Dieses ist die dritte Besprechung eines der Kandidaten für den Edgar des Jahres 2007, Kategorie „Bestes Taschenbuch“.
WeiterlesenBelasco: 61
Das dritte Album einer Band, soll ja das wegweisende sein. Sollte diese Regel des Musikgeschäfts stimmen, so stehen Belasco von nun an Tür und Tor offen. Die Jungs, die schon als Nachfolger von Coldplay gehandelt wurden, aber im windigen Musikbiz nicht immer vom Glück verfolgt waren, machen auf ’61‘ alles richtig.
WeiterlesenDas Dumme an Krimis

Entschuldigung, dass ich so lange nix hab von mir hören lassen. Aber hier im Finanzamt geht um diese Jahreszeit die Post ab. Einkommenssteuererklärung. Jeden Tag sitzen zwanzig Leutchen auf dem (natürlich ungepolsterten) Besucherstuhl, reichen mir ihre Formulare und wollen – so-fort bitte! – wissen, mit welcher Rückerstattung Sie rechnen dürfen. Unangenehm, dieser Publikumsverkehr. Aber dabei ist mir etwas ganz Seltsames aufgefallen…
WeiterlesenLocas In Love: Saurus
Die alte Weisheit, dass Blinde keine Blinden führen können, wird mit „Saurus“ nachhaltig entkräftet. Man hat nie das Gefühl als habe die Kölner Band für irgendwas Antworten parat, aber die Art wie Locas In Love Geschichten erzählen hat schon fast therapeutische Züge. Jeder der zwölf Songs hat mindestens eine Textzeile, die man sich auf die Innenseite der Augenlider tätowieren sollte.
WeiterlesenBrazilian Girls: Talk To La Bomb
‚Talk To La Bomb‘ könnte man hier einmal wörtlich nehmen. Denn wir sprachen mit ihr, genauer gesagt mit der bezaubernden Sabina Sciubba, der Frontfrau der Brazilian Girls. Denn jüngst erschien das zweite Album des Quartetts, das dem selbstbetitelten Debüt von 2005 in nichts nachsteht.
WeiterlesenGewinnerin Anobella
„Hurra!“ jubelt Redaktionsfee Anobella in ihrem →Tagebuch, „ich hab den zweiten Preis in →Stockstadt gewonnen!“ Na, dann Sekt aus dem Kühlschrank und hoch die Tassen, jubelt der versammelte Redaktionsrest. Und rätselt. Denn Anobella hat ihren Beitrag unter Pseudonym beim Literaturpreis der Kulturstiftung der Kreissparkasse Stockstadt ins Rennen geschickt. Als „Inka Kleinke-Bialy (46) aus Zell“ wusste sie in „Erdbeben mit Schluckauf“ „interessante und überzeugende Personen in einer halb-traurigen Geschichte mit mundartlichen Elementen“ zu skizzieren. Na ja. Inka Kleinke-Bialy, einfallsloser gings wohl nicht. Und sich dann auch noch zehn Jahre älter machen…
Cover, Cover

Fleißig rotieren sie in den Druckereien, spätestens Anfang April auf den Schreibtischen der LeserInnen: Einmal Krimijahrbuch 2007, einmal Paprotta-Studie. Die Subskriptionsfrist für das Jahrbuch wurde, wie mir der Verleger mitteilt, bis zum 31. März verlängert, das Werk kann hier für 16 € (statt später 20 €) vorbestellt werden. Das Paprotta-Bändchen lässt sich ebenfalls hier ordern und kostet 12 €.
Nicht nur Germanisten
können ab sofort einen Blick in das „Tagebuch eines Kriminalkommissärs“ (1872) von Friedrich Friedrich werfen. Die →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“ steht allen offen. „Unterm Birnbaum“ ist nicht drin; na so was!
Pieke überwacht

Endlich mal ein Thema, bei dem auch Chef Walter mitreden kann! Über „Drogen am Lenker“ informiert die neue Kriminalreportage von Pieke „höchstens mal’n Eierlikörchen“ Biermann am Sonnabend, 17.März 2007 in DER TAGESSPIEGEL und auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr (um diese Tageszeit Zugedröhnte hören die Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 05:45 Uhr; Podcaster klicken →hier.). „Ich brauch keinen Führerschein, ich hab auch so genug Alkohol im Blut!“ schwadroniert der Chef und lässt lässig seinen Autoschlüssel kreisen, während er Piekes Inhaltsangabe studiert.
WeiterlesenUnkritische Ausgabe

Krimi und Germanistik, das ist schon eine traurige Beziehung. Zu sagen haben sich die beiden Partner wenig. Spricht der Krimi, versteht ihn die Germanistik nicht, kommt die Germanistik ins Plaudern, hält sich der Krimi entsetzt die Ohren zu. Ganz schlimm wird es, wenn die Germanistik ihre ehelichen Pflichten zu erfüllen trachtet. Denn auch Krimis sind Literatur, sorry, und ab und an sollte man sie schon in der Missionarsstellung beglücken. Mit Fruchtbarkeit ist eh kaum zu rechnen, wie das Winterheft 2006/07 der „Kritischen Ausgabe“ mit dem Schwerpunkt „Verbrechen“ abschreckend zeigt.
WeiterlesenMonta: The Brilliant Masses
The Times They Are A-Changin‘ – “ …don’t turn around…“ – singt Tobias Kuhn (alias Monta) aus München im Eröffnungssong seines mittlerweile zweiten Albums „The Brilliant Masses“. Der ehemalige Sänger und Gitarrist der 2004 aufgelösten Band Miles aus Würzburg – die mit Catchy-Gute-Laune-Power-Pop-Songs einen kalten Wintertag emotional zum lauen Sommerabend am See werden lassen konnte, knüpft den auf dem weithin beachteten Debütalbum „Where Circles Begin“ (2004) begonnenen, introvertierten und zart akustisch gewebten musikalisch-instrumentalen Singer-/Songwriter-Teppich jetzt so eng, dass er glatt als Fliegengitter durchgehen könnte. Er hat den Blick klar und deutlich weiter nach vorne gerichtet und beweist, dass er uns mit seinem Albumdebüt 2004 keineswegs eine Eintagsfliege auf dem Plattenteller serviert hat. Von Wehmut an alte Zeiten keine Spur!
WeiterlesenFreitag ist CD-Tag

