Frank Thorpe arbeitete als Undercoveragent bei einem kleineren (Geheim-)Dienst der USA. Organisiertes Verbrechen, Drogenhandel waren seine Themen. Sein letzter Job ging leider gründlich schief; das „Zielobjekt“ drehte den Spieß um und nahm ihn aufs Korn: Er wurde schwer verletzt und seine Partnerin erschossen. Ausgemustert: Jetzt hat er Zeit, viel Zeit…und so steht er am Flughafen und sieht, wie ein arroganter Schnösel ein Kind, welches dort Lebensmittel feilbietet, umrennt und zu Boden stößt.
WeiterlesenKategorie: Watching the detectives
Fußballsammelbildchen 1

Schönheit und Anmut der Bewegung, das ist es, was den deutschen Fußball auszeichnet. Sollen doch die Anderen holzen und bolzen…
Ein Roman aus der Gegenwart
Weiterlesen„Es ist bei Gott eine Misère in der Welt,“ seufzte unser invalider Lieutenant, „die Dummheit hält das Heft der Thaten in beiden Händen, während der Verstand zur Rolle des müssigen Zuschauens verdammt ist.“
Geschichte einer Nichtrezension
I
Das Päckchen erreichte mich an einem regnerischen Morgen. Es enthielt zwei Bücher – beide identischen Inhalts, das eine gebunden, das andere broschiert – und einen kurzen Brief: „Hallo! Wir freuen uns, Ihnen als NordPark-Powerrezensent den von Axel Bußmer herausgegebenen Band → „Lawrence Block – Werkschau eines New Yorker Autors“ überreichen zu dürfen, und zwar in zwei Ausführungen.“ Das sah ich selbst. Weiter hieß es: „Um baldige Besprechung wird gebeten. Sonst werden wir ungemütlich.“ Den letzten Satz hielt ich für einen Scherz.
David Peace: 1977
Vergessen wir einfach, warum David Peace’ „1977“ solches Aufsehen erregt. Keine Gewalt, kein Sex. Nur der Kriminalfall an sich und wie er seiner Auflösung entgegenerzählt wird. Ist „1977“, so eingeschränkt, ein guter Krimi? Oder nur heiße Luft in einer bunten Hülle?
WeiterlesenQuartal der Frauen
Das erste Krimiquartal des Jahres liegt hinter uns. Wieder wogte die Flut des Gedruckten so gewaltig, dass mein kleiner Schöpflöffel nicht nachkommen konnte, alles an Lesenswertem aufzufangen. Das Fazit ist also subjektiv und willkürlich.
WeiterlesenCannabis Mythen – Cannabis Fakten
Das 1997 in den USA erschienene wissenschaftliche Standardwerk „Marijuhana Myths, Marijuhana Facts“ ist seit neuestem in einer deutschsprachigen Ausgabe erhältlich. Der in Kreisen Hanf-Interessierter recht populäre Bröckers fungiert als Herausgeber, und glücklicherweise auch nur als das: Sowohl seine quasireligiösen Lobpreisungen aller denkbaren Verwendungsarten der Pflanze wie seine neuesten wilden Verschwörungstheorien tauchen im Buch nicht auf.
WeiterlesenKrimigedicht

Didi, der dichtende Detektiv…
T. Jefferson Parker: California Girl
„California girl“ von T. Jefferson Parker ist der (noch) amtierende Gewinner des Edgar Awards in der Kategorie „Bestes Buch“. Nachdem T. Jefferson Parker auch 2002 für → „Silent Joe“ den Edgar erhalten hatte, ist er einer von nur drei Autoren, die den Preis zweimal bekommen haben. Kein anderer hat das allerdings so schnell geschafft wie er.
WeiterlesenDas Krimigedicht
Dass der Geheime Rat Goethe seiner Zeit voraus war, wissen Sie natürlich. Dass er auch auf dem Gebiet der Kriminalliteratur hochmodern ist, mag Ihnen neu sein. Aber was, bitte schön, ist Goethes Ballade „Der Erlkönig“ anderes als ein Kinderschinder-Gedicht, ja, da der Bursche wohl notorisch Spätdurchnachtundwind-Reitende mordete, gar eine Serienkiller-Ballade?
WeiterlesenParadox
… ist das schon. → Frau Sigrid Löffler ist keine dumme Frau. Aber immer wenn sie die Klappe hält und ihr die Gedanken nicht zu Sätzen gerinnen und diese nicht gedruckt werden, immer dann verringert sich die intellektuelle Dummheit in diesem Lande messbar. Und das verstehe ich nicht. Erklärt mir das jemand?
Rennie Airth: Orte der Finsternis

