Bienenkrimi

Mit Holtei und Krimijahrbuch werden wir nicht reich. Aber reich werden müssen wir und wollen wir. Nachdem sich nun veritable Größen der deutschen Krimikultur zu Frau Swanns Schafskrimi „Glennkill“ →bekannten (jetzt darf ich’s ja zugeben: Auch ich war hingerissen!), wollen wir euch heute unseren großen Reibach-Coup vorstellen: den ersten Bienenkrimi der Weltliteratur! Er heißt „Honigmord im Honeymoon. Ein literarischer Bienenkrimi“, spielt natürlich in England und wurde von Frau Joyce Schiller verfasst, hinter der sich ein bekannter Kriminalblogger aus dem Saarländischen verbirgt.

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Werft die Netze aus!

Es geht ihn zwar wieder mal nichts an, aber → Ludger Menke kanns halt nicht lassen. Sollen sich unsere Krimibuchhandlungen zu Werbegemeinschaften zusammenschließen und zum Beispiel gemeinsame Kataloge herausgeben? Ergänze: einen gemeinsamen Webauftritt realisieren? Ihre Bestände an Antiquarischem in eine Datenbank packen? Hm. Das hat was. Vernetzung. Ein Stückchen Krimikultur auch das. Aber mich gehts ja auch nichts an.

Däninnenkrimis

Elsebeth Egholm und Kirsten Holst sind zwei bewährte Kräfte dänischen Krimischaffens. In ihren aktuellen Büchern, „Das nächste Opfer“ und „Der Tod steht auf der Schwelle“, geht es, kaum verwunderlich, um mysteriöse Morde und ihre Aufklärung. Ende der Gemeinsamkeiten. Zwischen beiden Titeln liegen lange 200 Seiten.

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Wortspielhölle: Harold Pinter


10 Songs zur Verleihung des Literaturnobelpreises an Harold Pinter:
The Searchers: Needles and Pinter
The Creation: Pinter Man
The Who: Pinterball Wizard
Rolling Stones: Pinter it black
Joy Division: Pinterzone
Yazoo: How Pinter kills
Darlene Love: Pinter Wonderland
Thomas Leer: Pinternational
Neil Young: Pinterlong
Billy Bragg: Must I Pinter you a picture

Saarlandhass

So geht das nicht, Herr Axel Bußmer aus Berlin! „Einmal Tokio, einmal Nordengland, einmal Saarland“ heißt Ihre neue →Spurensuche“-Kolumne – und was geschieht? Das neue Werk UNSERES Ian Rankin, „Das schwarze Grab“ von Martin Conrath, wird schlichtweg als „langweilig“ bezeichnet! Unerhört. Man lese lieber meine →enthusiastische Kritik des Vorgängerwerkes „Stahlglatt“. So. Und zur Strafe bestellen wir jetzt Herrn Bußmers →Sammelband über Lawrence Block!

Eine Leseprobe

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„Worin, lieber dpr, sitzen Sie denn gerade, wenn Sie nicht auf völlig unqualifizierte Weise den Opitz büchermördern?“ Diese Frage lese ich des öfteren, zum Beispiel jetzt, wenn ich lese, was ich gerade geschrieben habe. Nun, das Jahrbuch halt. Als Herausgeber hat man eben nicht nur einen Schreibtischjob, nein, man trommelt seine Mannen und Frauen zusammen, um das Letzte an Meinungsäußerung aus ihnen herauszuquetschen. So wie gestern beim Kritikerstammtisch. Ein teures Vergnügen (selbstverständlich habe ich „alles bezahlt“), aber hat sich gelohnt. Und das schreibe ich jetzt auf. Kleine Textprobe gefällig?

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Internet und Recht und Freiheit II

Besondere Empörung hat ein kürzlich eingebrachter Änderungsvorschlag an dem bisherigen Entwurf ausgelöst, dem zufolge Software für die Übertragung kopiergeschützten Materials ohne die Integration von Wasserzeichen oder DRM verboten werden soll. Laut EUCD.info stammt der Antrag direkt aus den Rechtsabteilungen des Medienkonglomerats Vivendi Universal, der Business Software Alliance (BSA) sowie der Verwertungsgesellschaft SACEM, dem französischen Pendant zur GEMA. Betroffen sehen die Kritiker von der „surrealistischen“ Klausel neben Chat-Programmen sämtliche Server-Software und -Protokolle wie Peer-2-Peer, HTTP, FTP oder SSH.

→ Frankreich plant drastische Verschärfung des Urheberrechts.
Sacre bleu!

