Jetzt muss man sich schon Soundtracks von Kinderfilmen kaufen, um an Songs von Ben Folds zu kommen. Neben einer neuen Version von „Rockin‘ The Suburbs“, mit William Shatner, gibt es ein Clash-Cover („Lost In The Supermarket“) und drei neue Titel des australischen Songwriters.
WeiterlesenKeb‘ Mo‘: Suitcase
Keb‘ Mo‘ hat mal wieder eine Platte gemacht. Wer den unaufgeregten, souligen Blues-Pop seines größten Hits „That’s Not Love“ mag, wird auch mit „Suitcase“ bestens bedient.
WeiterlesenSandra Scoppettone: This dame for hire
Sandra Scoppettone führt ein außergewöhnliches Autorenblog. Eines der wenigen, die ich regelmäßig lese. Schwerpunkt ihrer meist etwas depressiv getönten Einträge ist ihr Motivationsverlust, der daraus resultiert, dass ihr Verlag ihr die Zusammenarbeit gekündigt hat. Nach über einen Dutzend Bücher und Jahren als Schriftstellerin steht die, früher auch schon ins Deutsche übertragene Autorin offensichtlich ohne Verlag da und weiß nicht so recht, wie es weiter gehen soll.
WeiterlesenBellowhead: Burlesque
Vorhang auf, die alte Tante keltische Musik bekommt eine Frischzelleninjektion in den Bobbes. Die behandelnden Ärzte, bzw. Scharlatane sind eine elfköpfige Truppe, die mit Blechbläsern der gewöhnlichen Irish-Folk-Besetzung ordentlich Dampf macht.
Weiterlesenthe psychedelic avengers present: Raumschiffkommandant remixed
„The PSYCHEDELIC AVENGERS are an intergalactic, universal and transdimensional wide operating organisation whose aim or reason of existence has yet not been revealed to mankind. They work in public and undercover (..) some (…) of them don’t even know that they are members of the PSYCHEDELIC AVENGERS. Amongst other secret projects, the PSYCHEDELIC AVENGERS earth department is always working on mind expanding interstellar musical projects beyond any scene or genre boundaries.“
Mit dieser Agenda haben die psychedelischen Rächer einen frischen großartigen Sampler zusammengestellt. Die Vorlage liefert die Stoner-Rock-Band Colur Haze mit ihrem Song „Raumschiffkommandant“. Der wurde nun von diversen Leuten durch’s Laptop gepresst, bis ein grooviges Album entstand.
Weihnachtskollektion

Während Dieter auf der Buchmesse rummacht sitze ich schon längst an der Hinter-Net!-Weihnachtskollektion. Alles Pret-a-Porter und auch noch bezahlbar. Das hier war übrigens der Aufmacher 1999. Da hatten wir aber noch nicht auf allen Seiten Farbe.
Krimis, Menschen, Sensationen
Buchmesse! Donnerstag, nur für Fachbesucher. Fachbesucher ist jeder, der nachweisen kann, schon einmal ein Buch gelesen zu haben, wobei es genügt, die physische Existenz dieses Buches durch Vorzeigen am Ticketschalter zu bestätigen. Da der Transport dieses Buches indes von Stunde zu Stunde beschwerlicher fällt, man es aber aus Kulturgründen nicht in eine der zahlreichen mit „Papier“ beschrifteten Abfalltonnen werfen will, verwundert es nicht, dass die Regale an den Ständen immer voller werden. Diskret abgestellt in diesem Jahr vor allem: Eva Hermans „Das Profitmaximierungsprinzip“, die bekannte, durch sämtliche Medien gejagte Anleitung, wie man sich trotz fortgeschrittener Denk- und Schreibschwäche als Bestsellerautorin etabliert, sofern man blond genug ist.
WeiterlesenAmplifier: Insider
Man kann Amplifier wirklich nicht vorwerfen, dass sie ihre Fans mit Neuerungen erschrecken. Nach dem kurzen akustischen Ausflug mit dem Hidden Track der EP „The Astronaut Dismantles HAL“ (2005) hat Bandleader Sel Balamir schnell wieder auf die E-Gitarre umgesattelt und bläst ein Album unters Volk, für das man nur so dämliche Begriffe wie ‚Dampframme‘ finden kann.
WeiterlesenBirkefeld & Hachmeister: Deutsche Meisterschaft
Historische Krimis haben ein Problem. Sie müssen die Zeit, in der die Handlung angesiedelt ist, so genau beschreiben, dass auch ein mit dem politisch-gesellschaftlichen Milieu Unvertrauter nicht die Orientierung verliert; sie müssen dies so tun, dass es nicht wie ein Fremdkörper auf die eigentliche Story drückt; und sie dürfen nicht zu sehr in die Tiefe gehen, denn wir wollen einen Krimi lesen und keine historische Analyse.
