62 Minuten Frickelalarm! Ich warte beim Hören immer darauf, dass Einer aus meinen Boxen krabbelt und erschöpft um ein Glas Wasser bittet. Nicht falsch verstehen – „V“ ist ein gutes Album, schafft es aber nicht, die Spannung über die gesamte Länge zu halten. Zu viele der Tonfolgen oder Harmonien hat man so oder sehr ähnlich auf vergleichbaren Produktionen schon gehört.
WeiterlesenLektion 11: Frequently Asked Questions 2

Aus dringlichen Gründen bringen wir heute in unserer beliebten Kolumne das 2. FAQ. Sie werden schon sehen, warum! Also, was wir, das allzeit tätige Team der beliebten Online-Illustrierten HINTERNET täglich als erstes zu sehen bekommen, ist ER: Willibrord Wittich, seines Zeichens Briefträger und dreifacher Träger des mallorquinischen Ballermann-Einen-Eimer-Sangria-Auf-Ex-Ordens, wie er (Wittich, nicht der Orden) die Treppen hochkeucht, um uns, in vorbildlicher Dienstauffassung, die Tagespost zu überreichen: zwei Briefe. „Sonst kriegen Sie doch immer nur einen! Vom Gerichtsvollzieher meistens! Der ist schwer genug! Aber gleich zwei auf einmal? Ob ich das tarifrechtlich überhaupt darf?“ Dabei wiegt er bedenklich räsonnierend sein Haupt, das schon zu dieser frühen Stunde von reichlichem Trainingssangria-Genuß benebelte, denn der 4. Orden muß her!
WeiterlesenGob: The Worl According To Gob
Die Welt von Gob liegt in Kalifornien und erinnert verdammt noch einmal an die von NOFX, Offspring und all den anderen Hüpfmännchen mit ihren bunten T-Shirts und der widerlich guten Laune, die sie an den Tag legen.
(2 Fritten)
Gob: The Worl According To Gob
(Nettwerk)
Szenen einer Ehe (5)
Eine Ehe zwischen Tür und Angel zu führen, das kann doch nicht gut gehen. Schnippes , sage ich. Das ist doch keine Ehe, was ihr da habt. Aber warum denn? Man sieht sich nicht, man nervt sich nicht, man lebt sein Leben mit seinen eigenen Spielregeln und geht sich nicht gegenseitig auf den Keks. Wann auch?
WeiterlesenMikron 64: Etwas Zeit
Wer kennt noch den guten alten Pac-Man oder Gottschalks Tele-Spiele? So ähnlich klingen Mikron 64: pling, plong – und das alles nur durch strenge Reduktion. Kein Ton zuviel, ist die Devise. Oft balancieren Mikron 64 so am Rand der Statik, zumal mit verfremdeter, emotionsloser Computer-Stimme.
WeiterlesenNefret: Meclis-i ãlã Ýstanbul
Hip Hop ist ja nicht so sehr mein Thema. Das fängt schon damit an, dass sich zu Beginn der Songs alle vorstellen (Yo, this is MC….usw.), alle Instrumente aufzählen (Yeah, yeah, feel the bass) und dann von irgendwelchen bösen Gangs erzählen. Schon allein deswegen ist mir das türkische Duo Nefret sympathisch – ich hab‘ keine Ahnung, wovon die rappen! Es klingt vielmehr so, als würde jemand die Speisekarte von unserem türkischen „Lokanta“ am Ort zum Besten geben.
WeiterlesenThe Mustard Seeds: Red
Das 96er Debüt von The Mustard Seeds findet man heute mit ziemlicher Sicherheit auf jedem Wühltisch. Damals steckten die vier Jungs noch knietief in den letzten Auswirkungen des Grunge und rockten ganz nett aber austauschbar vor sich hin. Wie so viele Post-Grunger spielen sie auf ihrem neuen Album knackige Pop-Songs mit straighten Gitarren, Sixties-Melodien und viel Dynamik (Foo Fighters lassen grüßen).
WeiterlesenTed Milton/Loopspool: Sublime
Die Jahre haben ihn ein wenig ruhiger gemacht, den guten, alten Milton. Früher fegte er als Blurt-Herz derwischartig mit seinem kranken Saxophon über die Bühne und hieb uns Töne um die Ohren, die unsere Ohrenärzte jubeln ließen. Heute hingegen: gedubte Einsamkeit. Klingt wie ein elektronisches Tagebuch eines gealterten Musikrevoluzzers. Anleihen aus allen elektronischen Musikarten sind verarbeitet, was wohl den Einfluß von Loopspool dokumentiert. Die CD ist streckenweise wirklich hörenswert. Bisweilen klingt sie vorsichtig verspielt wie Stücke von den Legendary Pink Dots, wie überhaupt Edward Ka-Spel und Ted Milton irgendwie viel gemein haben, bisweilen klingt sie wie die elektronische „Songs for Drella“ („You´ve Seen The World“/ „I´ve Stolen All Of Your Being“) – ausgezeichnete spoken word-Stücke!
