Bob Dylan: The Bootleg Series Vol. 5

Der nach wie vor untastbare Bob Dylan tourt wieder und wieder durch die Welt und wird dessen partout nicht müde. Augenzeugen berichteten, dass er auch im Jahr 2002 noch großartige und unvergessliche Konzerte gegeben hat. Das trifft auf frühere Jahre noch umso mehr zu, spricht aber auch dafür, dass Dylan im Laufe seiner Karriere ein gewisses (hohes) Maß an Qualität halten konnte. Um ihm dies zu bescheinigen, muss man kein Die Hard-Fan sein. Verwundert es einen noch, dass der deutsche „Rolling Stone“ sein junges Album „Time Out Of Mind“ zum besten Album aus den bisher hundert Ausgaben des deutschen Ablegers erkoren hat? Nicht wirklich. Zumal dem „Rolling Stone“ nach wie vor der Ruf anhaftet, ein Magazin für die ältere Garde unter den Popmusikliebhabern zu sein. Und eben diese spricht Dylan im großen Masse an.

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Tori Amos: Scarlet’s Walk

Trügt der Eindruck oder ist Tori Amos tatsächlich positiver Stimmung? Während ich ihrem letzten Album „Strange Little Girls“ eine „bedrückte, fast gruselige Stimmung“ attestieren musste, hat sich Amos für das neue Album anscheinend einiger negativer Emotionen entledigt. Die mögliche Schlussfolgerung, „Scarlet’s Walk“ sei ein optimistisches und frohlockendes Werk geworden, ist jedoch falsch. Auf dieses Glatteis hat sich Tori Amos nicht begeben. Sie ist stattdessen ihren Wurzeln näher gerückt, hat sich hinters Piano gesetzt und wurde von Musikern wie Jon Evans am Bass und Matt Chamberlain am Schlagzeug begleitet. Und John Philip Shenale war dabei, der mit Hilfe der Sinfonia Of London die Streicherarrangements in Szene gesetzt hat. Aufgenommen wurde in Amos Privatstudio im englischen Cornwall.

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Der Schatzplanet

Robert Louis Stevensons „Schatzinsel“ mal anders: Verlegt in ferne Galaxien, wird aus einem Meeressturm schon mal ein Schwarzes Loch, einem einbeinigen Schiffskoch ein Cyborg und seinem geschulterten Papagei ein kleines glibbriges Etwas, das sich in alle möglichen Figuren verwandeln kann und – nebenbei gesagt – noch die schönste Idee des ansonsten wenig kindgerechten neuesten Disney-Trickabenteuers ist.

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Umweltbewußt

Mittagsmagazin, 31.1.2003. ARD.

Ein Beitrag über die bisherige Umsetzung des Dosenpfands. Die Hälfte der O-Töne kannte ich schon aus einem ARD-Bericht von vor 2 Wochen. Ein Lob der ARD: Das ist angewandter Umweltschutz, der Recycling nicht nur zu Saure-Gurken-Zeit betreibt.

Los GEZ-Wochos

Nur bei ARD und ZDF: die Scholl-Latour-Wochen. Mit vielen tollen Sonderangeboten.

5 verschiedene Weltuntergangsszenarien für nur €1.99 (Islamische Revolution, Großmachtgelüste Chinas, fleissig schnackelnde und nicht verhütende Völker überrennen das Abendland, Atomwaffen im indischen Subkontinent und Massenvernichtungswaffen aus dem Chemiebaukasten)

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Musikfernsehen in Deutschland

Dr. Matthias Kurp ist Medienforscher, Fachjournalist und Lehrbeauftragter an der Universität Münster. Claudia Hauschild arbeitet bei der Hamburger PR-Agentur MMK Markt- und Medienkommunikation. Klemens Wiese ist für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit bei Mute Records in Berlin zuständig. Alles Personen vom Fach, die es sich Aufgabe gemacht hatten, das deutsche Musikfernsehen unter die Lupe zu nehmen. Aus verschiedenen Blickwinkeln – politischer, soziologischer und medienökonomischer Natur – analysieren sie das Programm von Viva, kehren die Rollen des Global Players MTV heraus und versuchen sich an den Themen Kommerz, Politik sowie ganz allgemein an dem des kriselnden deutschen Musikmarktes.

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Griff ins Klo

Oskar, der Klomann, 26.1.2003. ZDF.

