(Vorbemerkung der Redaktion: Ja, Jochen kann auch loben! Hier! Lesen, staunen Sie! — Was unser Azubi Jochen nicht wissen kann – das Thema Pseudonyme haben sie in der Berufsschule nämlich noch nicht gehabt : Duane Louis ist niemand anderes als Duane Swierczynski, der als Duane Swierczynski in Deutschland wegen akuter Zungenbruchgefahr beim Aussprechen seines Namens kaum Bücher verkauft hätte. Erst im Februar hat Bernd ein Swieurargh- oder wie-der-heißt-Buch besprochen. →Hier.
WeiterlesenDan Fesperman: The Prisoner of Guantanamo
Eigentlich verwunderlich, dass es um das Genre des Spionagekrimis in den letzten Jahren relativ ruhig geworden ist. Es ist ja nicht so, dass unsere Zeit nicht genügend Anregungen für interessante Geschichten böte. Dan Fesperman ist ein Autor, der sich von der Realität inspirieren lässt. Sein aktuelles Buch „The Prisoner of Guantanamo“ spielt, wie der Titel schon sagt, in der hermetisch abgeriegelten „amerikanischen“ Enklave auf der kubanischen Insel. Das Camp ist fest in der Hand seiner militärischen Leitung: Wer hier verhört wird, hat keine Rechte.
WeiterlesenFür den Regionalkrimi!
Sehr ordentlich gestern, der Münchner Tatort. Das Drehbuch? Von Friedrich Ani.
Okay, dass die Wies´n-Wirtstochter dem Batic einen Rilke schenkt, war überzogen, und vielleicht sogar, dass wir es auf einmal mit sprachkritischen Kommissaren zu tun hatten (mit hochgezogenen Augenbrauen gefragt: „voll umfänglich?“; „im Epizentrum der Macht?“), aber schön waren die vielen Auslassungen – Szenen, in denen nur Auto gefahren und nicht gesprochen wurde – und die wirklich schlauen und lustigen Dialoge. Fazit: Es bringt viel, wenn ein lokal ansässiger Autor vor Ort die Tatort-Drehbücher schreibt.
Kapitel XIX

Was bisher geschah: Völlig wurscht! Jetzt gehts ans Eingemachte! Der Übeltäter bekommt ein Gesicht und einen Namen! Der Showdown naht! Nächste Woche ist die Geschichte aus! Freut euch!
WeiterlesenCommon: Finding Forever
Lonnie Rashid Lynn, besser bekannt als Common, hat gerade sein viertes Album ‚Finding Forever‘ veröffentlicht. Das könnte ihn in noch höhere Sphären katapultieren als er sich sowieso schon befindet. Entstanden sind die Songs unter der Regie des Produzenten, der Common schon das mit vier Grammys prämierte Vorgängeralbum ‚Be‘ bescherte: Kanye West (siehe auch die Kritik zu dessen neuem Album → Graduation).
WeiterlesenChristina Lux: Pure & Live
Dass Christina Lux ein Händchen für brillante und satt tönende Liveaufnahmen hat, weiß man spätestens seit dem vorzüglichen „Live“ (2003). Jetzt legt sie mit „Pure & Live“ nach und man fragt sich ernsthaft, warum diese Frau nicht einem größeren Publikum bekannt ist.
WeiterlesenKanye West: Graduation
Kanye West ist auf dem besten Wege, sich unsterblich zu machen. Auf seiner Habenseite stehen zum einen die vielen Produktionen, mit denen er bewiesen hat, dass er ein gutes Gespür bzw. Gehör für moderne und aufregende „black music“ hat. Ob er nun Common half, HipHop mit Soul zu versüßen oder mit Nas auf dessen Album „HipHop Is Dead“ kooperierte. Aber er ist nicht nur ein versierter Produzent: Er ist auch HipHop-Musiker. Und ein ganz großer obendrein. Da muss man sich nur seine aktuelle Single „Stronger“ anhören, die just auf Platz drei der britischen Charts auftauchte.
WeiterlesenEditors: An End Has A Start EP
Vollbedienung gibt es von den Editors. Der Titelsong des aktuellen Albums stellt die neue Single und wird mit einer Akustikversion und vier unveröffentlichten Tracks auf EP-Größe angereichert.
WeiterlesenKann man lesen; aber

