Belasco: 61

Das dritte Album einer Band, soll ja das wegweisende sein. Sollte diese Regel des Musikgeschäfts stimmen, so stehen Belasco von nun an Tür und Tor offen. Die Jungs, die schon als Nachfolger von Coldplay gehandelt wurden, aber im windigen Musikbiz nicht immer vom Glück verfolgt waren, machen auf ’61‘ alles richtig.

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Das Dumme an Krimis

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Entschuldigung, dass ich so lange nix hab von mir hören lassen. Aber hier im Finanzamt geht um diese Jahreszeit die Post ab. Einkommenssteuererklärung. Jeden Tag sitzen zwanzig Leutchen auf dem (natürlich ungepolsterten) Besucherstuhl, reichen mir ihre Formulare und wollen – so-fort bitte! – wissen, mit welcher Rückerstattung Sie rechnen dürfen. Unangenehm, dieser Publikumsverkehr. Aber dabei ist mir etwas ganz Seltsames aufgefallen…

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Locas In Love: Saurus

Die alte Weisheit, dass Blinde keine Blinden führen können, wird mit „Saurus“ nachhaltig entkräftet. Man hat nie das Gefühl als habe die Kölner Band für irgendwas Antworten parat, aber die Art wie Locas In Love Geschichten erzählen hat schon fast therapeutische Züge. Jeder der zwölf Songs hat mindestens eine Textzeile, die man sich auf die Innenseite der Augenlider tätowieren sollte.

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Gewinnerin Anobella

„Hurra!“ jubelt Redaktionsfee Anobella in ihrem →Tagebuch, „ich hab den zweiten Preis in →Stockstadt gewonnen!“ Na, dann Sekt aus dem Kühlschrank und hoch die Tassen, jubelt der versammelte Redaktionsrest. Und rätselt. Denn Anobella hat ihren Beitrag unter Pseudonym beim Literaturpreis der Kulturstiftung der Kreissparkasse Stockstadt ins Rennen geschickt. Als „Inka Kleinke-Bialy (46) aus Zell“ wusste sie in „Erdbeben mit Schluckauf“ „interessante und überzeugende Personen in einer halb-traurigen Geschichte mit mundartlichen Elementen“ zu skizzieren. Na ja. Inka Kleinke-Bialy, einfallsloser gings wohl nicht. Und sich dann auch noch zehn Jahre älter machen…

Cover, Cover

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Fleißig rotieren sie in den Druckereien, spätestens Anfang April auf den Schreibtischen der LeserInnen: Einmal Krimijahrbuch 2007, einmal Paprotta-Studie. Die Subskriptionsfrist für das Jahrbuch wurde, wie mir der Verleger mitteilt, bis zum 31. März verlängert, das Werk kann hier für 16 € (statt später 20 €) vorbestellt werden. Das Paprotta-Bändchen lässt sich ebenfalls hier ordern und kostet 12 €.

Pieke überwacht

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Endlich mal ein Thema, bei dem auch Chef Walter mitreden kann! Über „Drogen am Lenker“ informiert die neue Kriminalreportage von Pieke „höchstens mal’n Eierlikörchen“ Biermann am Sonnabend, 17.März 2007 in DER TAGESSPIEGEL und auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr (um diese Tageszeit Zugedröhnte hören die Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 05:45 Uhr; Podcaster klicken →hier.). „Ich brauch keinen Führerschein, ich hab auch so genug Alkohol im Blut!“ schwadroniert der Chef und lässt lässig seinen Autoschlüssel kreisen, während er Piekes Inhaltsangabe studiert.

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Unkritische Ausgabe

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Krimi und Germanistik, das ist schon eine traurige Beziehung. Zu sagen haben sich die beiden Partner wenig. Spricht der Krimi, versteht ihn die Germanistik nicht, kommt die Germanistik ins Plaudern, hält sich der Krimi entsetzt die Ohren zu. Ganz schlimm wird es, wenn die Germanistik ihre ehelichen Pflichten zu erfüllen trachtet. Denn auch Krimis sind Literatur, sorry, und ab und an sollte man sie schon in der Missionarsstellung beglücken. Mit Fruchtbarkeit ist eh kaum zu rechnen, wie das Winterheft 2006/07 der „Kritischen Ausgabe“ mit dem Schwerpunkt „Verbrechen“ abschreckend zeigt.

