The long good-bye

Ja, liebe FreundInnen, nun heißt es Abschied nehmen. Der Schreibtisch ist leer, das Chaos auf demselben verschwunden. Eine Frau wird hier wohl bald ihren Platz finden, ich selbst – nun, ich werde schnell vergessen sein. Es ist vorbei. Es war schön. Es war hart, aber schön. Eine Träne wagt sich ins linke Auge und wird sofort resolut weggewischt. Keine Sentimentalitäten. Nur ein einfaches: tschüs.

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Saufen und kiffen mit Pieke

Ob Krimis immer etwas mit Wirklichkeit zu tun haben und was das eigentlich ist – darüber streiten sich die Halbgelehrten. Dass Pieke Biermanns Kriminalreportagen Wirklichkeit abbilden, ist dagegen offensichtlich. „Umleitung ins Leben“ heißt die nächste, am Sonnabend 30.September 2006 in DER TAGESSPIEGEL zu lesen und auf RBBinfoRADIO 93,1 um 11:45 Uhr zu hören. Wer um diese Zeit grundsätzlich mit Ohropax durch die Gegend läuft, kann sich det Janze auch um 19:45 Uhr und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45 durch die nun hoffentlich unverpackten Ohren reinziehen.

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Horst Eckert: Der Absprung

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Eigentlich ist das Zugfahren ein schönes Bild, mit dem man das Lesen erklären kann. Man sitzt in einem Wagen, der einen, mehr oder weniger gleichmäßig sich bewegend, von A über B und C nach D transportiert, man schaut aus dem Fenster in eine Landschaft, man ist in dieser Landschaft und ist doch nicht drin. Man sieht, was man sehen kann. Ein noch schöneres Bild wäre das: Man fährt, man sieht – und kann den Zug anhalten, sich etwas durch die Landschaft bewegen, sich manches angucken, das man durch die Fensterscheibe gar nicht sehen konnte – und dann nimmt man wieder im Abteil Platz und die Fahrt geht weiter.

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Hinterlassenschaften

Zu gerne hätten Hinternetweblogfamilienzuwachs Anobella und ich das Gesicht von DPR gesehen als er des ersten Anobella-Eintrags in unserem männerdominierten Weblog gewahr wurde. Da unsere versteckte Webcam schon vor Wochen aufgeflogen ist mussten wir unseren Hauszeichner RW anweisen, die Szene in schwarzweiß nachzustellen.

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Messefreuden

Man zeige mir einen Krimifreund, der zum Büchergucken auf die Messe geht. Gibt es nicht. Gibt es nämlich alles schon in den Katalogen. Und bei uns Glücklichen, die wir für Krimis nichts zahlen müssen, weil sich unser Lesen für die Verlage auszahlen soll, liegen die Dinger längst auf dem Stapel. Frischware. Warum also nach Frankfurt reisen? Weil es dort so schön ist? Mal die Heidenreich gucken oder in Eva Hermans volle Blondheit? Nein, nein, da weiß der Rezensent Besseres.

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Sierra Leone’s Refugee All Stars: Living Like A Refugee

Man könnte an dieser Stelle all die Musiker mit vollem Namen aufzählen, die an diesem Album beteiligt waren, und der Platz für diese Rezension wäre gesprengt. Aber Scherz beiseite. Da wo All Stars drauf steht, da ist auch All Stars drin. Und das mit Sierra Leone ist auch kein Scherz. Die Bandmitglieder lebten nämlich früher in der Hauptstadt Sierra Leones, in Freetown, ehe sie in einem Flüchtlingscamp in dem westafrikanischen Staat Guinea landeten und aus Verzweiflung die Sierra Leone’s Refugee All Stars gründeten.

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Nicht nur in Krimis wird gestorben

Seinem Ruf als Totengräber des Kriminalromans wird Kollege Ludger Menke heute wieder gerecht. Er betrauert die Ableben von →Joseph Hayes und Colin Forbes. Nicht nur in seinem Krimiblog, sondern bald auch im Krimijahrbuch 2007. Das schon jetzt so proppenvoll ist, dass wir alle KrimiautorInnen herzlich darum bitten müssen, ein für 2006 geplantes Löffelabgeben auf das nächste Jahr zu verschieben. Danke für Ihr Verständnis.

Willkommen Willkomm

Wer 1838 einen Roman „Die Europamüden“ schreibt, kann kein ganz schlechter Mensch sein. Wer mit dem „Jungen Deutschland“ um Karl Gutzkow sympathisiert, schon gar nicht. Und wer dann, fast fünfzigjährig, ein Mädchenpensionat eröffnet, nun, den Mann wollen wir pausenlos loben und beneiden: Ernst Willkomm. Und lesen jetzt, in der immer umfangreicher werdenden →„Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts“, seinen 1857 in der „Gartenlaube“ erschienenen Krimi „Der verhängnißvolle Schatten“. Natürlich mit scharfem Eß.

Harlan Coben: Keine zweite Chance

(Vorbemerkung der Redaktion: Wir bitten unsere Leser, die in nachstehender Rezension vorkommenden Ausdrücke der Fäkalsprache sowie das manchmal rüde Urteilen des Kritikers zu entschuldigen. Herr Jochen „The Kid“ König absolviert in unserem Hause eine Ausbildung zum Krimirezensenten, um hernach dem Arbeitsmarkt als Fachkraft zur Verfügung zu stehen. In ihm brennt noch das heiße Rezensentenfeuer der Jugend, zudem versetzen ihn der dritte Versuch des Führerscheinerwerbs, die erste große Liebe sowie aufwendige Strategien der Aknebekämpfung in dauerhaften emotionalen Stress. Nichtsdestrotrotz sind wir davon überzeugt, dass Herr König seinen Weg in der Krimiindustrie machen wird.)

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