Lektion 11: Frequently Asked Questions 2

Aus dringlichen Gründen bringen wir heute in unserer beliebten Kolumne das 2. FAQ. Sie werden schon sehen, warum! Also, was wir, das allzeit tätige Team der beliebten Online-Illustrierten HINTERNET täglich als erstes zu sehen bekommen, ist ER: Willibrord Wittich, seines Zeichens Briefträger und dreifacher Träger des mallorquinischen Ballermann-Einen-Eimer-Sangria-Auf-Ex-Ordens, wie er (Wittich, nicht der Orden) die Treppen hochkeucht, um uns, in vorbildlicher Dienstauffassung, die Tagespost zu überreichen: zwei Briefe. „Sonst kriegen Sie doch immer nur einen! Vom Gerichtsvollzieher meistens! Der ist schwer genug! Aber gleich zwei auf einmal? Ob ich das tarifrechtlich überhaupt darf?“ Dabei wiegt er bedenklich räsonnierend sein Haupt, das schon zu dieser frühen Stunde von reichlichem Trainingssangria-Genuß benebelte, denn der 4. Orden muß her!

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Nefret: Meclis-i ãlã Ýstanbul

Hip Hop ist ja nicht so sehr mein Thema. Das fängt schon damit an, dass sich zu Beginn der Songs alle vorstellen (Yo, this is MC….usw.), alle Instrumente aufzählen (Yeah, yeah, feel the bass) und dann von irgendwelchen bösen Gangs erzählen. Schon allein deswegen ist mir das türkische Duo Nefret sympathisch – ich hab‘ keine Ahnung, wovon die rappen! Es klingt vielmehr so, als würde jemand die Speisekarte von unserem türkischen „Lokanta“ am Ort zum Besten geben.

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The Mustard Seeds: Red

Das 96er Debüt von The Mustard Seeds findet man heute mit ziemlicher Sicherheit auf jedem Wühltisch. Damals steckten die vier Jungs noch knietief in den letzten Auswirkungen des Grunge und rockten ganz nett aber austauschbar vor sich hin. Wie so viele Post-Grunger spielen sie auf ihrem neuen Album knackige Pop-Songs mit straighten Gitarren, Sixties-Melodien und viel Dynamik (Foo Fighters lassen grüßen).

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Ted Milton/Loopspool: Sublime


Die Jahre haben ihn ein wenig ruhiger gemacht, den guten, alten Milton. Früher fegte er als Blurt-Herz derwischartig mit seinem kranken Saxophon über die Bühne und hieb uns Töne um die Ohren, die unsere Ohrenärzte jubeln ließen. Heute hingegen: gedubte Einsamkeit. Klingt wie ein elektronisches Tagebuch eines gealterten Musikrevoluzzers. Anleihen aus allen elektronischen Musikarten sind verarbeitet, was wohl den Einfluß von Loopspool dokumentiert. Die CD ist streckenweise wirklich hörenswert. Bisweilen klingt sie vorsichtig verspielt wie Stücke von den Legendary Pink Dots, wie überhaupt Edward Ka-Spel und Ted Milton irgendwie viel gemein haben, bisweilen klingt sie wie die elektronische „Songs for Drella“ („You´ve Seen The World“/ „I´ve Stolen All Of Your Being“) – ausgezeichnete spoken word-Stücke!

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Eternal Elysium: Spiritualized D

Stoner Rock aus Asien – das ist ohne jeden Zweifel ein Novum. Es ist bekannt, dass die Asiaten weit mehr mit Heavy Metal und Teutonen Metal anzufangen wissen, als andere Erdenbewohner. Insofern verwundert es nicht, dass Yukito Okazaki, Bassist und Sänger in einer Person, fast das komplette Gesangsspektrum abzudecken versucht, insbesondere das seiner langmähnigen und in Leder gehüllten Idole.

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Downset: Check Your People

Downset haben eine bewegte Karriere hinter sich. Ein ansehnliches Debüt und ein Hammeralbum als Nachfolger. Zahlreiche Touren weltweit kombiniert mit euphorischem Feedback in der Fachpresse. Plötzlich Totenstille. Gerüchte um Auflösung machen sich breit. Der Sänger steigt aus. Gerüchte um Auflösung machen sich breiter. Der Sänger steigt wieder ein. Und nun aus heiterem Himmel: „Check Your People“.

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Green Day: Warning:

Wäre da nicht die knödelige Stimme von Billie Joe Armstrong, könnten schon manchmal Zweifel aufkommen, ob das hier wirklich die neue CD von Green Day ist. Sechs Jahre nach „Dookie“ macht das Trio definitiv keinen East-Bay-Punk mehr. Das Tempo merklich gedrosselt, die Distortionsounds gegen Akustikgitarren getauscht. „Church On Sunday“ klingt gar wie ein Stück aus der frühen Beat-Ära.

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The Quill: The Quill

Schon einmal von Deep Purple und Led Zeppelin gehört? Na, dann muss ich ja nicht noch weit ausholen, um ihnen den Sound dieser CD mit aus den Fingern gesaugten Metaphern und Attributen zu vermitteln. Sie wissen demnach, wo der Hase lang läuft. Das muss einem nicht erst das Infoblatt der Plattenfirma unter die Nase reiben. Da kommt jeder, der den Siebziger Jahre-Rock nicht verschlafen hat, von selbst drauf.

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Green Day: Warning:

Wäre da nicht die knödelige Stimme von Billie Joe Armstrong, könnten schon manchmal Zweifel aufkommen, ob das hier wirklich die neue CD von Green Day ist. Sechs Jahre nach „Dookie“ macht das Trio definitiv keinen East-Bay-Punk mehr. Das Tempo merklich gedrosselt, die Distortionsounds gegen Akustikgitarren getauscht. „Church On Sunday“ klingt gar wie ein Stück aus der frühen Beat-Ära.

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