Da wirft die deutsche Phonoindustrie ihre Produkte gebündelt auf den Markt. Neuerscheinungen und Wiederveröffentlichungen, Klassik, Jazz, Hörbücher und das, was sie so unter Pop und Rock einordnet. Fast 600 Tonträger sind es in dieser Woche von A.C.T. bis Pinchas Zukerman.
Von heute an wollen wir Euch jede Woche einen kleinen Überblick über die interessantesten und vielversprechendsten Neuerscheinungen geben. Ohne Garantie auf Vollständigkeit oder irgendetwas anderes.
Im Hinternet. Unterabteilung Watching the detectives.
DPR diskutiert am Telefon mit dem Krimiblogger über ein neues bahnbrechendes Krimiprojekt (der Krimiblogger äußerst sich skeptisch, DPR ruft, dass er so nicht vorwärtskommt); Jochen wird wegen eines Links in seiner Rezension dauernd in den Spamfilter verbannt; Bernd feilt an einem Leserkommentar; Herr Zander geht DPR´s Beiträge durch.
WeiterlesenDas Brett
Lieber ein Brett im Blog als eins vorm Kopf. Hier, liebe Leserschaft, kannst du dich so richtig austoben. Kritik üben. Die Arbeit der Blogger preisen. Vorschläge machen, Hinweise geben, inspirieren, konspirieren. Du darfst fordern und dir was wünschen, wir schauen uns das genau an und reagieren prompt. Wie auch immer. Also los!
Arcade Fire: Neon Bible
Kirche gekauft, zum Studio umgebaut, monatelang aufgenommen und am Mix gewerkelt und trotzdem klingt das Endergebnis leichtfüßig wie eine spontane Eingebung. Sollte irgendjemand Arcade Fire bisher nur als Hype wahrgenommen haben wird es Zeit, sich von den Worten der „Neon Bible“ bekehren zu lassen.
WeiterlesenExplosions In The Sky: All Of A Sudden I Miss Everyone
Gott ist ein Astronaut und als der Himmel mit einem lauten ‚Mogwai‘ explodierte zeigte die Göttin Isis, wer hier noch alles seine Kreise zieht. Postrock ist ein enges Genre, inzwischen haben alle der genannten Bands das Klavier für sich entdeckt, aber trotzdem kann man noch keine Abnutzungserscheinungen raushören.
WeiterlesenMichael Gruber: Das Totenfeld
Großartiges Buch. Wohl hat man es während der Lektüre mehrmals gegen die Wand geworfen. Ist aber immer wieder reumütig aufgestanden, hat es aufgehoben, abgestaubt und weitergelesen.
Tatort Miami. Der sudanesische Erdölhändler Jassir al-Muwalid stürzt aus dem Fenster eines Hotels in die Eisenspitzen eines Zauns. Im Zimmer des Toten findet Ermittler Jimmy Paz die junge Emmylou Dideroff vor, vieles deutet auf sie als Täterin hin, doch sie selbst scheint geistig verwirrt und hat Heiligenerscheinungen. Auch die Psychologin Lorna Wise, die Emmylous Geisteszustand untersuchen soll, wird mehr in den Fall verwickelt, als ihr lieb ist. Während Paz allmählich an der Schuld Dideroffs zweifelt, geheimdienstlichen Aktivitäten auf die Spur kommt und selbst ins Visier höherer Mächte gerät, schreibt die komische Heilige Emmylou ihren ebenso ausführlichen wie bizarren Lebenslauf.
Ich will ja nicht drängen
Aber heute haben wir den 14. März. Und der Vorbestellerpreis von 16 € für das →„Krimijahrbuch 2007“ gilt nur noch bis zum 20. März. Nicht mehr lange, gelt? Also bestellen Sie hier. Sie kaufen es ja irgendwann doch. Sparen Sie wenigstens dabei.
Sehr tragisch
…ist es zu beobachten, wie der einst reputierliche Krimiblogger Menke den fortgeschrittenen Zerfall seiner Krimikultur mit Hilfe unkultivierter →Schmutzkampagnen gegen WTD aufzuhalten versucht. Wir nehmen dies mit der uns eigenen Contenance hin und studieren die Mail von Herrn P. aus K., die uns heute morgen als Hilferuf eines gepeinigten „krimiblog.de“-Lesers erreichte:
WeiterlesenWilli Voss: Gegner

Der deutsche Ex-Offizier und Geschäftsmann Kanter kehrt zurück in die geteilte Stadt Beirut, in der sich Christen und Moslems auch in Zeiten des Stillstands erbitterte Gefechte liefern. Er ist auf der Suche nach Erlösung, die er zu finden glaubt, wenn er den Verantwortlichen tötet, der ihn verhört und gefoltert hat, der ihn in zermürbenden, von körperlichen und geistigen Qualen durchsetzten Wochen auf ein menschliches Nichts reduziert hat, ohne Hoffnung, ohne Würde.
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