Ein Lexikon, ein Ärgernis

Geschenkt: Der Autor ist Einzeltäter, Idealist, manchmal etwas zu salopp in seiner Sprache, ein Lektorat sprengt das Budget. Das Werk erscheint als „book on demand“, Risiko beim Autor, da drückt man wohlwollend ein Auge zu, vielleicht auch mehr, aber nicht beide, bitte. Ein Auge zugedrückt haben dankenswerterweise →Thomas Przybilka und →Jan Christian Schmidt bei ihren Besprechungen von Alex Flückigers „Lexikon der internationalen Krimiautoren“. Und eigentlich wollte ich beide zudrücken, also garnichts dazu sagen, Gründe siehe oben. Geht aber nicht.

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Andrew Vachss: Down here

Andrew Vachss bezeichnet seine Bücher als „Trojanische Pferde“ und meint damit die Verwendung des Krimigenres als Medium, damit Menschen sich mit seiner Botschaft auseinander setzen. Der sexuelle Missbrauch von Kindern und sexuelle Gewalt im Allgemeinen sind seine ewig wiederkehrenden Themen. Hauptberuflich als Anwalt, arbeitet er nur für kindliche und jugendliche Klienten, die Opfer von sexueller oder häuslicher Gewalt wurden. Lange bevor die Öffentlichkeit durch die Dutroux-Affaire sensibilisiert wurde, hatte er schon zahlreiche seiner Bücher geschrieben, die mit ihrer Schonungslosigkeit auch Leser verstörten.

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Die Jahrestopzwölf

2005 ist beinahe passé – und hier sind die zwölf Krimis, die ich euch rechtzeitig vor Weihnachten ans Herz legen möchte. Alphabetisch geordnet. Der eine oder andere (Ani!) musste draußenbleiben, weil ich ein möglichst breites Spektrum abdecken wollte. Und nicht vergessen: Auch 2005 habe ich nicht die gesamte Jahresproduktion lesen können! Wer selbst Listen hat, kann sie natürlich dazulegen!

Elisabeth Herrmann: Das Kindermädchen. Rotbuch 2005. Ein wichtiges Thema, das unter „Krimi“ nicht begraben wird, sondern von ihm ausgegraben. →Rezension beim Krimiblog

Norbert Horst: Todesmuster. Goldmann 2005. Polizeikrimi von einem Polizisten, der dazu auch noch schreiben kann. Sehr gut! →Rezension

Renate Kampmann: Fremdkörper.Kindler 2005. Deutscher Gerichtsmedizinerinnenkrimi. Aber kein Abklatsch. Handwerklich gut gemachter Thriller. →Rezension

Pentti Kirstilä: Nachtschatten. Grafit 2005. Eine Spätentdeckung aus dem Jahr 1977. Feiner Plot! Interessanter Ermittler! →Rezension

John LaGalite: Zacharias Europa 2005. Konzentriert, verstörend, hingetuscht und überraschend. →Rezension

Iain Levison: Betriebsbedingt gekündigt. Matthes & Seitz 2005. Das kommt dabei raus, wenn man Hartz IV konsequent weiterdenkt. →Rezension

Laura Lippman: Butchers Hill. Rotbuch 2005 Schöne Details, gutes Handwerk, Personal, das persönlich ist. →Rezension

Peter O’Donnell: Modesty Blaise und die Klaue des Drachen. Unionsverlag 2005. Weils wieder einmal viel Spaß gemacht hat! →Rezension

Astrid Paprotta: Die Höhle der Löwin. Beweist, dass Psychologie etwas anderes ist als das Variieren von Binsenweisheiten. Souverän geschrieben! →Rezension beim Krimiblog

David Peace: 1974. Liebeskind 2005. Rasant, brutal, ein Rausch. Die Wirklichkeit hochgerechnet. →Rezension plus →Alternativrezension

P.J. Tracy: Der Köder. Rowohlt 2005. Ernstes Thema souverän gemeistert. Und spannend dazu!
→Rezension

Fred Vargas: Der vierzehnte Stein. Aufbau 2005. Es lebe der magische Realismus im Krimi! Aber können muss mans. Sie kanns. →Rezension 1 – →Rezension 2 – →Rezension 3

Weihnachtsmann Ludger

„Wünsch dir was!“ – so das Thema des →aktuellen Wochenvotings bei Ludger Menke seinem Blog. Ach was, Ludger, wir sind doch alle wunschlos glücklich mit dir! Mehr Rezensionen, mehr Platzpatronen, mehr… ja, ja, trotzdem her damit! – Und danke, dass du mich dran erinnert hast: Bald ist Weihnachten! Und ich hab ja auch was für euch! Eine Liste, jau! Äh…Moment, ich muss sie noch in einen neuen Eintrag tippen, dauert bloß’n paar Minuten…