13.3.2007, 10 Uhr 04: In einem Kommentar bei Marktführer „watching the detectives“ weist Nischenblogger Ludger die Installierung eines „schwarzen Bretts“ kategorisch von sich: „Blogs sind ja eigentlich die Schwarzen Bretter ihrer Autoren, auf denen die Besucher lesen und kommentieren können“.
WeiterlesenSchwarzes Brett
Als kunden- und serviceorientiertes Unternehmen der krimiverarbeitenden Industrie haben wir stets ein Ohr an unseren Lesern, insbesondere natürlich Leserinnen, vor allem, wenn sie dreißigjährige Badeanzüge tragen. So ist der Hilfeschrei unserer Power-Userin Anobella aus dem nicht-SPD-regierten Wiesbaden nicht ungehört verhallt. „ist das doch echt noch ein manko von weblogs, dass sie nicht ein plätzchen für die leser haben – ein kleines schwarzes brett – an das sie ihre fragen, anregungen etc. heften können“.
WeiterlesenT. Jefferson Parker: The Fallen
„The Fallen“ von T. Jefferson Parker ist ein Buch der Gefallenen: Garrett Asplundh wird erschossen aufgefunden; er ist aus der Rolle des fürsorgenden Ehemann gefallen, nachdem seine kleine Tochter in den Swimmingpool gefallen war. Robbie Brownlaw, Polizeibeamter der den Mord an Asplundh aufklären soll, ist vor drei Jahren aus dem 6. Stock eines Hauses gefallen und wichtige Männer San Diegos fallen vom hohen Ross.
WeiterlesenHelga Riedel: Einer muß tot

Man kann den deutschen sogenannten Soziokrimi als eine notwendige Sondierung der Genremöglichkeiten historisch einordnen, initiiert von den schwedischen Vorbildern Sjöwall / Wahlöö, Reflex auch des allgemeinen Zeitgeistes (links, gesellschaftskritisch, an Soziologie interessiert), spannungsmäßig im Nanobereich, sprachlich von einer bisweilen kaum noch zu ertragenden Hölzern-, ja Albernheit. Auf den ersten Blick passt Helga Riedels Debütkrimi von 1983 perfekt in dieses Muster. Auf den zweiten offenbart er sich als die Zerstörung dieses Musters mit seinen eigenen Mitteln.
WeiterlesenFünfundzwanzig
Mit der Veröffentlichung von Annie Hruschkas „Schüsse in der Nacht“ feiert die →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ ein kleines Jubiläum, ist doch Frau Hruschka der/die fünfundzwanzigste Autor/in unseres ebenso ehrgeizigen wie arbeitsintensiven Projekts. Anlass für eine kleine Rück- und Vorschau.
WeiterlesenPablo De Santis: Die sechste Laterne
Wer an dieser Stelle eine Rezension von Pablo De Santis’ „Die sechste Laterne“ erwartet, wird enttäuscht. Eine Rezension ist ein Bauwerk, mit, so steht zu hoffen, tragfähigem Fundament, mehreren logisch hochgezogenen Etagen und einem Dachboden mit schiefen Wänden, auf dem gerade Platz ist für die Crux des Ganzen, einen euphorischen oder wohlwollenden oder vernichtenden Satz. Der aber verbietet sich hier; denn eines lehrt uns De Santis’ gewiss: Setze die Häuser, die du im Kopf errichtest, bloß nicht in die Welt.
WeiterlesenChristian Gude: Mosquito

