…mal nach dem neuen „Tagesspiegel“ fragen. Dort nämlich die Printversion von Pieke Biermanns Krimireportage →„Gekapert vom Zoll“, eine Woche später als üblich, aber Pieke kann nichts dafür. Also.
Kategorie: Watching the detectives
Noch Fragen?
Man muss, sagt der Verleger, die KrimileserInnen über die Schiene des Basisdemokratischen erreichen. Wenigstens das gute Gefühl, nicht nur zu konsumieren, sondern interaktiv an der Entstehung eines Meilensteines der deutschen Kriminalsekundärliteratur mitgearbeitet zu haben, das sollte man ihnen schon geben. Dann kaufen sie nämlich auch. Und, schließt der Verleger, nur darum geht es im Biz. Also.
WeiterlesenTitus Keller: Aussortiert
„Aussortiert“: reichlich wirr, glanzlos, wenn auch halbwegs routiniert in Sprache gehauen, das Personal beliebig, das Ende ärgerlich, die Spannung nicht auffindbar. Punkt. Damit könnte es sein Bewenden haben. Wäre nicht der Autor ein „Literat“, der den Geheimniskrämer spielt, aber eigentlich nichts zu verkaufen hat.
WeiterlesenCrime School – das Partywissen -1-

Was ist das eigentlich, Krimi? Wo kommt er her, wie hat er sich entwickelt, was sollte ich wissen, wenn mich jemand danach fragt? Die zweite Staffel der „Crime School“ möchte das Wissen vermitteln, das Sie zum Mittelpunkt jeder Intellektuellenparty macht, wenn die Stimmung feuchtfröhlich ist und die Sitten so enthemmt sind, dass man auf „das Kulturelle“ zu sprechen kommt. Partywissen. Aber nicht nur. Was wir hier in loser Folge erörtern, dient auch als Grundlage einer papiernen „Crime School“, die im nächsten Jahr erscheinen soll. Didaktisch aufbereitet, tiefergehend. Wer unseren Internetkurs besucht, wird sich das nötige Basiswissen erarbeiten können, um dann mit Hilfe des Buches darauf aufzubauen. Beginnen wir mit einer sehr leidigen Frage: Was war eigentlich der erste deutsche Krimi? Gab es das überhaupt vor Friedrich Glauser? Krimis? Ein Überblick, der nicht alles erklären kann, aber einen Rahmen um die disparaten Dinge legt.
WeiterlesenCrime School – die Zeit ist reif
Tatsächlich; manchmal sind LeserInnen doch zu etwas gut. Seit Jahr und Tag liegt mir der Verleger in den Ohren, doch endlich mal mit „Was ist Krimi?“ rüberzukommen, aber ich murkse und murkse und nichts gefällt mir. Da, gestern, rebellieren die LeserInnen: WIR WOLLEN DIE GUTE ALTE CRIME SCHOOL zurück! Also noch mal reinschnuppern. Und siehe: DAS ist es! SO könnte mans machen! Krimigrundwissen als Schulstoff, Geschichtliches und Thematisches und Formales zur Kriminalliteratur häppchenweise querbeet, unterhaltsam und dennoch bildungsbürgerlich relevant!
WeiterlesenClyde W. Ford: The Long Mile
„The Long Mile“ von Clyde W. Ford sei gewissermaßen, so war (→ anderenorts ) zu lesen, ein Watts-Aufstand im Kleinen, die Darstellung des Zorns der Afroamerikaner auf die weißen Hüter von Recht und Ordnung … Ich bin mir da nicht so sicher. Es fängt schon mit dem Hinweis auf dem Cover an, dass „The Long Mile“ Teil der „Shango-Mysteries“ ist … und tatsächlich ist „The Long Mile“ ein mit dem Shango-Mythos aufgeladenes Buch.
WeiterlesenEs langweilt inzwischen
Lieber Lars von der Krimi-Couch, könntest du vielleicht mal deinen MitarbeiterInnen eine kleine Fortbildung gönnen? Wenigstens dem Herrn Kürten, der anlässlich seiner – übrigens nicht zu beanstandenden – →Rezension von Ernst Solèrs „Staub im Wasser“ folgendes zum Besten geben zu müssen glaubte?
WeiterlesenWickius und die Händler des Todes

Wickius ist zurück! Lange erwartet, heiß erfleht! Jetzt sogar abendfüllend! Wickius – der Film! Wickius – der Fortsetzungskrimi! Lassen Sie sich das nicht entgehen!
WeiterlesenHamburg helau!
Mit dem Karneval haben die Nordlichter ja nicht viel am Hut. Da muss schon einer aus dem Sauerland kommen, um all die Pappnasen dort in Stimmung zu bringen. Wer könnte das besser als unser Ludger, Betreiber eines peripheren Hamburger Krimiblogs? Freund Menke also hat jetzt den ersten „Krimi-Blog
WeiterlesenCriminaltango
Ein noch zartes Blogpflänzlein wächst da heran: →Criminaltango. Ein Krimiliebhaber plaudert über sein Hobby. Werden wir beobachten. Geht aber schon gut mit einem Krimijahrbuchlob los.
Bei der Kulturzeit
kann man >>>das Krimijahrbuch 2007 gewinnen – aber fix, nur 5 Exemplare gibt´s! Onlineverlosung! Rechts auf die Krimitipps klicken und dann auf das Gewinnspiel.
Pieke kapert