Nicht alles, was ich so lese, wird hier auch besprochen. Manches ist so belanglos, dass einem nichts dazu einfällt außer eben – Belanglosigkeiten. Bisschen wenig für eine Rezension. Dann gibt es Bücher, die zwar nicht belanglos sind, sondern solides Zeug, aber eben auch nur das: solide. Zwei davon seien kurz vorgestellt.
WeiterlesenBernd Franzinger: Jammerhalde
Die Pfälzer haben kaum Freunde in dieser Welt. Gründe dafür gibt es reichlich, einer davon: der Pfalzkrimi, die Roman gewordene Maul- und Klauenseuche, das Ekelfleisch der Literatur. Leider ist es jetzt dem neuesten Erguss des Kaiserslauterner Autors Bernd Franzinger gelungen, auf dem Schreibtisch des Rezensenten zu landen.
WeiterlesenHappyend
Dass auch im harten Krimigeschäft etwas ein gutes Ende nehmen kann, ist heute zu berichten. Der →an dieser Stelle freudig begrüßte Roman „Tod in Arkadien“ von Jens Luckwaldt, letztes Jahr als „book on demand“ erschienen, kann ab sofort als Buch in einem „richtigen Verlag“ erworben werden. Schön so. Da verzeiht man dem Verlag auch die etwas euphorische Werbung, Luckwaldt sei „der neue Stern am Himmel des historischen Kriminalromans“.
WeiterlesenJulia Spencer-Fleming: All Mortal Flesh
Es gibt Serien, bei denen die Titelhelden kein relevantes Eigenleben haben, die einzelnen Bücher stehen für sich alleine und die Reihenfolge, in der Bücher gelesen werden, ist nicht entscheidend. Dann gibt es Serien, in denen die Helden sich zwar ein wenig ändern, ´mal einen neuen Partner finden und ´mal die eine oder andere Narbe zugefügt bekommen, aber diese Ereignisse beanspruchen auf längerer Sicht keine größere Aufmerksamkeit für sich und beeinflussen den Lauf der Serie nur unmerklich.
WeiterlesenKapitel XVIII

Was bisher geschah: Wickius und Claudine Schrunz sind zurück in Deutschland, nachdem sie auf der künstlichen Insel IDIOT in der Südsee aufgeräumt und sämtliche Krimischaffenden dort quasi vernichten haben. Sie retten dpr aus Seenot und verhören ihn streng. Hier nun die von ihm selbst schriftlich fixierte Aussage…
WeiterlesenTeppichfliese
Bosbach und Beckstein wollen eine Konvertitendatei. Meinen die das ernst?
Nein, Bosbach hats auch gar nicht gesagt, aber der Vorgang ist eine Verheißung, köstlicher als „unbekannte Folgen von Dick und Doof gefunden“: „Becki & Bosi in: Uns ist kein Vorschlag bescheuert genug“. Was bisher geschah: In der „Münchner Runde“ des BR saß am Dienstag der lustige Bosi, den alle wegen der Teppichfliese, die er als Frisur benutzt, sehr lieb haben. Anschließend wird aber falsch gemeldet, er habe eine Konvertitendatei gefordert. Sein kleiner Kumpel, Becki, zweifelt keine Sekunde, dass dieser verfassungswidrige Quatsch von Bosi stammt, und unterstützt ihn tags drauf in der Süddeutschen. Erst danach fliegt auf, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Wird Bosi des Waldes verwiesen? Würde Becki auch einem irrtümlich lancierten Toupetverbot eifrig beispringen? Seien Sie wieder mit dabei, wenn es heißt „Becki & Bosi – der Kinderkanal ist nicht genug!“
Die taz fragt, Friedrich Küppersbusch antwortet: → Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?
Paulis gesammelte Krimis

Einen einzigen, schmalen Krimi hat uns Karl Pauli hinterlassen. Mit „Die Doppelgänger“ (1903) veröffentlichen wir dieses OEuvre nun auf einen Schlag in der →„Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“. Und bleiben, ganz im Dienste unserer Kundschaft, dran am Altpapier.
M.I.A.: Kala
Maya Arulpragasam alias M.I.A. gibt sich auf ihrem zweiten Album weltoffener denn ja. Sie vermischt HipHop mit UK Garage, auch Grime genannt, und World Music. Was u.a. wohl daran liegt, dass die Songs überall auf der Welt entstanden sind: in Indien, Trinidad, Jamaika, Australien, Japan und den USA.
WeiterlesenPieke geht ins Radio