Nettes Debüt. Hie und da knirscht es noch ein wenig im Gebälk, vom Potential her ist Gude aber durchaus jemand, den man im Auge behalten sollte. Wäre da nicht…
Weiterlesen„Das Weib als Sexualverbrecherin“
…hätten wir liebend gerne in der →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“, Abteilung frühes 20., zur Verfügung gestellt. Leider gehört es zur wissenschaftlichen Produktion des Juristen, Kriminologen und Kriminalpsychologen Erich Wulffen, der aber auch eine Reihe veritabler Kriminalromane hinterlassen hat. Zwei davon, „Die Kraft des Michael Argobast“ und „Der Mann mit den sieben Masken“ (beide 1917) findet man ab sofort als PDFs auf vorgenannter Seite. Mal reinschauen.
Naomi Hirahara: Snakeskin Shamisen
(Dieses ist die zweite Besprechung eines der Kandidaten für den Edgar des Jahres 2007, Kategorie „Bestes Taschenbuch“.)
WeiterlesenAdelbert von Chamisso: Die Gauner
Vorgestern eingetroffen, gestern gelesen, heute rezensiert. Ein Schelm, der Chamissos „Die Gauner. Galerie der pfiffigsten Schliche und Kniffe berüchtigter Menschen“ für ein Ex-und-Hopp-Produkt hält. Rasch gelesen ist das Bändchen mit seinen knapp 150 Seiten und dem großzügigen Satzspiegel durchaus. Zwei Stündchen nette Kurzweil, Eintauchen ins 19. Jahrhundert, als die Behauptung, hier fließe die Sprache, noch nicht mit Dünnpfiff zu assoziieren war.
WeiterlesenKritische Ausgabe
Heute morgen hat mir der Thomas Przybilka seinen wie immer umfang- und hilfreichen, also hochwillkommenen „Krimi-Tipp 46“ geschickt (demnächst bei den →Alligatoren). Und mich auf →das neueste Heft der „Kritischen Ausgabe“ hingewiesen, dessen Schwerpunkt „Verbrechen“ unsereinen naturgemäß aufmerken lässt. Man findet dort neben einem Interview mit Norbert Horst (kann auf der Website gelesen werden) auch eine Arbeit von Stephan Mawick: „Ein Spiegelbild fällt aus dem Rahmen. Rollenkonflikte in Astrid Paprottas Roman »Mimikry« „. Kann nicht nachgelesen werden, also bestellen wir das Heft für 3,50 € plus 1,80 Versandkosten.
WeiterlesenHerzlich gelacht
habe ich soeben über einen Satz in der Rezension von Jochen „Palü“ Senfs neuem Krimi „Nichtwisser“ beim →Saarkrimi-Kollegen:
Weiterlesen„Er ist ein gespaltener Held, der einst mit 18 Jahren aus Saarbrücken nach Berlin flüchtete um den sexuellen Nachstellungen seiner eigenen Mutter zu entfliehen.“
Krimizeitschrift
Tja, Pech gehabt. Da räsonniert man rum krimizeitschriftenmäßig, andere machen gleich Nägel mit Köpfen. Hat jedenfalls →Kollege Ludger eruiert. Bitte klicken Sie auf den Link, erfahren Sie mehr, sorgen Sie dafür, dass sich Ludgers Blog weiter nach oben kämpft.
Projektankündigung
Es gute alte Tradition. Sobald ich mehr als 100 fliegende Blätter in einer Mappe beisammen habe, überlege ich mir, was sich daraus machen ließe. Erste Anhaltspunkte liefert zuverlässig dieses kleine elektronische Tagebuch, in dem Sie gerade lesen. Und bei dessen kursorischer Durchsicht fällt mir auf: Sprache und Krimi, das könnte ein Thema sein. 2006 intensive Beschäftigung mit einigen Sprachfexen des Deutschkrimis, den Damen Biermann und Paprotta, dem Herr Horst, aber auch dem schon verblichenen Herr Temme. Zudem ein paar wacker durch die Zeitläufte transportierte Hirntodthesen, jene etwa, da Krimis keine Literatur seien, brauche man auch ihrer Sprache keine Beachtung zu schenken. Okay, jetzt nicht schon wieder DAS Thema.
WeiterlesenPieke bildet aus

Eh klar. Kritische LeserInnen, Menschen, die für gesellschaftliche Phänomene nicht gleich altbewährte Klischees parat haben, die büffeln fleißig und gerne in der VHS Biermann das wirkliche Leben. Und treten liebgewordene Vorurteile in die Tonne, beispielsweise. Nächste Lektion im RBBinfoRADIO 93,1 am 3. März 2007 um 11:45 Uhr (Schulschwänzer holen das Versäumte um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45 nach). Wir lernen Harald Selowski kennen, er „macht aus jungen Leuten politisch wache PolizistInnen“.
WeiterlesenAch übrigens,
wussten Sie schon, dass morgen früh, Punkt 0 Uhr 1, die einmalige Chance vertan ist, zum gekauften Exemplar von „Krimijahrbuch 2007“ (→Inhaltsverzeichnis) und / oder „Die Zeichen der Vier. Astrid Paprottas Ina-Henkel-Kriminalromane“ (→Inhaltsverzeichnis) gratis eine 16seitige Broschüre zum Thema „Literarische Krimis“ zu erhalten? Handsigniert. Numeriert. Limitiert. Kurz: einmalig.
WeiterlesenKaiser Chiefs: Yours Truly, Angry Mob
Zu viele ‚Nananaas‘ und ‚Shalalaas‘? Zumindest nach dem ersten Hören war das der Eindruck. Von „Yours Truly, Angry Mob“ scheint nur der Albumname gut, der Rest wirkt schal wie ein abgestandenes Ale. Dann summt man doch „Ruby“ mit, entdeckt noch die ein oder andere Perle und verfällt der zweiten Platte von Kaiser Chiefs ganz.
WeiterlesenBernhard Jaumann: Die Drachen von Montesecco
Bernhard Jaumanns Welt wird von fünfundzwanzig Personen bevölkert. Die meisten von ihnen sind alt und manche tot, wenn wir Jaumanns Welt wieder verlassen, das kleine Örtchen Montesecco in der Mitte Italiens. Wir gehen nicht gerne, wir mögen Montesecco und seine Geschichten. Nach den Vipern sind es nun die Drachen, deren mythische Existenz für ganz irdische Komplikationen sorgt.
WeiterlesenBlackfield II
Selbstverständlich ist auch das zweite Album der Kooperation von Aviv Geffen und Steve Wilson ein gutes Album geworden, aber an manchen Stellen sollte man nicht zu genau hinhören. Nach dem überraschend fordernden Opener „Once“ zeigt sich sehr deutlich, dass sich sowohl Blackfield wie auch Porcupine Tree nur noch innerhalb ihrer Grenzen bewegen.
WeiterlesenKriminalroman. Ein Kurzkrimi
(Eigentlich mag ich keine Kurzkrimis. Sie sind meistens so kurz, dass sie schon wieder zu lang sind. Da ich aber Kriminalromane mag, gibt es jetzt einen Kurzkrimi, der „Kriminalroman“ heißt. Und kürzer gar nicht mehr geht.)
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