Selten hat man so häufig in Zitronen gebissen, das Gesicht so unter Schmerzen verzogen. Legionen von platten Personen, Handlungen, Zuständen, Dialogen, Monologen sind an einem vorbeigerauscht, 372 Seiten lang, das schlaucht. Und am Ende? Klappt man das Buch zu und sagt sich: Okay. Wenns nicht völlig misslungen ist, ist es halt gut gelungen, ja, doch: Merle Krögers „Kyai!“ ist ein gelungenes Buch – wenn man es so möchte.
WeiterlesenRise Against: Generation Lost
Meine Frau hat „Generation Lost“ knapp mit den Worten kommentiert: „Eigentlich ist die DVD doch nur Selbstbeweihräucherung, oder?“ Auch wenn meine Gegenargumente wortreich auf sie einprasselten, kann man diesen Einwand nicht von der Hand weisen.
WeiterlesenLive: Sophia
Erlangen, E-Werk, 19.01.2007.
Technology won’t save us-Tour 2007
Das Erlanger E-Werk ist angesichts des bevorstehenden Wochenendes und trotz des momentanen Konzertmarathons recht gut besucht (innerhalb von einer Woche spielen in der Region außerdem „Knarf Rellöm“, „Die Goldenen Zitronen“, „Blackmail“ sowie „Dominique A“) und das Durchschnittsalter des Publikums überschreitet locker die 30.
WeiterlesenKJB 2006 – noch eine Rezension
Kaum ist das Krimijahrbuch 2007 in einigermaßen trockenen Tüchern, gibt es auch schon eine →Rezension des Vorgängerbandes bei IASL online. Stefan Tomasek moniert zwar das „grundsätzliche strukturelle Defizit der mangelnden Verzahnung“, findet allerdings „viele Anregungen sowohl zu einzelnen Autoren, deren Themen und zur Gattungsdiskussion“. Und das ist doch auch schon etwas.
Charlie Huston: Ein gefährlicher Mann
(Unser Azubi Jochen mag besonders das Fach „Rezensionsgeschichte“ in der Berufsschule. Wie es die Alten so trieben, wenn sie lobten oder verrissen. „Wie sehen die Rezensionen der Zukunft aus?“ lautete die Aufgabe der letzten Hausarbeit, und Azubi Jochen hat sich sofort was ausgedacht. SO, sagt er, werden in hundert Jahren Kriminalromane rezensiert! Na, wollen doch mal sehen…)
WeiterlesenMcGregor/Boorman: Long Way Round
Keine Ahnung, warum „Long Way Round“ immer als ‚Männerabenteuer‘ dargestellt wird. Selbst klar dieser Spezies zugehörig entlockt mir der Untertitel des jetzt erschienen Buches nur ein müdes Achselzucken. Ja – bärtige, verschwitzte Männer fahren auf ihren Motorrädern um mehr als die halbe Welt, aber Ewan McGregor und Charley Boorman haben mehr zu erzählen.
WeiterlesenHir schteht’s
Wie versprochen: der →Link zu Pieke Biermanns Rezension von Jenny Hirschs Kriminalroman. In einer Stunde und zehn Minuten auf Deutschlandradio Kultur zu hören. Diese göttliche Stimme! Vor allem wenn sie sagt: „dpr ist der einzige Anbieter alter Krimis, von dem man auch unbesehen einen Gebrauchtwagen kaufen kann.“
Laura Lippman: By a Spider’s Thread
Wie Kollege dpr hier angesichts des Buches →„Gefährliche Engel“ bedauernd anmerkte, hat Laura Lippman, immerhin eine der derzeit erfolgreichsten Krimiautorinnen in den USA, in Deutschland bisher nur relativ wenig Beachtung gefunden. Nun, vielleicht liegt dieses auch daran, dass bei uns zuvor nur ihre älteren Werke erschienen waren. Unaufgeregte Bücher, moralisch korrekt, die sauberes Handwerk demonstrieren, jedoch nicht besonders komplex oder raffiniert sind.
WeiterlesenCarla Bruni: No Promises
Fast könnte man glauben, Frau Bruni hätte einen Buckel. Schon für ihr zweites Album hängt sie sich rein, als wäre es ihre letzte Chance. Ihr Debüt „Quelqu’un M’a Dit“ landete extrem gut auf den Füßen, aber statt die Suppe noch einmal zu kochen, wechselt die Musikerin flugs Singsprache und Grundklang.