Surrey, Sommer, Serienmord. Kennst du einen, kennst du alle, und spielt der Roman gar noch 1932, zu besten Landhauskrimizeiten, dann wird er dich gewiss nicht überraschen. Rennie Airth, „Orte der Finsternis“: das sind zuviele Klischees auf einmal – und überrascht doch ein wenig.
WeiterlesenBannerwerbung
Wir machen unsere Millionen mit dem Verkauf von CONTENT, nicht mit Werbung. Aber wieso eigentlich nicht? Hier und da ein kleiner Werbebanner – schon hüpft wieder ein Euro in den Kasten. Den Anfang macht Frau Anobella, der wir in minutenlanger Arbeit einen eigenen Banner erstellt haben. Vorsicht! Er ist verlinkt!

David Peace, 1977, Notizen zwei
Es fehlt in keiner Besprechung: “1977” ist die, wenn auch ziemlich freie Umsetzung der authentischen Verbrechen des “Yorkshire Killers”. Peace selbst weist darauf hin, wie sehr ihn dieser Fall als Jugendlicher beschäftigte und zu einem gewissen Grad wohl auch traumatisierte. Andererseits: Selbst Leeds 1977 war nicht mit Yorkshirekillern überfüllt, ganz zu schweigen vom langweiligen Rest der Welt.
WeiterlesenDas erste Exemplar

…des Krimijahrbuchs 2006 hat seinen Herausgeber vorab erreicht. Ich bin sprachlos. Soll ich die ganze Auflage aufkaufen, damit ich es ganz allein für mich… okay, überredet. Ich lass noch ein paar übrig. Und nicht gleich morgen in die Läden rennen; die Belegschaft der Firma NordPark steht unter Urlaubssperre und wird demnächst mit dem Versand des Werkleins beginnen. Wäre sowieso besser, das Ding vorzubestellen. Wer das bei mir direkt getan hat, wird natürlich auch von NordPark beliefert, erhält aber den kleinen Textbonus mit getrennter Post direkt von mir. Und wer mir jetzt noch schnell eine Mail schickt und ordert, kriegt auch so ein Stück. Übrigens eine Detailbetrachtung zu David Peace, „1974“, richtiger Schweinkram. Natürlich mit handschriftlichem „dpr“. Jetzt schon mehr wert als fünf Ludgers. Und bald so viel wie eine halbe Anobella.
Peter Godazgar: Unter freiem Himmel

Ja, es gibt sie noch: die völlig harmlosen, mit einer Patina wertfreien Humors überzogenen, unfallfrei formulierten, an der Ostsee spielenden, aber nicht gleich als „Regionalkrimi“ zu vermarktenden Kriminalromane. Das hier ist so einer.
Gary Phillips: High Hand
Martha Chainey arbeitet als Geldbotin. Ihr Job: „Überschüssige“ Gelder aus dem Spielerparadies Las Vegas zu aufnahmewilligen Interessenten zu bringen. Derartige Transporte ziehen natürlich kriminelle Elemente an wie faules Fleisch die Maden. Dementsprechend bereitet sie ihre Aufträge skrupulös vor. Und doch.
WeiterlesenPeace, 1977, Notizen eins
Also lesen wir „1977“, durchaus mit einer gewissen Beklemmung. Beklemmung, weil man die Stimmen derjenigen im Ohr hat, die das Buch im Original gelesen haben, positive wie negative Stimmen, die aber, so oder so, auf eines hinauslaufen: „1977“ ist eigentlich wie „1974“.
WeiterlesenKrimischach

(Auf dem Denkstapel landet alles Unausgegorene, Angedachte, Zurechtgedachte oder für zukünftige Arbeiten Zurechtzudenkende. Der Leser darf mitdenken, vorausdenken, querdenken, tieferdenken, Hauptsache: denken.)
WeiterlesenMüller, der große Detektiv
Bestürzung im Hause des Korvettenkapitäns von Fink: Einbruch! Safe geknackt! Kostbares Perlenhalsband gestohlen! Guter Rat ist teuer. Doch Frau von Fink hat ihn: „Wozu haben wir denn unsern berühmten Privatdetektiven Müller, lieber Mann?“ – Ja, richtig. Müller muss her.
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