Of The Wand And The Moon: :Emptiness:Emptiness:Emptiness


Wie Honig auf warmem Toast breitet sich die Atmosphäre des Albums aus, Fast unmerklich, aber stetig stülpt sich die melodische Monotonie über den Hörer. Obwohl die einzelnen Instrumente auszumachen sind, besticht „:Emptiness:Emptiness:Emptiness“ durch klangliche Dichte. Die düstere Stimme von Kim Larsen tut ihr Übriges, dass man wohlig eingelullt wird.

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Marillion: Anoraknophobia

Marillion: Anoraknophobia
(Marillion / EMI)
Es gab vor Jahren eine Single von Gerd Knebel (damals Flatsch, heute Badesalz), die handelte auch von Anoraknophobia – da hieß es im Refrain: „Mama, ich bracúch‘ kein Anorak, ich will ’ne Bomberjack'“ (oder so ähnlich). Das aktuelle Album von Marillion mit dem bemerkenswerten Titel ist das 12. der Band und der „neue “ Sänger Steve Hogarth ist inzwischen auch schon 12 Jahre dabei. Ich selbst bin einer dieser Fish-Nachheuler, aber ganz nüchtern betrachtet kann Mr. Hogarth besser singen.

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My Vitriol: Finelines

Die britische Musikszene hat es gut. Fast jede Woche taucht eine hochgradige Band aus dem Nichts auf und bewegt die Kritiker dazu, sie abzufeiern. So auch geschehen bei der Londoner Band My Vitriol. Das Quartett bestehend aus Som Wardener (Gesang), Seth Taylor (Gitarre), Carolyn Bannister (Bass) und Ravi Kesavaram (Schlagzeug) hat bereits vier Singles auf der Insel veröffentlicht und wartet jetzt mit ihrem Langspieler „Finelines“ auf.

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Gigantor: Back To The Rockets

„Back To The Rockets“ ist das nunmehr fünfte Album der fünf Punkrocker Gigantor. Seit 1991 tatkräftig an vorderster Front aktiv und immer noch nicht müde oder berechenbar. Ganz im Gegenteil: Das Album „Back To The Rockets“ erschien bereits vor zwei Jahren in Japan und räumte dort mächtig ab. Ihre in japanisch gesungene Single „Asia No Jushin“ wurde sogar im ganzen Land in den Radios gespielt und somit verkaufte sich die CD dementsprechend rasant und oft. Nicht schlecht für eine Band aus dem Norden Deutschlands.

Jetzt sollen auch die hiesigen Fans in den Genuss des „neuen“ Albums kommen. 17 melodiöse Punkrock-Stücke und das Video zu „Asia No Jushin“ haben Gagu, Heiko Bendlin, Andreas Mertens, Jay Lansford und Jenzzz Gallmeyer anzubieten. Das sollte reichen, um auch hier etwas verloren geglaubten Boden im Nu wieder wettzumachen und an den Erfolg in Nippon anzuknüpfen. Denn was die Donots können, können Gigantor schon lange.

Gigantor: Back To The Rockets
(Steamhammer / SPV )

Feeder: Echo Park

„Echo Park“ sollte man nur hören, wenn man nichts gegen Endorphine hat. Das schon heftig im TV rotierte „Seven Days In The Sun“ gibt die Marschrichtung vor: Feeder sind eine Happy-Band und Nichts für das Ehepaar Griesgram aus der Sesamstraße. Während sich bei den meisten ach so „witzischen“ Bands musikalisches Niveau und Humor die Waage halten, haben Feeder genug Ideen, um nicht nach der ersten Party im CD-Regal zu verstauben.

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Entwine: Gone

Ganz schlimm – schon wieder eine düstere Metal-Band aus Finnland, und schon wieder eine, die voll aufräumt. Entwine ist zwar die X-te Band, die klingt wie Sentenced, 69 Eyes oder (unvermeidlich) HIM. Dabei sind sie nicht so poppig wie Ville Valos Mannen oder so hart wie die Erstgenannten. Hinzu kommt, dass Mika Taurainen weder eine typische Gothic- noch eine Metalstimme hat.

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Antichrisis: Perfume

Allein aufgrund des Namens hätte ich eine finstere Death-Metal-Combo erwartet und war ziemlich überrascht, als mir keltisch geprägte Klänge entgegen schlugen. Antichrisis haben zwar unüberhörbar auch Freude an härteren Klängen, aber eine exakte Stilschublade zu finden, ist gar nicht so leicht. Die sechs Musiker experimentieren mit Loops, Tribal-Voices, Whistles, Uillean Pipes und atmosphärischen Keyboard-Flächen. Obwohl die Beats fast schon Ambient-Charakter haben, bleibt der Gesamteindruck sehr akustisch, irgendwo in dem breiten Feld zwischen Celtus und M. Walking On The Water.

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Liquid Gang: Sunshine

Volles Dezibelbrett! Die US-Band Liquid Gang haut dermaßen in den Pudding, dass es für Anhänger fetter Gitarrenmusik ein wahres Fest ist. Dass das ziemlich freakig wirkende Quintett dabei keine neue Stilrichtung definiert, ist nebensächlich. Im Dreieck aus Post-Grunge, Gitarrenrock und Metal haben sie sich häuslich eingerichtet und ziehen dabei so straight vom Leder wie kaum eine andere Band, die sich in diesem Feld tummelt.

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