Eigentlich läuft das ja so: La Biermann geht an ORTE zu MENSCHEN und findet KRIMINALITÄT. Dann geht sie zum Radio und macht eine Sendung draus, die das RBBinfoRADIO 93,1 ausstrahlt. Diesmal läuft es anders. Pieke geht zum Radio (Ort), findet einen Menschen (Hans Sedlmayr) und befragt ihn zu seinem Beruf, der auch etwas mit Kriminalität zu tun hat. Hans Sedlymair ist nämlich Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma und arbeitet im HdR (Haus des Rundfunks). Tja, und wenn sie genug gefragt und geguckt hat, geht sie in die Kantine, schreibt ihren Text, geht ins Studio und nimmt ihn auf. Damit wir ihn am 15. September 2007 um 11:45 Uhr hören können. Oder die Wiederholungen um 19:45 Uhr und in der folgenden Nacht um 0:45 Uhr und 5:45 Uhr. Oder podcasten. Sie wissen ja inzwischen, wo man hinklicken muss.
WeiterlesenAutopsie der dünnen Krimis -2-

Was macht Krimis dick? Und warum können manche essen so viel sie wollen, ohne ihre schlanke Figur zu verlieren? Einen berüchtigte literarische Kalorienbombe haben wir heute im Visier: den Serienkrimi. Doch siehe da: Auch hier schlägts nicht bei jedem an.
WeiterlesenGentleman – Another Intensity
Gentleman ist kein reines deutsches Phänomen mehr. Der als Tillmann Otto geborene Kölner Musiker ist mittlerweile auf der ganzen Welt begehrt. Von Köln aus ist sein Roots Reggae, eine traditionelle und spirituelle Variante des Reggae, sogar bis nach Israel vorgedrungen. Dieser Siegeszug wird dank seines brillanten vierten Studioalbums ‚Another Intensity‘ noch nicht zu stoppen sein.
Bereits das erste Lied, „Evolution“, offenbart die Vielseitigkeit des neuen Albums. Zum Reggae haben sich u.a. Soul-Einflüsse gesellt. „Ich bin noch offener geworden und habe mich diesmal mehr getraut. Nach wie vor ist Roots Reggae der rote Faden in meiner Musik. Doch nunmehr haben sich auch andere Einflüsse eingeschlichen“, gesteht Gentleman. Mit Sizzla konnte er einen prominenten Gast auf seinem Album begrüßen. Sizzla hatte Gentleman schon lange auf seiner Wunschliste.
„Ich wollte schon immer einen Song mit ihm machen. Es hat aber elf Jahre gedauert, diesen Wunsch zu realisieren. Sizzla lässt einen nicht so schnell an sich ran. Wir hatten uns immer wieder getroffen und dabei festgestellt, dass wir am gleichen Strang ziehen. Ich lernte ihn letztendlich als bescheidenen, liebevollen und intelligenten Menschen kennen. Wir verstanden uns, obwohl wir lyrisch nicht immer auf einer Wellenlänge liegen.“
Inspiriert wurde Gentleman für dieses Album zum einen durch Bücher von Don Miguel Ruiz, Charles Colson und Harold Fickett, zum anderen durch diverse Reisen. Was vielleicht der Grund ist, warum die Musik noch offener ist. In „Light Within“ (mit Gastsängerin Diane King) gibt sich Gentleman sogar überraschend poppig. Andere Songs sind aber – wie er selbst gesagt hat – 100%-Roots Reggae (siehe „Pursuit Of Happiness“).
Gentlemam - Another Intensity
Four Music/Sony BMG
VÖ: 24.8.2007
The Bravery: The Sun And The Moon
Nach ihrem New Wave-Debüt sind The Bravery jetzt im Convenience-Rock angekommen: Appetitliche Häppchen, nett zubereitet für den komfortablen, schnellen Genuss. „The Sun And The Moon“ ist an keiner Stelle ärgerlich, aber das Album läuft einfach zu glatt durch.
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