WeiterlesenStonepark: Tracks
Schwedische Rockimporte verleiten nicht immer zum großen Jubelschrei. Stonepark sind eine Band aus der Kategorie „Unter-ferner-liefen“ und – um es gnadenlos vorwegzunehmen – mit „Tracks“ werden sie dieser Verortung kaum entrinnen können.
WeiterlesenA Broke Down Melody OST
Früher spielten deutsche Fernsehkrimis immer entgegengesetzt zur tatsächlichen Jahreszeit. Während man in Shorts vor dem Fernseher saß, fiel Derrick der Schnee auf’s Haupt und dem Alten glänzten die Schweißperlen auf der Stirn, während draußen der Schlitten abtropfte. Passend dazu erscheint der Surf-Soundtrack „A Broke Down Melody“ zur gleichnamigen DVD mitten im Winter.
WeiterlesenDossier, Nachtrag
Aus dubioser Quelle wurde uns ein Dokument (DER SPIEGEL, 2.2.1950) zugespielt, das die Tätigkeit der „Arbeitsgruppe Kriminalroman“ in einen historischen Kontext zu stellen vermag, welcher vielleicht aktuell nicht publik zu machen ist, dem ungeachtet jedoch ein Beleg für die Folgerichtigkeit unserer Überlegungen zur Nutzbarmachung des Kriminalromans im Sinne der Volksbefriedung. Das Faksimile wurde uns vom inzwischen in München-Stadelheim inhaftierten →Betreiber eines der nach den Unruhen 2010 verbotenen sogenannten „Krimiblogs“ zur Verfügung gestellt. Der Mann darf nun auf frühzeitige Begnadigung hoffen, während wir gegen die noch flüchtigen sogenannten „Krimiblogger“ (u.a. Menke, dpr plus Helfershelfer) mit aller Strenge des Gesetzes vorgehen werden.
WeiterlesenHört die Signale!
Morgen früh, 9 Uhr 33, wollen wir alle wtd-Leser als Hörer von Deutschlandradio Kultur sehen. Spricht doch just um diese Zeit Pieke Biermann über einen Krimi der Frauenrechtlerin Jenny Hirsch, „Ein seltsamer Fall“. Zur Vorbereitung auf diese Sendung ist das rezensierte Buch in der →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ vollständig zu lesen. Wir machen Stichproben und bestrafen Zuwiderhandlungen. Also! Lesen! Hören! Wer dies aus schwerwiegenden Gründen nicht kann (bitte ärztliches Attest o.ä. einreichen), kann die Biermannsche Reze auch nachlesen. Wir liefern den Link as soon as possible nach.
Dossier
der Arbeitsgruppe „Kriminalroman“
der Stabsstelle „Brot und Spiele“
des Referats „Blutdrucksenkende Mittel“
des Bundesministeriums für das Innere
der provisorischen Bundesregierung
Dredg: Live At The Fillmore
So sehr die kalifornische Band Dredg Perfektion und Detailverliebtheit auf ihren Studioalben auslebt, so rau agiert sie auf der Bühne. Hier zeigt das Quartett, wie tragfähig all seine Songs sind und mit welcher Leichtigkeit Gavin Hayes seine Gesangsmelodien den Hörern in die Ohren dübelt.
WeiterlesenMichael Weston King: A New Kind Of Loneliness
Lächelt er oder lächelt er nicht? Auf der CD-Hüllenrückseite schaut er, der Melancholiker aus Birmingham, dich nachdenklich an. Das kann ja heiter werden, und in der Tat ist nicht nur der Albumtitel programmatisch zu verstehen. Wie schon viele seiner „alten“ Lieder setzen sich auch die neuen meist mit den bitteren Seiten des Lebens, mit Verlust(ängsten), mit Einsamkeit, mit Enttäuschungen aller Art auseinander.
WeiterlesenThe Evens: Get Evens
Ah, die Stimme des männlichen Teils dieses Duos ist unverkennbar. Ich sage nur: Ian MacKaye. Der Fugazi-Frontmann hat sich nun schon zum zweiten Mal mit Amy Farina, ihres Zeichens von der Band The Warmers, zusammengetan und mit ihr ein gemeinsames Album aufgenommen.
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