
Favez: (from Lausanne, Switzerland)

Warum Favez mit dem Titel des Albums unbedingt auf ihren Herkunftsort hinweisen wollen, bleibt zunächst schleierhaft. Bei genauerer Überlegung könnte es mit dem vielen Touren zusammenhängen. Zwei Jahre waren Favez auf europäischen und amerikanischen Bühnen unterwegs, und jeden Abend sagte sie bestimmt so etwas wie: „Hi, we are Favez from Lausanne, Switzerland.“ Man definiert sich als Musiker zwangsläufig über seine Heimat.
WeiterlesenSaliva: Every Six Seconds
Sie wollen nach ganz oben, wie sie uns im Opener „Superstar“ versichern: „Make me a superstar, no matter who you are“. Ihr Geheimrezept: Melodien und Härte so miteinander verbinden, dass Alternative Rock- und Nu Metal-Fans in gleichem Maße Gefallen daran finden. Ein erfolgversprechender Ansatz, schließlich schafften es Saliva 1997 bis ins Finale eines Talentwettbewerbs und konnten sich so gegen 6.000 Mitbewerber durchsetzen.
WeiterlesenAll Star United: Revolution
Mastermind Ian Eskelin ist einfach ein verrückter Hund. Er mischt alle Einflüsse zwischen Brit-Pop und Rock zusammen, haut ’ne Portion gute Laune drauf und schafft es trotzdem, nicht lächerlich zu wirken. Auf dem dritten Album von All Star United ist zwar eine gewisse Melodie-Repetierung zu den beiden vorangegangenen Werken festzustellen, was aber dem Spaß keinen Abbruch tut. Oder, um eine alte Weisheit zu zitieren: In einem guten Rocksong ist in rund drei Minuten alles gesagt.
WeiterlesenElliott Murphy: Soul Surfing
Ups, beim Seelensurfen wurde Elliott Murphy anscheinend vom Schunkelheinz heimgesucht. Speziell die ersten drei Songs zeichnen sich durch 1A Schunkelrhythmus aus und haben mich eingangs doch ziemlich überrascht. Im weiteren Verlauf öffnet Mr. Murphy zwar das ein ums andere Mal den Beutel der feinen Weisen, aber „Soul Surfing“ erreicht nicht die hypnotische Geschlossenheit von „Rainy Seasons“ oder dem famosen „La Terre Commune“ mit Iain Matthews.
WeiterlesenBrendan Benson: Lapalco

Würde die Vokabel „schön“ das Album nicht so unzureichend beschreiben , wäre die Kritik an dieser Stelle zu Ende. Was soll man sich auch immer zu Superlativen hinreißen lassen – „Lapalco“ berührt mehr als nur die Ohren, auch wenn das Album recht unspektakulär durch die Tür kommt. Eigentlich erst nach drei bis vier Durchläufen wird klar, was hier für ein Kleinod im Player liegt.
WeiterlesenBlind Guardian: A Night At The Opera
Krefeld – vier junge Männer mit Namen Hansi, Thomen, André und Marcus helfen der alten Dame Heavy Metal wieder auf die Füße und beruhigen das arg geschundene Mütterlein. Schlecht wurde sie behandelt von wiederkäuenden Rockern dies- und jenseits der Alpen und von den jungen Wilden mit den dicken Hosen. Wer das neue Blind Guardian Album hört weiß, warum die Metal-Gemeinde seit drei Jahren sehnsüchtig auf dieses Werk wartet.
WeiterlesenTait: Empty
Wie angekündigt hat jetzt auch das dritte Mitglied von DC Talk sein Soloalbum am Start. Nach Kevin Max und Toby McKeehan legt der farbige Part des Trios, Michael Tait, lustigerweise das „unschwärzeste“ Album vor. „Empty“ ist eine straighte Rockscheibe, die ihr Heil in poppigen Melodien und gitarrenlastiger Umsetzung sucht. Michael Tait hat eine Band mit Gitarre, Bass und Drums aufgestellt, 13 Songs geschrieben und losgelegt.
WeiterlesenDavid Usher: Morning Orbit
David Usher ist der Sänger der kanadischen Rockband Moist, die in unseren Breitengraden bisher leider nicht mehr als Achtungserfolge erzielen konnten. Auf seinem zweiten Soloalbum „Morning Orbit“ probt er jetzt den ganz großen Spagat: Vom sensiblen Songpoeten über den modernen Popmusiker bis hin zum straighten Rocker versucht er, mit seiner sanften, ungewöhnlich hohen Stimme, alle Stile abzudecken.