Letztens ging’s um „Die WIB-Schaukel“, eine gute Sendung, die bei Dir mitten in der Nacht läuft. Heute geht’s um eine Sendung, die zur zweitbesten Sendezeit lief, sonntags 22.00Uhr, wenn die Zuschauer schon wieder erschreckt von Christiansen wegzappen. Nur um dann bei „Oskar, dem Klomann“ zu landen, einem „Satire-Spezial“ mit Wolfgang Stumph, der einen Toilettenmann im deutschen Bundestag mimte.

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Zu Besuch bei Playboys

WIB-Schaukel, 26.1.2003. ZDF.

Die lustigsten Geschichten schreibt bekanntlich das Fernsehen, momentan unter anderen bei Wigald Bonings Vip-Schaukel, kurz: WIB. Da war diese Woche Rolf Eden zu Gast, Sie wissen schon: der mit dem „Big Eden“ in Berlin. Playboy, bestimmt schon über 70 und hundertmal geliftet. Und jetzt endlich mal ein Blick hinter die Kulissen.

Es fing an mit einer Kamerafahrt durch eine Straße irgendwo im feineren Berlin. Viele hübsche, einfache Häuser mit viel Grün – und ausgerechnet vor dem hässlichsten, einem weiß-blauen Flachbau, bleibt die Kamera stehen: hier wohnt Rolf Eden.

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Christian Gasser: Mein erster Sanyo

Heute versteht sich die Elektro-Firma Sanyo unter anderem auf das Bauen schicker und nobel gestalteter Miniatur-HiFi-Anlagen. Doch es soll eine Zeit gegeben haben, da gab es Kassetten-Recorder anstelle von Kassetten-Decks. Und die portablen Vorgängermodelle – später auch mit integriertem Radio – waren groß, unhandlich und schwer. Mit denen ohne Radio saß man dann am Sonntagnachmittag vor dem Radio und schnitt live ein paar seiner Lieblingsnummern aus dem Radio mit. Da durfte natürlich keiner dazwischen reden, hüsteln oder mit dem Geschirr klappern. Absolute Stille war befohlen. Das eingebaute, einen auf einen Zentimeter große Mikrofon wurde möglichst nahe an die Lautsprecher des Radios herangeführt. Die genaue Abstimmung zwischen Lautstärke des Radios und dem Abstand des Kassetten-Recorder zum Radio waren eine knifflige Angelegenheit. Kurzum: Genau in diese Phase der jugendlichen Tüftelei und der vielleicht ersten Entdeckung und Aufarbeitung der Popmusik geht das kurzweilige Buch von Christian Gasser zurück.

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Dieter Bohlen – Nichts Als Die Wahrheit

Besser spät als nie… Dafür jedoch, hier und jetzt, die ultimative Lobhudelei über eines der lustigsten Bücher der letzten Jahre.

Wenn wirklich alles der Wahrheit entspricht, was Herr Bohlen in Kooperation mit der Bild-Klatschkolumnistin Katja Kessler niedergeschrieben hat, dann ist es im Rückspiegel betrachtet ein durchaus bewegtes und aufregendes wie amüsantes Leben, das der Modern Talking-Mann führt beziehungsweise bis zur Fertigstellung des Buches geführt hat. „Nichts Als Die Wahrheit“ erklärt dann auch, warum er ist wie er ist.

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Bohlen spricht

Noch was Lustiges bei „Deutschland sucht den Superstar“ gesehen: Dieter Bohlen hat sich erinnert, wie er die kleine Vanessa zum ersten Mal gesehen hat. Optisch hat sie ihm sowieso gleich „hammermäßig“ gefallen, und er dachte sich, „wenn die jetzt noch singen kann – das wär echt der goldene Schuß!“ Jetzt mag es ja sein, dass Dieter Bohlen in seiner Jugend viel Lou van Burg gesehen hat. Aber als Mensch, der schon mit den „Kindern vom Bahnhof Zoo“ aufgewachsen ist, muss ich doch sagen: merkwürdiges Kompliment.

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Judas Priest: Live In London

Seit Rob Halford nicht mehr dabei ist, müssen sich Judas Priest ständig anhören, dass nichts mehr so ist wie früher und Ripper Owens steht nach wie vor hart in der Kritik. Dass es dafür nicht wirklich einen Grund gibt, unterstreicht die Doppel-Live-CD „Live In London“. Bestens aufgelegt präsentiert die Band insgesamt 25 Kracher und klingt dabei immer noch frischer als so mancher dauergewellte Italiener.

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