Noch einmal: Krimistammtisch

Also. Bisher sind vier Personen bereit, sich öffentlich zu Lucie Klassen, „Der 13. Brief“ (Grafit) zu äußern. Henny, Georg, Joachim und dpr. Bis zum 15. Juli, Leute? Reicht das? Und hat niemand sonst mehr Lust, das Buch zu lesen und am Stammtisch drüber zu reden? Falls doch: Meldet euch.

Polen – Österreich. Die Krimirezension

Norbert Nockerl, Kommissar in der Wiener Vorstadt, hat ein Problem. Er ist ein toller Ermittler, doch sobald die Erzbösewichte Aug in Aug vor ihm stehen, fangen seine Hände an zu zittern und können die Dienstwaffe kaum noch halten. Fatales Ergebnis: Selbst breiteste Scheunentore bleiben von Nockerls Schüssen unversehrt – was man von den unbeteiligten Passanten, die der gemütliche Wiener Heurigenliebhaber schon ins Jenseits befördert hat, leider nicht behaupten kann.

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Was ist Brot?

A: Brot ist ein auf Getreidebasis hergestelltes Nahrungsmittel.
B: Oder Kartoffelschalen. Meine Großmutter…
A: Das ist BrotERSATZ. – Nachdem man das Getreide zermahlen hat, wird es mit Wasser…
B: Oder Buttermilch! Hm, lecker!
A: … zu einem Teig angerührt. Man gibt Salz dazu…
B: Manchmal auch Wurst.
A: Wie bitte?
B: Na – WURSTbrot.
A: Sie sind ein kindisches Arschloch.
B: Und Sie ein phantasieloser Pedant.
A: Lassen Sie uns lieber über etwas anderes reden.
B: Gut. – Was ist eigentlich KRIMI?

Tschechien – Portugal. Die Krimirezension

Showdown in Kickville. Die heimliche Fußballhauptstadt Europas wird vom „Clan der Portugiesen“ beherrscht, einer öligen Truppe, die die Definitionshoheit über Fußballästhetik an sich gerissen hat. Ihr Anführer ist Ronaldo, ein arrogantes, hasenzähniges, ebenso selbstverliebtes wie pomadiges Muttersöhnchen, dessen besonderer Spezialität, dem „Übersteiger“, schon manch gutbürgerlicher Rumpelfußballer zum Opfer gefallen ist.

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Schlafmützen

Verschlafen? Macht nix. Pieke Biermanns Rezension von John Harveys „Schlaf nicht zu lange“ kann man jetzt zwar nicht mehr live erleben, aber nachlesen schon, →hier nämlich. Irgendwie verschlafen haben auch Lektorat / Übersetzer folgender Passage aus einem Satanistenkrimi:

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Griechenland – Schweden. Die Krimirezension

Hallo? Geht’s noch? Die 30.000 im Stadion trauen ihren Augen nicht. Was für ein Setting! Gemütlich, je ein unwilliges Kind hinter sich her zerrend, betreten die Dinosaurier des politischen Fußballs den Platz. Hier die Griechen, Sinnbilder des Stillstands und des Aussitzens, der Ära Kohl (Rehhagel), dort die Schweden, die in sich zerstrittene Sozialdemokratie schlechthin. Anpfiff. Na? Haaaaaallo! Spieeeeeelen! – Nichts. Griechen und Schweden tun, was CDU und SPD immer tun: Sie suchen die Mitte und schieben sich dort in aller Seelenruhe den Ball zu.

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Ken Bruen / Jason Starr: Flop

(Keine Rezensionen mehr! Und gleich eine Ausnahme. Laut Paragraph 5f) der Ausbildungsverordnung für KrimirezensentInnen sind wir verpflichtet, das Gesellenstück unseres Azubi Jochen blogmäßig unters digitale Volk zu streuen. Wir brauchen uns auch nicht dafür zu schämen, denn dank kompetenter Ausbildung ist es Jochen gelungen, ein Gesellenstück von gediegener Eleganz, handwerklicher Leichtigkeit und intellektueller Prägnanz anzufertigen. Lesen Sie selbst!)

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Italien – Holland. Die Krimirezension

Mutig! Der Autor des diesmaligen Fußballkrimis lässt sich von Matti Rönkä und einem sich immer weiter verbreitenden neuen Krimitrend inspirieren. Der „Held“ ist selbst ein Krimineller, die Bösen sind Superböse, globale Strippenzieher an den Finanz-, Drogen- und Mädchenhandelsbörsen, kurz: Beelzebub persönlich. Und so betreten sie den Platz: 11 Kleinkriminelle aus Holland im schier aussichtslosen Kampf gegen 11 gegelte Höllenengel aus Italien.

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Neuer Stammtisch?

Na, na, na? Ihr Stammtischbrüder und -schwestern: Neue Runde gefällig? Erscheint auch garantiert im BLOG, nicht in so nem neumodischen Zeugs wie PDF. Vorgeschlagen wird hiermit: Lucie Klassen, Der 13. Brief. Von Ulrike Noller euphorisch besprochen, von mir noch nicht gelesen. Also? Deutsch, Frau, Debüt. Wär doch was. Meldet euch. Hier. Oder per Kommentar.

Deutschland – Polen. Die Krimirezension

Ein ganz normaler Tag in Klagenfurt / Österreich. Gleich wird die deutsche Nationalmannschaft aufs Grün schreiten und den Polen das einschenken, was sie ihnen seit ca. 100 Jahren einschenkt: viele, viele Tore. Aber so wie jeder gute Krimi mit einem Mord beginnt, so beginnt das Spiel mit einem verblüffenden Suspense: Die Polen schießen aufs deutsche Tor! – Drüber. Noch einmal gut gegangen. Doch das Böse, das wissen wir, ist DA. Wann wird es zuschlagen?

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Und der Herr ließ es donnern und krachen

Weil man ja, wenn man auf einem französischen Felsen dem Meer zuhört, dabei nur einen französischen Krimi lesen kann, habe ich mir Jean-Christophe Grangés „Das Herz der Hölle“ als Lektüre eingepackt. Ein beinahe 800 Seiten starker Wälzer, in dem ein vorzeigekatholischer Polizist einen Erzverbrecher jagt, der natürlich niemand anderes ist als der Teufel höchstpersönlich.

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Wtd! Neu! Doppelt!

Keine Rezensionen mehr. Keine Aufsätze. Ist das das Ende von „Watching the Detectives“? Ach was! Ab sofort gibt es wtd – doppelt! Als Blog, der sich auf die Fundamente des Mediums besinnt und in tagebuchartigen Einträgen Kurzes, Spontanes, Splittriges, Informatives, Umrissartiges, Provokatives verkündet – und als DIGITALE ZEITSCHRIFT für alles „Elaborierte“, für die Rezis und Aufsätze. Als PDF-Dokument einzusehen, herunterzuladen, in Ruhe zu studieren, auch auszudrucken, wenn man möchte, natürlich kostenlos. Für die LeserInnen.

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