Neben den beiden Hits „Schuldigung“ und „Countrymusik“ vom 97er Album „Jetzt Musik“ sind 4 weitere Tracks (2 aus dem 95er Album „Gegen Alles“, einer aus der Maxi-CD „Bettina“, einer aus dem Album „1:72“) auf der Maxi. Man erhält hier also einen günstigen Einblick in das Schaffen der Band. Schön sind vor allem die Bläser bei den beiden Hits und früher oder später fängt man sowieso an sich für Countrymusik zu interessieren! (6-Track-Maxi, Laufzeit 19:40)
Dragon Ball 1 – Das Geheimnis der Drachenkugeln
Kulturredaktionen sind für gewöhnlich schnell zu schockieren. Kaum sind hundert Jahre vergangen, fordern irgendwelche modernistischen Wirrköpfe auch schon eine Anpassung der Rechtschreibung an die gegebenen Verhältnisse, ohne zu ahnen, daß sie damit alles tun, um die abendländische Kultur vom Rand der Scheibe zu schubsen. Und als ob das noch nicht genug wäre, bringt der Carlsen-Verlag jetzt den ersten naturbelassenen Manga im orignal japanischen Layout auf den deutschen Markt. Geradeso als ob sich ein Manga nicht vollständig eindeutschen ließe. Akira Toriyamas „Dragon Ball“ kommt im Taschenbuchformat daher und wird von hinten nach vorn und von rechts nach links gelesen. Marketing-Gag eines Comic-Verlags, um ein eher mäßiges Manga zu verkaufen oder das i-Tüpfelchen auf einem erstklassigen Manga-Genuß?
WeiterlesenCartoon der Woche 40/97

In memoriam Roy Lichtenstein: „Der Wahnsinn geht weiter.„
Morrissey – Maladjusted
Der Exzentriker, Lyriker und Popmusiker Morrissey zeigt sich mal wieder von seiner besten, das heißt leidvollsten Seite. „Maladjusted“, unangepaßt, entfremdet – der Titel ist Programm. Morrissey aus dem grauen Manchester bringt es auf seinem sechsten regulären Sololongplayer fertig – wie immer in seinen guten Momenten – Pathos mit Leidenschaft, Zynismus mit Humor und Intelligenz mit Unterhaltung zu verknüpfen. Sei es die mit Ironie hoch drei gewürzte Geschichte eines scharfen Fensterputzers („Roy’s Keen“), sei es ein gefällig-abgründiges Seele/Leib-Drama (die Single-Auskopplung „Alma Matters“) – der homoerotisch-asketisch-neurotische Morrissey findet diesmal fast immer die richtigen Ausgänge aus seinen Wahnvorstellungen.
WeiterlesenKaleef: 53rd State of Mind
„Golden Brown“ beschert den Stranglers 1982 ein wohlverdientes Stück vom Big-business-Kuchen. Eine grossartige Band tut das Unerwartete und bringt einen verträumten Popsong mit subtil-ironischem Text heraus. Die Stranglers werden zum Hausnamen für unzählige Dumpfbacken-DJs, die ansonsten lieber Stock-Aitken-Waterman-Zeugs in Serie abnudeln.
Als Kaleef 15 Jahre später ihre Version von „Golden Brown“ auf den Markt bringen, gibt es keine Überraschungen. Die Recycle-Welle war und ist in vollem Gange, und Leichenfledderei wurde schon weitaus intelligenter betrieben. „You’re talking nonsense“, die Anfangszeile der Kaleef-Version, trifft die Sache ziemlich gut. Einen weiteren pseudo-motivierten Rap über böse Drogen und fiese Dealer, wer braucht das?
WeiterlesenLuna: ihop
Unnötiger Kauf weil zu gut! Unverständlich? Wer sich die Maxi kauft muß die Platte („Pup Tent“) danach sowieso haben, weil Luna schlichtweg phantastisch sind (vgl. Album Kritik). Da aber die 3-Track-Maxi zwei Titel enthält, die auf dem Album drauf sind, kauft man sich die Maxi nur wegen eines Titels (wie gesagt das Album kauft ihr danach sowieso)! Wie auch immer, ein gutes Werk tut ihr auf jeden Fall.
Luna: ihop
(Beggars Banquet)
(Laufzeit 15:49)
Tocotronic: Sie wollen uns erzählen
Gerade im Rahmen von Musik mit deutschen Texten scheint mir die Zunft der Schreiber und Kritiker selten das rechte Maß an Objektivität anzulegen. Auch die Hamburger Band Tocotronic ist hier ein „Opfer“.
WeiterlesenHinternet-Radio 09/97
Montag 22. September 1997, 18.00Uhr
(Offener Kanal Saar, UKW 103,7 und 105,0)

Das Musikprogramm:
- 16 HORSEPOWER: „My narrow mind“
CD „Low Estate“ (A&M) - LAMBCHOP: „My face your ass“
CD „Thriller“ (City Slang/Efa) - RAINRAVENS: „Empty“
CD „Diamond Blur“ (Blue Rose/Rough Trade) - TIM ISFORT ORCHESTER: „Houston Sauerland“
CD „Tim Isfort Orchester“ (Moll/EfA) - PIZZICATO FIVE: „Porno 3003“
CD „Happy end of the world“ (Matador/Rough Trade) - LEE PERRY & THE UPSETTERS: „Dub revolution (pt.1)“
CD „Arkology“ (Island) - LEE PERRY: „Roast fish & cornbread“
CD „Arkology“ (Island) - ATTWENGER: „Ged wer“
CD „Song“ (Trikont/Indigo) - LOTTE OHM: „Wenn sie wirklich will (Rockers Hifi-Mix)“
MCD „Wenn sie wirklich will“ (WEA)

