Während →andernorts wieder die Platzpatronen knallen, hat der Betreiber dieses Krimiblogs seine Verrisse elegant ausgelagert. →Hierher etwa.
The Tea Party: Seven Circles
Während man früher für Import-Platten richtig bluten musste, sind heute das Internet und der niedrige Dollar-Kurs auf des Hörers Seite. Wer sich ein bisschen Mühe gibt, findet in Deutschland noch nicht veröffentlichte Platten zu akzeptablen Preisen. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn ein großer Konzern entscheidet, das Album einer etablierten Band nicht weltweit zu veröffentlichen. Somit ist „Seven Circles“ von The Tea Party alles andere als taufrisch, aber immer noch lohnenswert.
WeiterlesenEs hat geblasen
Auch wer kein Fan des Bollywood-Kinos ist könnte an → dieser DVD-Kritik des Films „Parineeta“ seinen Spaß haben. Zumindest die → Untertitel haben die Klasse von Gebrauchsanweisungen koreanischer Haartrockner und eignen sich auch für lustige Quizspiele: was könnte „…hat es zugestöpselt und Schwule! Es hat geblasen!“ wohl im Original bedeutet haben?
Aus meiner Coverschmiede

So könnte es aussehen, das Umschlagbild von Holteis „Schwarzwaldau“. Nach einem Originalgemälde unseres Hauskünstlers Raphael Wünsch, der sich wiederum von einer alten Abbildung des historischen Schlosses Schwarzwaldau im Schlesischen hat inspirieren lassen. Aber ich schmiede weiter. Gefällt euch das? Oder nicht? Vorschläge? Schon subskribiert? Hier? Krieg‘ euch!
Petra Würth / Jürgen Kehrer: Blutmond
Georg Wilsberg ist Fernsehen. Wenngleich im Buch ganz anders als auf der Mattscheibe. Kein Antiquariat, kein Freund Manni und also auch keine running gags („Die Autoschlüssel, Manni!“).
Pia Petry, Serienheldin in den Krimis von Petra Würth, könnte ebenfalls Fernsehen sein. Jetzt hat sie immerhin schon einen getroffen, der im Fernsehen ist, und, Mann!, sie fetzen sich, sie lieben sich, und am Ende rettet Wilsberg Petry vor den handfesten Phantasien eines Sadisten. Aus.
Julia Hummer And Too Many Boys: Downtown Cocoluccia
Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel. Zu gerne schlägt man drauf, wenn Models oder Schauspieler Platten machen. Aber inzwischen haben so viele Künstler der jungen Garde bewiesen, dass es funktioniert. Also, Vorurteil endlich zu den Akten. Julia Hummer hat sich in ihrer Karriere als Schauspielerin dadurch hervorgetan, dass in ihrem Alphabet ‚Qualität‘ tatsächlich vor ‚Quote‘ kommt. Musikalisch geht sie den gleichen Weg und überrascht mit einem zitatreichen Singer/Songwriter-Album.
WeiterlesenRezensionen 07/05 – 09/05
37 Rezensionen im 3. Quartal 2005, davon eine dreiteilig, eine andere plus Alternativversion – wir waren fleißig. Elf dieser Besprechungen widmeten sich deutschsprachigen Werken, die meisten waren lobend bis enthusiastisch – wir tun was für die gute Stimmung in diesem Lande, obwohl wir nicht Deutschland sind. Eines der belobhudelten Werke kann übrigens → hier zum günstigen Preis vorbestellt werden… Und hier die Liste:
WeiterlesenIan McLagan: Here Comes Trouble
Trouble? Ganz im Gegenteil! Endlich liegt das Debütalbum des ehemaligen (Small) Faces-Keyboards als CD vor. Als „Troublemaker“ 1979 erschien, ging die Scheibe im New-Wave-Getümmel ehrenvoll unter, trotz bemerkenswerter „guest list“ – u. a. mit von der Partie: Ron Wood, Jim Keltner, Bobby Keys, Ringo Starr.
WeiterlesenElement Of Crime: Mittelpunkt der Welt
Ganz Verwegene würden sich vielleicht trauen zu schreiben, dass bei Element Of Crime der Stillstand eingekehrt ist. Freunde der Band hingegen werden betonen, dass „Mittelpunkt der Welt“ alles hat, was ein gutes EOC-Album braucht. Aber so einfach machen es sich Element Of Crime nicht.
WeiterlesenKate Rusby: The Girl Who Couldn’t Fly
Es drängt sich geradezu auf, mit dem Albumtitel zu spielen. Zu sehr hat Kate Rusbys Stimme eine fantasievolle Tiefe um ihr nicht das Prädikat ‚verleiht Flügel‘ anzutackern. Dabei hat sie weder das Klein-Mädchen-Organ, das im Folk so weit verbreitet ist, noch klingt sie so altersweise wie June Tabor. Und doch schlägt ihre Stimme eine Saite im tiefsten Innern an und veredelt ihren streckenweise recht konventionellen musikalischen Ansatz.
