V.A.: Neue Heimat 4

Solange es einflussreiche, interessante und originelle elektronische Musik „made in Germany“ gibt, solange wird es die formidable Reihe „Neue Heimat“ geben. Die jüngsten Mitbewohner der „Neuen Heimat“ sind Kid Alex. Ihr BMR-Remix des Ohrwurms „Topless“ ist genau der richtige Track für die Eröffnung dieser Compilation.So viel Aufsehen wie zuletzt Kid Alex hervorgerufen haben, wird in Kürze die Mediengruppe Telekommander auf sich ziehen. Ihr Appetithäppchen und Lustverstärker heißt „Kommanda“, eine Mischung aus 80er NDW-Disco und Electroclash.

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V.A.: Buddha-Bar VI

Die Budhha Bar bürgt für Qualität und nur zu gerne würde man sie mal physisch betreten. Doch unsereins kommt nur zu selten nach Paris, um dieser ausladenden Lokalität einen Besuch abzustatten. Ravin, bereits Kompilist der dritten Buddha Bar-Ausgabe, hat sich zwei Themengebieten angenähert: der Wiedergeburt (auf CD 1 – „Rebirth“) und dem Frohlocken beziehungsweise Glücklichsein (auf CD 2 – „Rejoice“).

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Sophia: De Nachten

Ihre Schallplatten und CDs werden im Internet hoch gehandelt. Ein Zeichen dafür, dass Angebot und Nachfrage ein Ungleichgewicht ergeben. Wer Sophia und deren Vorgängerband The God Machine kennt, der wird beide abgöttisch lieben und die Tonträger wahrscheinlich nie wieder freiwillig hergeben.“De Nachten“ ist das neueste Lebenszeichen von Robin Proper-Sheppard, dem Mann, der mit seiner unverwechselbaren Stimme einen großen Anteil an der Einzigartigkeit beider Bands hat.

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Live: Mambo Kurt/John Boy Walton

Tangente Bielefeld. 13.3.2004

Die Tangente, eine gemütliche Bielefelder Kneipe, war gut gefüllt – Glückwunsch an die Kneipenkult-Veranstalter. Eigentlich sollte ja zuerst der halbvergessene Buttermaker auftreten, der war aber leider krank. Schade, ich habe damals nur den Hype mitbekommen, ihn aber nie gehört. Vielleicht aber auch ganz gut – auf seiner Homepage wird ein lokalpatriotischer Versand empfohlen, der „Bielefeld“-Shirts verkauft (grusel). Für die, die das mit dem Patriotismus richtig verstanden haben, gibt’s auch noch gleich „Deutschland“-Shirts, naja…

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Live: Brian Wilson

Alte Oper, Frankfurt. 10.03.2004

Im Vergleich zum Wilsons „Pet Sounds“-Konzert vor zwei Jahren war meine Vorfreude irgendwie nicht überwältigend. „Pet Sounds“ gehört ja zu den größten Alben der Popgeschichte, während „Smile“,– das unvollendete Beach Boys-Konzeptalbum von 1967, das Wilson dieses Jahr zum ersten Mal live spielte –„nur“ das größte Rätsel der Popgeschichte ist. Obwohl mir die meisten einzelnen Smile-Stücke bekannt sind (s. das „Good Vibrations“-Boxset), wusste ich einfach nicht, was ich von dem Konzert erwarten sollte. Zumindest, was den zweiten Teil mit „Smile“ anging.

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Ostinato: Left Too Far Behind

Seit der Veröffentlichung des genialen Doom-Krachers von Hidden Hand war es leider viel zu still um das kleine Berliner Label Exile On Mainstream. Da ist es schön zu hören, dass man in diesem Frühjahr wieder aktiver wird und gleich ein ausgezeichnetes Album in der Hinterhand hat, das insbesondere Anhängern von Mogwai, The God Machine und Godspeed You Black Emperor! gefallen sollte.