Moderation: Walter Mitty
Mitwirkende: Kai Martin und Ben Grimm.
Hinter-Net! Radio kommt wieder am 27. Oktober, 18.00Uhr
Chris Cacavas: Anonymous
Irgendwann in den Achtziger haben Dan Stuart und Chuck Prophet den guten Chris „Chez“ Cacavas einfach nicht mehr zu den anstehenden Aufnahmen der gemeinsamen Band Green On Red eingeladen. So hat der Keyboarder der Band gedacht, daß in allem Schlechten auch etwas Gutes steckt, sich seine schlummernden Solopläne zu Herzen genommen, die Gitarre gepackt, die Stimme geölt und eine Platte gemacht (Chris Cacavas & Junkyard Love – s/t; 1989 Heyday Records). Mit den Junkyard Love hat er dann weitere 3 Platten aufgenommen (plus zwei Return-To-Sender-Veröffentlichungen beim Mailorder Label Normal).
WeiterlesenFinley Quaye: 3.41 Sunday Shining
Soll ja tatsächlich der Onkel von Tricky sein. Egal. Der Titeltrack kommt wie die platte Version von OMC um die Ecke. Aber unausgeschlafen. Der Knaller ist allerdings die B-Seite „Mashing up Lucifer/Stone the devil“. Dub vom Feinsten. TIP!!!
Finley Quaye: 3.41 Sunday Shining
(Epic/Sony)
Massive Attack: Rising Son
Lebenszeichen von Massive. Sind sie jetzt ihrer Zeit Lichtjahre voraus oder gnadenlos zu spät. Schwer zu sagen. Begeistern kann es mich allerdings nicht. Trotz Velvet Underground-Sample (oder gerade deswegen??) Zwei Bonuspunkte für das schöne Cover.
Massive Attack: Rising Son
(Circa Rec./Virgin)
Underworld: Moaner
„Trainspotting“ – die zweite. Oder was?
Underworld + Film (Batman)=Born Slippy! Zu uninspiriert, um wirklich zu begeistern. Hoffe, die kriegen das zur nächsten Platte wieder besser hin!
Underworld: Moaner
(WEA)
Blue Stingrays: Surf’n’burn

Der Sommer ist fast rum, da kommt ein Klassiker der Sommermusik daher: Surfmusic.
Instrumental, klassisch (einschl. Vinyl-Knistern), zeitlos. Musik für einen 70er Surf- oder Skatboardfilm. Noch besser als Soundtrack für den nächsten Tarantino. Road- und Strandtauglich. Nicht zu empfehlen für den Großstadtbalkon. Das Fernweh wird unerträglich sein.
Blue Stingrays: Surf'n'burn
(Epitone)
Radiohead: Karma Police
Man sollte besser keine Songs aus dem letzten Radioheadalbum auskoppeln, denn die Songs geben im Albumformat ein wunderschönes, depressives Gesamtbild ab, das der einzelne Song schwerlich widerspiegelt. Einziger Vorteil: mal wieder ein schönes Video auf MTV und Viva und zwei nette Bonus-Tracks. Aber egal, die Single soll’s eh‘ nur zur limitierten Auflage des Albums als Bonus geben.
Radiohead: Karma Police MCD
(EMI)
Coldcut: Beats & Pieces
Coldcut’s back. Und der Titel sagt schon alles. Kein Song, sondern ein netter Track, der im DJ-Set nicht störend auffällt. Sehr HipHop-lastig, aber warhaftig kein Knaller.
Coldcut: Beats & Pieces
(Ninja Tune/Rough Trade)
Blackstreet: Fix
Teddy Riley bemüht den allgegenwärtigen Wu-Tang Clan (Ol‘ Dirty Bastard) und den nicht mehr ganz so gegenwärtigen Slash (of Guns’n’Roses fame) zum Aufpeppen des im Original nicht ganz so fluffigen „Fix“. Heraus kam dabei ein Crossover-Brett vom Schlage En Vogue mit „Free Your Mind“. Fragt sich nur, welche Zielgruppen damit angesprochen werden sollen? Puff Daddy zeigt wie’s gemacht wird.
Blackstreet: Fix
(Interscope/Universal)
Tim Isfort Orchester

Geschichten wie sie nur das Leben schreiben kann: Alles wird gut. Auch für einen Musiker und Toningenieur Ende zwanzig, der sich als Allzweck-Bassist und Werbekomponist durchs Leben schlägt und sich sein eigenes kleines Studio aufbaut. Einer, der mit 80er-Jahre-Pop aufgewachsen ist, Jazz und Filmmusik mag und der davon träumt, Musik für ein Unterhaltungsorchester alter Prägung zu schreiben. Mit den dazugehörigen Arrangements und dem adäquaten Sound: warm, weich und analog. Einer, der genug Ausdauer aufbringt, um gegen alle Trends und Sachzwänge seine Ideen umzusetzen.
WeiterlesenDie Aeronauten – jetzt musik
Sind Die Aeronauten Hamburger Schüler? No, Schweizer kann man nicht so einfach in Norddeutschland vereinnahmen. Inzwischen sollte darauf verzichtet werden, deutschsprachige Rockmusik mit Alltagstexten die Erinnerungen auslösen nur nach Hamburg einzuordnen. Vielleicht hatten die Norddeutschen zuerst den kommerziellen Erfolg. Jungs wie Die Aeronauten sind aber schon länger im Geschäft und Lado hat kaum abgefärbt. Im Gegenteil. Die Aeronauten sind sich und ihrere Musik treu geblieben. Passend daß die Texte sich mit dem Alter der Texter entwickeln, während die Tocos immer noch über die Abi-Zeit singen.
Weiterlesen