WeiterlesenMike Gibbins
Der ehemalige Schlagzeuger von Badfinger („Come and Get It“) stirbt 56jährig in Florida.
Franz Ferdinand: You Could Have It So Much Better
Nach so einem Hype wie dem um Franz Ferdinands Debüt war klar, dass das Nachfolgealbum besonders kritisch beäugt werden würde. Von denen, die FF lieben, denen, die sie noch nie mochten und vor allem von denen, die begierig sind auf alle Anzeichen von Ausverkauf und Kommerzialisierung. Und die gute Nachricht: auf „You Could Have It So Much Better“ ist eigentlich für alle was dabei.
WeiterlesenRobert Hültner: Das schlafende Grab
München im 21. Jahrhundert … und immer noch sind die Handlungen im 3. Reich Ursache dafür, dass Menschen getötet werden. In einer aus mehreren Erzählsträngen bestehenden Geschichte erzählt Robert Hültner „Das schlafende Grab“, und der Leser kann dabei, wenn er genau hinschaut, so einigen Gestalten aus der jüngeren deutschen Kulturgeschichte begegnen.
WeiterlesenKonkurrenz
Auch für Krimiblogs werden die Zeiten in Deutschland härter. Jetzt bloggt auch Mit-Alligator Stefan Lichtblau, →„Ducken!“ warnt er schon mal vorsorglich. Wir aber werden aufrecht kämpfen und unseren Spitzenplatz zu verteidigen wissen. Noch mehr Rezensionen! Freitagsessay mit 20% mehr Inhalt! Reich-Ranicki als Gastkritiker! Und: Gewinnspiele, Gewinnspiele, Gewinnspiele! WIR sind gewappnet. In Hamburg dagegen…
K.C. McKanzie: Weird tunes from a wild mind
Eine junge Berlinerin veröffentlicht ein gutes Dutzend selbstgeschriebener Songs auf einer selbstproduzierten CD und der Rezensent wundert sich. Darüber, dass sich K.C. McKanzie ausgerechnet dem hier nicht gerade hippen Country-Folk widmet und – bei allem gehörigen Respekt – darüber, dass das Ergebnis so überzeugend geraten ist.
WeiterlesenMy Morning Jacket live
Neues im Dowbloadbereich des Glide-Magazins: My Morning Jacket live Bonnaroo Music Festival, 2005 (16 Takes).
Morning: Hour Of Joy
Man kommt einfach nicht drumrum -junge holländische Band mit stimmgewaltiger Frontfrau, schwarz ist besser als bunt und so erinnert Morning an die frühen The Gathering.
Mit dieser Referenz ist eigentlich schon alles erklärt; sollte es jemand geben, der nach „The Nighttime Birds“ nicht mehr mitkam, kann er jetzt direkt bei Morning ansetzen. Geschmackvoller Düsterrock, dem zwar noch die Tiefe fehlt, der aber schon geschickt mit allen Genrezutaten jongliert. Nett und, von dem Queen-Cover („The Show Must Go On“) abgesehen, auch unpeinlich.
(6 Fritten)
Morning: Hour Of Joy
Black Lotus/Soulfood Music
VÖ: 28.9.2005
www.morning.nl
Richard Hawley: Coles Corner
„Coles Corner“ kann man auf einen simplen Nenner bringen: Warum Richard Hawley hören solange es noch Frank Sinatra und die Tindersticks gibt?
WeiterlesenDie Krimiwelt-Bestenliste Oktober
… ist endlich da. Wie immer mit sehr akzeptablen Resultaten. →Nachlesen kann man sie auch in Ludgers Krimiblog, wo ihr auch gleich darüber abstimmen könnt, ob diese Bestenliste nun ein eher erfreuliches oder unerfreuliches Ereignis ist. Dass mit Astrid Paprotta (Platz 2), Norbert Horst (3) und Heinrich Steinfest (6) drei deutsche Produkte vertreten sind, ist jedenfalls erfreulich. Vor allem, weil die UrheberInnen auch die Sprache ernstnehmen und sich darüber Gedanken machen, bevor sie zu schreiben anfangen. Etwas Besseres kann dem deutschen Krimi nicht passieren.
Opeth: Ghost Reveries
Frevler, wer hier vorskippt oder nur Teile eines Songs hört. Opeth kann man nicht ‚by the way‘ hören. Feststellen lässt sich nur: Auf Growls folgt Atmosphäre, auf Atmosphäre folgen Growls. Die schwedischen Großmeister haben sich auf „Ghost Reveries“ selbst übertroffen und führen zusammen, was sie auf „Deliverance“ und „Damnation“ noch getrennt haben.
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