WeiterlesenDer Hund Marie: Hooligans & Tiny Hands
Jetzt hatte man sich gerade daran gewöhnt, dass der Hund Marie eigentlich Max Martin Schröder heißt und dann veröffentlicht die Grand-Hotel-van-Cleef-Geheimwaffe doch unter dem Tiernamen sein Solodebüt. Lyrisch geht es dann auch erstaunlich oft um Bezüge zu Vierbeinern und dem ‚Wau Wau‘.
WeiterlesenBlogfrei
Morgen bin ich auf der Messe und mache blogfrei. Die Donnerstagsrezension gibts am Freitag. Weil ich aber weiß, dass jetzt einige aufjaulen und „Wir wollen endlich wissen, welchen Krimi der Kommissar Wickius am →Montag nachgespielt hat!“ greinen, gibts jetzt die Auflösung. Schämt euch!
WeiterlesenDoch nicht ganz allein
„Ein erschreckend biederes police procedural, das vermittels der Hauptfigur – ein entlaufener Mönch als Mord-Kommissar – bleischwer letzte Dinge, Metaphysik und Transzendenz beackert. Sich also allzu fromm in die zur Zeit grassierende »Spiritualitätswelle« einklinkt.“
So liest man es →hier.
Anne McLean Matthews: The Cave

Dieses Buch ist ein Phänomen. Out of print überspringt es bei Auktionen regelmäßig die 20 Euro Marke. Es scheint also recht begehrt zu sein. Die Frage, ob der Limes-Verlag ein Geschäft verschläft, oder eine Minderheit Allesleser sich sehnsüchtig nach diesem Psycho-Kammerspiel verzehrt, ist vermutlich spannender, als der Schmöker selbst.
WeiterlesenSamiam: Whatever’s Got You Down
Als Samiam-Fan hat man keinen Spaß. Die Abstände zwischen den Alben sind einfach zu lang und so sind seit „Astray“ sechs Jahre ins Land gegangen. In dieser Zeit haben sich Samiam aufgelöst, waren trotzdem auf Tour, aber letztlich immer auf Eis gelegt.
WeiterlesenFotos: Fotos
Fotos sind so eine Sache. Bei vier Leuten macht normalerweise immer einer ein Ochsengesicht und wenn mal alle stillhalten, dann sollte man sich im Endergebnis auf rote Augen gefasst machen. Nicht so die Band Fotos und ihr gleichnamiges Debüt. Die vier Jungs haben es geschafft ihre zehn Songs wie einen Schnappschuss wirken zu lassen und trotzdem sitzt alles perfekt.
WeiterlesenTess Gerritsen: Vanish
Dieses ist die dritte Besprechung eines der diesjährigen Kandidaten für den Edgar, Kategorie „Bestes Buch“.
WeiterlesenJuliette And The Licks: Four On The Floor
Dass Juliette Lewis nicht die sanfte Squaw geben will, die sich bei weiblicher Unpässlichkeit ins Frauenzelt zurückzieht, macht sie mit dem Albumcover schon eindeutig klar. Derb gesagt ist auch ihr zweites Werk das weibliche Pendant zu ‚Schwanzrock‘ und eine knackige Hommage an alles, was simpel gestrickt ist und trotzdem knallt.
WeiterlesenLetztenendes ist man doch allein
„Idylle der Hyänen“ gibt einem zu denken, macht einige Gewissheiten unsicher und unterhält sehr intelligent und sehr spannend. „
Schreibt Georg Patzer über Friedrich Anis neues Werk bei →literaturkritik.de. Jetzt also auch du, Georg. Das gibt einem tatsächlich zu denken. Der Vorkämpfer gegen schlechtes Deutsch badet jauchzend in einem Kübel mit schlechtem Deutsch. Georg, Georg…wenn das Anobella erfährt…
Der IT-Mord
(Auch wir haben jetzt endlich unseren Serienhelden. Kommissar Wickius: erfahren, helle, vor allem aber: belesen. Er kennt die Verbrechens- und Kriminalliteratur der letzten ca. 2500 Jahre in- und auswendig, er löst jeden Fall, indem er das literarische Muster dafür sucht. Und Sie? Wissen auch Sie, welche klassischen Fälle den hier in loser Folge geschilderten Mordtaten zu Grunde liegen? Dann nichts wie ran an die Kommentarfunktion! Für alle Unbelesenen gibt es die Auflösung immer ein paar Tage nach der Veröffentlichung der Geschichte.)
WeiterlesenD-Flame: F.F.M.
‚F.F.M.‘ ist die Abkürzung für „Flame FM“, die „heißeste Radiostation der Nation“. So zumindest wird es uns im Intro zu D-Flames neuem Album versprochen. Der „Frankfurter Feuermann“ ist also zurück und begrüßt uns mit seiner gewohnt tiefen wie bedrohlich klingenden Stimme.
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