WeiterlesenSinergy: Suicide By My Side
„Suicide By My Side“ ist zwar nicht mehr taufrisch, aber definitiv zu gut, um hier unerwähnt zu bleiben. Frontröhre Kimberly Goss und ihre Mannen schaffen es mit ihrem dritten Album, sich von den Vorbildern zu lösen und reißen einem mit den ersten fünf Songs 1A den Kopf runter.
WeiterlesenMagnum: Breath Of Life
Jetzt ist es vollends egal – nachdem ich mich im vergangenen Jahr als Magnum-Sympathisant geoutet habe, kann ich jetzt auch offen zugeben, dass mir das neue Album gefällt. Ohne zum Selbstplagiat zu verkommen, haben Magnum den Mut besessen, ihren opulenten Klang zu entschlacken und etwas moderner zu Werke zu gehen.
WeiterlesenFink – Letzter September
Letzten September war es, als Fink durch die Republik tourten. Und durch Orte, die „Rauchbar“, „Campustheater“ oder „Café Mokka“ heißen. Kleine Säle, die sich rocken lassen, ohne die Fink-eigene Poesie zu verlieren. Denn die ist es, die die Konzerte der vier Hamburger so herausragend macht. Auge in Auge mit den Fans erzählen sich die schrägen Geschichten und launigen Liebesballaden halt am besten.
WeiterlesenUlftunes – Don’t Pass Me, Buy!
Schon allein der Titel dieser Compilation ist stark genug, um hängen zu bleiben. Auch wenn wir in unserer Konsumwelt zu oft darauf reinfallen, dass der Inhalt nicht hält, was die Verpackung verspricht, kann man hier recht gelassen an die Sache herangehen. Das Berliner Label Ulftone macht sich seit Jahren einen Namen mit kleinen, feinen Veröffentlichungen. Wie bei anderen unermüdlichen Labels in der Republik tauchen hoffnungsvolle neue Namen neben alten Haudegen auf.
WeiterlesenLive: Strokes
Köln, E-Werk. 27.2.2002
Das mit Hochspannung erwartete Konzert ist mehr oder minder verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte und hat dabei ein Gefühl des Déjà Vu verursacht.
WeiterlesenVeranda Music: Look of Joy
Veranda Music beschränken sich auf ihrem dritten Album aufs Interpretieren. 10 Coverversionen von Cat Stevens bis Jeffrey Lee Pierce, von DepMod bis Will Oldham. Gutes Handwerk, das aber leider reichlich blutleer daherkommt.
(6 Fritten)
Veranda Music: Look of Joy
iXiXeX/Indigo
Angel Dust: Of Human Bondage
Ich könnt’s mir einfach machen und nur siehe Squealer schreiben, aber der Ruhrpott-Fünfer verdient noch ein paar ergänzende Sätze. Mitreißende Melodien und punchige Härte prägen 10 Songs, die allen Melodic-, True- und sonstwas Metallern zeigen, wo der Bartel mosht (oder so ähnlich). Cool ist die düstere Grundstimmung, die bei allen Tracks durchschimmert und das Album davor bewahrt, ins Pathos-Horn zu stoßen.
(8 Fritten)
Angel Dust: Of Human Bondage
Century Media/SPV
The Last Hard Men: The Last Hard Men
Wie muss man drauf sein, um diese Platte gut zu finden? Wer Lust auf musikalische Eskapaden hat und sich über ein Album mal wieder richtig wegömmeln will, kann zugreifen. Wer sich von der Teilnahme Sebastian Bachs ein paar Schmankerl im Stil von Skid Row erhofft, darf sich durch 23 Titel (inkl. hirnlosen Interviews) skippen, ohne fündig zu werden.
WeiterlesenCracker: Forever
Nein, kammermusikalische Intimität ist nicht die Ausdrucksweise von Cracker. Hier gibt es großes Kino mit noch größeren Gesten im Breitwandformat. Egal, ob der relativ ruhige Opener „Brides Of Neptune“ oder das eingängig geschmetterte „Shine“ – im Klangkosmos von David Lowery und Johnny Hickman wird geklotzt.
WeiterlesenO:pl Bastards: Sagittarius III
Retro-Spaß, die nächste Runde. O:pl Bastards bitten in die Zeitmaschine, um einen Kurztrip in die weiterhin ausschlachtfähigen Achtziger zu unternehmen. Der Soundtrack zum schrillen Achtziger-Schick liefern sie gleich selbst mit. „Sagittarius III“ ist letzte Auskopplung aus ihrem Debütalbum „The Job“. Wenn Finnen die Sounds der Eighties (wieder)entdecken. Mein lieber Herr Gesangverein!
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