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Monta: The Brilliant Masses

The Times They Are A-Changin‘ – “ …don’t turn around…“ – singt Tobias Kuhn (alias Monta) aus München im Eröffnungssong seines mittlerweile zweiten Albums „The Brilliant Masses“. Der ehemalige Sänger und Gitarrist der 2004 aufgelösten Band Miles aus Würzburg – die mit Catchy-Gute-Laune-Power-Pop-Songs einen kalten Wintertag emotional zum lauen Sommerabend am See werden lassen konnte, knüpft den auf dem weithin beachteten Debütalbum „Where Circles Begin“ (2004) begonnenen, introvertierten und zart akustisch gewebten musikalisch-instrumentalen Singer-/Songwriter-Teppich jetzt so eng, dass er glatt als Fliegengitter durchgehen könnte. Er hat den Blick klar und deutlich weiter nach vorne gerichtet und beweist, dass er uns mit seinem Albumdebüt 2004 keineswegs eine Eintagsfliege auf dem Plattenteller serviert hat. Von Wehmut an alte Zeiten keine Spur!

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Freitag ist CD-Tag

Der CD-Redakteur beim Bewältigen des wöchentlichen Abhörpensums
Da wirft die deutsche Phonoindustrie ihre Produkte gebündelt auf den Markt. Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen, Klassik, Jazz, Hörbücher und das, was sie so unter Pop und Rock einordnet. Fast 600 Tonträger sind es in dieser Woche von A.C.T. bis Pinchas Zukerman.
Von heute an wollen wir Euch jede Woche einen kleinen Überblick über die interessantesten und vielversprechendsten Neuerscheinungen geben. Ohne Garantie auf Vollständigkeit oder irgendetwas anderes.

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Das Brett

Lieber ein Brett im Blog als eins vorm Kopf. Hier, liebe Leserschaft, kannst du dich so richtig austoben. Kritik üben. Die Arbeit der Blogger preisen. Vorschläge machen, Hinweise geben, inspirieren, konspirieren. Du darfst fordern und dir was wünschen, wir schauen uns das genau an und reagieren prompt. Wie auch immer. Also los!

Michael Gruber: Das Totenfeld

Großartiges Buch. Wohl hat man es während der Lektüre mehrmals gegen die Wand geworfen. Ist aber immer wieder reumütig aufgestanden, hat es aufgehoben, abgestaubt und weitergelesen.
Tatort Miami. Der sudanesische Erdölhändler Jassir al-Muwalid stürzt aus dem Fenster eines Hotels in die Eisenspitzen eines Zauns. Im Zimmer des Toten findet Ermittler Jimmy Paz die junge Emmylou Dideroff vor, vieles deutet auf sie als Täterin hin, doch sie selbst scheint geistig verwirrt und hat Heiligenerscheinungen. Auch die Psychologin Lorna Wise, die Emmylous Geisteszustand untersuchen soll, wird mehr in den Fall verwickelt, als ihr lieb ist. Während Paz allmählich an der Schuld Dideroffs zweifelt, geheimdienstlichen Aktivitäten auf die Spur kommt und selbst ins Visier höherer Mächte gerät, schreibt die komische Heilige Emmylou ihren ebenso ausführlichen wie bizarren Lebenslauf.

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Willi Voss: Gegner

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Der deutsche Ex-Offizier und Geschäftsmann Kanter kehrt zurück in die geteilte Stadt Beirut, in der sich Christen und Moslems auch in Zeiten des Stillstands erbitterte Gefechte liefern. Er ist auf der Suche nach Erlösung, die er zu finden glaubt, wenn er den Verantwortlichen tötet, der ihn verhört und gefoltert hat, der ihn in zermürbenden, von körperlichen und geistigen Qualen durchsetzten Wochen auf ein menschliches Nichts reduziert hat, ohne Hoffnung, ohne Würde.

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