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Cellophane Suckers: Can’t Say No

„Drink until you can’t say no“, so sollte eigentlich der komplette Titel des neuen Cellophane Suckers-Album lauten. Nunmehr sind es zehn Jahre Rock’n’Roll, die hinter der Band liegen. Das ist jedoch noch lange kein Grund, müde zu werden.Zwar sind ihre neuen Stücke nicht mehr ganz so schwindelerregend schnell und fetzig, an Charme haben sie keinesfalls eine Nuance eingebüßt. Vor allen nicht, weil mit Hammond-Orgel und Fender Rhodes zwei interessante Instrumente in den Vordergrund gerückt sind. Sie bringen etwas Southern Rock-Feeling mit.

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Live: Hot Water Music

Kamp, Bielefeld, 8.3.2004

Das Kulturkombinat hat eingeladen und alle sind gekommen: Die Emocore-Kids, die an den wichtigsten Textstellen gekonnt den Zeigefinger in die Luft recken, die Rocker, Alternativen und Spießer – sogar ein Iro-Punk wurde gesichtet. Hot Water Music ziehen eben ein immer größeres Publikum an. Zu Recht, denn an diesem Abend haben sie wiedermal bewiesen, dass sie so richtig abgehen können.

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Naked Lunch: Songs For The Exhausted

Naked Lunch sind nicht vom Glück verwöhnt. Sie sind im positiven Sinne immer im oberen Mittelfeld mitgeschwommen. „Aber in manchen Belangen sind wir unseres eigenes Glückes Schmied. Da spielt auch Eigenverschulden mit“, gesteht Oliver Welter.In 13 Jahren haben sie fünf Alben zustande bekommen. Ihr aktuelles, das bei einem Major erscheint, ist das reifste und beste. Die zuletzt gewonnene Abgeklärtheit hat sie zu neuen und zu anderen Taten motiviert. „Songs For The Exhausted“ ist unter schwierigen Bedingungen entstanden. Welter stand zwischenzeitlich gar ohne Wohnung und Freundin da. Um Geld zu sparen, produzierte die mit Olaf Opal im heimischen Studio in Klagenfurt. Ohne Plattenvertrag wohlgemerkt.

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Kate Rogers: St. Eustacia

Bis dato ist Kate Rogers nie solo in Erscheinung getreten. Ihre wundervolle Stimme ist lediglich auf Alben von Aim („Aim“ und „The Girl That Fell Through The Ice“) und Rae & Christian („Not Just Anybody“), beides Acts aus dem Hause Grand Central, zu hören gewesen. Dass die kanadische Sängerin zu weit mehr imstande ist als zu etwas Backgroundgesang, zeigt sie eindrucksvoll auf ihrem Debütalbum „St. Eustacia“.

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Me And Cassity: Between Wake And Sleep

Es gibt eine kleine Schar unentwegter Musiker, die das hässliche Wort „Pop“ unter ihre Fittiche nehmen und es behutsam zu einem wertneutralen Glanz heranführen. Pop im Sinne von Me And Cassity hat nichts klebriges und man kann diese wunderschönen, eingängigen Melodien nicht anders definieren als eben über diese drei Buchstaben. Bandkopf Dirk Darmstädter beweist auf dem dritten Me And Cassity-Album wieder einmal, dass er zu den größten Harmoniensuchern der Nation gehört.

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Bowes & Morley: Mo’s Barbeque

„Mo’s Barbeque“ ist der launige Versuch der beiden Thunder-Köpfe, die Wurzeln ihrer Stammband noch ein bisschen weiter in Richtung Blues und Soul wachsen zu lassen. Den Hardrock-Anteil haben sie dafür zurückgefahren und präsentieren elf Songs, teils aus eigener Feder, teils bekannte Nummern. Eigentlich eine schöne Idee und das Album startet auch angenehm durch, setzt sich aber in der kompletten Laufzeit zwischen alle Stühle.

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