Eternal Elysium: Spiritualized D
Stoner Rock aus Asien – das ist ohne jeden Zweifel ein Novum. Es ist bekannt, dass die Asiaten weit mehr mit Heavy Metal und Teutonen Metal anzufangen wissen, als andere Erdenbewohner. Insofern verwundert es nicht, dass Yukito Okazaki, Bassist und Sänger in einer Person, fast das komplette Gesangsspektrum abzudecken versucht, insbesondere das seiner langmähnigen und in Leder gehüllten Idole.
WeiterlesenDownset: Check Your People
Downset haben eine bewegte Karriere hinter sich. Ein ansehnliches Debüt und ein Hammeralbum als Nachfolger. Zahlreiche Touren weltweit kombiniert mit euphorischem Feedback in der Fachpresse. Plötzlich Totenstille. Gerüchte um Auflösung machen sich breit. Der Sänger steigt aus. Gerüchte um Auflösung machen sich breiter. Der Sänger steigt wieder ein. Und nun aus heiterem Himmel: „Check Your People“.
WeiterlesenGreen Day: Warning:
Wäre da nicht die knödelige Stimme von Billie Joe Armstrong, könnten schon manchmal Zweifel aufkommen, ob das hier wirklich die neue CD von Green Day ist. Sechs Jahre nach „Dookie“ macht das Trio definitiv keinen East-Bay-Punk mehr. Das Tempo merklich gedrosselt, die Distortionsounds gegen Akustikgitarren getauscht. „Church On Sunday“ klingt gar wie ein Stück aus der frühen Beat-Ära.
WeiterlesenThe Quill: The Quill
Schon einmal von Deep Purple und Led Zeppelin gehört? Na, dann muss ich ja nicht noch weit ausholen, um ihnen den Sound dieser CD mit aus den Fingern gesaugten Metaphern und Attributen zu vermitteln. Sie wissen demnach, wo der Hase lang läuft. Das muss einem nicht erst das Infoblatt der Plattenfirma unter die Nase reiben. Da kommt jeder, der den Siebziger Jahre-Rock nicht verschlafen hat, von selbst drauf.
WeiterlesenGreen Day: Warning:
Wäre da nicht die knödelige Stimme von Billie Joe Armstrong, könnten schon manchmal Zweifel aufkommen, ob das hier wirklich die neue CD von Green Day ist. Sechs Jahre nach „Dookie“ macht das Trio definitiv keinen East-Bay-Punk mehr. Das Tempo merklich gedrosselt, die Distortionsounds gegen Akustikgitarren getauscht. „Church On Sunday“ klingt gar wie ein Stück aus der frühen Beat-Ära.
WeiterlesenRobbie Williams: Sing When You’re Winning
Wer hätte gedacht, dass der ehemalige Take That-Raufbold Robbie Williams zu einem ernstzunehmenden Popkünstler heranwachsen würde. Obwohl: Viele sehen in ihm weiterhin einen pubertären Kaspar. Dabei ist Williams einer der größten männlichen Popstars der letzten Jahre.
WeiterlesenTheatre Of Tragedy: Musique
Bei Theatre Of Tragedy ist alles neu: Neues Label (Major), neue Besetzung (zwei weniger), und neue Stilrichtung (Gothic ade). War der vergangene offizielle Longplayer „Aegis“ noch von typischen Dark- und Grufti-Tönen mit Wechselgesang dominiert, ist „Musique“ ein wilder Bastard aus Sisters Of Mercy, den neuen Paradise Lost und den Computersounds und Melodien der 80er.
WeiterlesenThe Quill: Hooray! It’s A Deathtrip
Zwischen Mustasch und Spiritual Beggars ist nicht nur alphabetisch noch ein Platz für The Quill frei. „Hooray! It’s A Deathtrip“ ist für die Schweden bereits das fünfte Album, zeigt aber sogar noch einen deutlichen Fortschritt zum Vorgänger „Voodoo Caravan“.
WeiterlesenSymphony X: Live On The Edge Of Forever
Das Quartett um Gitarrist Michael Romeo gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingen in der Frickelfraktion. Technisch versiert, mit einigen starken Songs, fehlt mir hier der Spannungsaufbau, der Bands wie Spock’s Beard oder Dream Theater auszeichnet. Live kommen Symphony X aber erstaunlich kraftvoll rüber und verleihen auch den etwas müderen Nummern Schwung.
WeiterlesenPitch Shifter: Deviant
Hm, nein, irgendwie ist ihre Zeit abgelaufen. Sie mögen noch den ein oder anderen Fan bzw. Kritiker überzeugen können. Für mich gesprochen: Pitch Shifter haben den Zenit überschritten. Sie hatten ihre lichten und überwältigenden Momente. Ich erinnere nur an den Auftritt auf dem Dynamo Open Air 1996.
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