Pieke „Jahresschwerpunkt“ Biermann steht nicht unter Artenschutz. Sie wird wohl manchmal von Produktpiraten nachgemacht, aber so schlecht, dass man gerne beim Original bleibt. Zum Beispiel, wenn eine neue Krimireportage ins Haus kommt. „Gekapert vom Zoll“ heißt es am am Sonnabend, 12. Mai 2007 in DER TAGESSPIEGEL und im RBB-Inforadio 93,1 um 11:45 Uhr (*Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 05:45 auch als Podcast und im Internet unter www.inforadio.de, Suchfunktion: “Recht und Ordnung”).
WeiterlesenTag- und Nachtbücher
Läuft alles wie geplant, steckt der Krimikritiker seine Nase täglich in zwei Bücher. Eins für tagsüber, eins für die Nacht. Welches man wann zu sich nimmt, ist eine spontane Entscheidung, aber meistens liegt man damit richtig, denn es gibt sie tatsächlich, die Tag- und Nachtbücher.
WeiterlesenDieter Kühn: Geheimagent Marlowe
Wer Dieter Kühns Biografien kennt, den wird das Motto, das er seiner neuesten voranstellt, nicht schockieren. Ein Zitat von Johannes Bobrowski ist es: „Wir häufen hier eine historische Unwahrheit auf die andere, um ein zutreffendes Bild zu bekommen.“ Wohlan. Das hat Dieter Kühn schon immer so gehalten, von Oswald von Wolkenstein bis Maria Sybilla Merian oder Clara Schumann. Die sogenannte ernsthafte Wissenschaft meldete nicht selten ächzend ihre Bedenken an, aber am Ende hat Kühn Bobrowskis Credo immer glänzend bestätigt. So auch diesmal mit „Geheimagent Marlowe“.
Weiterlesenworld leading crime fiction blog
Bitte wundern Sie sich nicht, wenn in zukünftigen amerikanischen Krimis keine Messer mehr von hinten direkt ins Herz gestoßen werden. Das ist nämlich anatomisch ziemlich unwahrscheinlich, und jetzt weiß es auch der Amerikaner. Dank unseres Kollegen Bernd natürlich, der endlich die Aufnahmeprüfung bei Crimespace bestanden und auch gleich sein schwieriges Werk begonnen hat, den Amis eine richtige →Mordkultur beizubringen. Als nächster wird Azubi Jochen dem Verein beitreten und die Amerikaner davon überzeugen, nicht mehr so viel Harlan Coben zu lesen. Und wenn erst Frau Anobella mit ihrem Fortsetzungkrimi „Killing Mainz“ vertreten sein wird, haben wir es geschafft: die Krimiweltherrschaft für wtd. An uns kommt keiner mehr vorbei. Wir sagen, wo’s langgeht.
Sara Paretsky: Feuereifer
Vic Warshawski denkt nicht an Ruhestand. Wohl ist Sara Paretskys Detektivin nicht mehr die Allerjüngste und überdies – wenn nicht sie, wer dann? – „Kult“: Aber gar so heil ist Chicago nicht, dass es auf eine wie Vic verzichten könnte, um im Spagat zwischen Reichtum und Armut zu beweisen, wie doch beide Extreme zusammengehören.
WeiterlesenDer Jäger
Jäger und Sammler sind wir, die wir hinter den alten Krimis her sind. Dabei geht uns manchmal ein leibhaftiger Waidmann ins Netz, so wie Anton von Perfall, Freiherr und Freund der Jagd, eine Legende beinahe. Über das Lieblingssujet dieses urbayrischen Schriftstellers brauchen wir kein weiteres Wort zu verlieren. Aber manchmal wurde es halt ein Krimi, so wie 1892 mit den „Truggeistern“. Ab sofort in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ handlich portioniert zu genießen. Ohne Jagdfieber.
Joseph Finder: Company Man
Obwohl die Bücher des amerikanischen Autors Joseph Finder regelmäßig in Deutsche übersetzt werden (demnach wohl ihre Leser haben), finden sie kaum die Aufmerksamkeit der hochvermögenden Krimikritik. Mit „Company Man“, im Jahre 2006 immerhin Gewinner des „Barry Award“, hat der Autor auch qualitativ einen Schritt nach vorne gemacht. Dieses als Wirtschaftsthriller zu bezeichnende Buch gewinnt seinen besonderen Reiz aus dem Wechselspiel zwischen den spannenden Verwicklungen, in welche die eine Hauptperson des Buches gerät, und der gewissenhaften detektivischen Arbeit der anderen Hauptperson, die sich zunehmend auf die erste Person richtet.
WeiterlesenAus dem Tagebuch einer Krimiautorin
Schon hatten wir uns damit abgefunden, dass unser freundliches →Blogangebot für AutorInnen ohne Resonanz verhallen würde – da erreichte uns die Mail einer nicht ganz unbekannten (aber auch nicht sonderlich bekannten) Krimischreiberin. Ja, sie sei dabei! Allerdings nur anonym, denn schließlich wolle sie hier nicht plump Werbung in eigener Sache betreiben. Außerdem tangiere das von ihr geführte Tagebuch nicht selten „den Intimbereich“. Natürlich haben wir freudig zugesagt und veröffentlichen nun folgend die ersten, sehr aufschlussreichen Notizen aus dem Alltag der Kollegin. Zur Nachahmung empfohlen!
WeiterlesenAlles ganz genau sehen und verstehen
Im Magazin der Berliner Zeitung und erfreulichweise auch online (→ Ich schreibe keine Häkelkrimis) findet sich ein längeres Interview mit US-Krimiautorin Elizabeth George über Gymnastik, Recherche, die BBC-Verfilmungen („Die BBC hat sich für eine bestimmte Art Film entschieden, und dafür sind sie ganz in Ordnung.„) und Vorbilder wie Margery Allingham:
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